Meisterwettkampf eröffnet Kovacs Vierer-Wette: Das sind die Kandidaten für die Meisterschaft

Mit Leipzig kommt der erste ernstzunehmende Gegner auf Niko Kovacs Mannschaft zu. Foto: Sven Hoppe/dpa

Der Bayern-Trainer erwartet gegen Leipzig einen "Abnutzungskampf" und sieht RB als Titel-Kandidat. Das gilt auch für zwei andere Klubs. Die AZ erklärt, was für einen Vierkampf spricht – und was nicht.

 

München - Klubtrainer sind ja nicht die allergrößten Fans von Länderspielpausen. Bayern-Coach Niko Kovac aber dürfte mit den zurückliegenden Tagen ganz zufrieden sein.

Denn bis auf Leon Goretzka, der sich am Mittwoch einer Oberschenkel-Operation unterziehen musste und in den kommenden Wochen ausfallen wird, hat sich kein Bayernspieler bei seinen Nationalteams verletzt. "Alle sind gesund", freute sich Kovac und erklärte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leipzig, dass auch die beiden Übersee-Profis Alphonso Davies und Philippe Coutinho "unbeschadet" zurückkehren werden.

Fast alle Mann an Bord also für das "sehr wichtige" Spiel gegen Leipzig. Besser noch: Kovacs Spieler kommen mit viel Selbstvertrauen aus der Länderspielpause. "Die Jungs haben viele Tore bei den Nationalmannschaften geschossen", freute sich der Trainer.

Bayern gegen Leipzig: Topspiel am Samstag

Das Team ist also bereit für das Topspiel am Samstagabend, von dem Kovac befürchtet, "es wird ein Abnutzungskampf. Leipzig ist eine gute Mannschaft, die werden uns alles abverlangen." Gut möglich also, dass auf der Zehnerposition der ausgeruhte Thomas Müller den Vorzug vor Coutinho erhält. "Wir müssen abwarten, wie er zurückkommt", sagte Kovac über den Brasilianer. "Wir können nicht mit 80 Prozent auflaufen, wir brauchen gesunde, frische Spieler", meinte der Trainer: "Deswegen werden wir mit ihm sprechen."

Meisterkandidaten im AZ-Check

Sowieso werde sich die Meisterschaft nicht in diesem Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer entscheiden, erklärte Kovac. Denn: "Neben Leipzig muss man auch Dortmund und Leverkusen erwähnen." Diese Teams und Bayern – "das sind die vier, die es unter sich ausspielen werden", lautet Kovacs Vierer-Wette. Die AZ erklärt, was für die vier Kontrahenten spricht – und was nicht.

FC Bayern: Sieben Meisterschaften in Folge – das alleine macht die Münchner schon zum Favoriten Nummer eins. Nach seinen ersten Bayern-Titeln dürfte Trainer Kovac zudem gestärkt aus der vergangenen Saison hervorgehen. In der Spitze ist der Kader nach dem Coutinho-Transfer konkurrenzlos. Bei Verletzungen von Leistungsträgern könnte es aber eng werden.

Borussia Dortmund: Neun Punkte Vorsprung verspielten die Dortmunder in der Rückrunde der Vorsaison. Am Ende landete der BVB mit einem Pünktchen Rückstand hinter den Bayern. Um einen ähnlichen Einbruch zu verhindern, wurde die Mannschaft teuer verstärkt – unter anderem mit Routinier Mats Hummels. Doch die Pleite gegen Union Berlin früh in der Saison zeigte, dass Anspruch und Wirklichkeit noch auseinanderklaffen. Auch Coach-Favre muss die Titelreife erst noch nachweisen.

RB Leipzig: Von allen vier Teams machen die Sachsen nach drei Spieltagen den bislang besten Eindruck. Das schnelle Konterspiel der Bullen scheint unter Julian Nagelsmann sogar noch besser zu klappen. Auch Lothar Matthäus outete sich schon als "Leipzig-Fan": "Mit Leipzig ist eine Mannschaft dabei, die vielleicht weniger investiert hat als Dortmund oder Bayern, die aber ein gutes Gefüge hat und den anderen beiden wehtun kann", sagte er bei einer Geschäftseröffnung in Berlin.

Bayer Leverkusen: Wie Bayern und Leipzig ist die Werkself noch ohne Niederlage. Nach dem Abgang von Julian Brandt wurde die Mannschaft mit den Hoffenheimern Nadiem Amiri und Karem Demirbay sinnvoll verstärkt. Youngster Kai Havertz steht vor dem Sprung zur Weltklasse. Doch bei der jungen Truppe ist mit Einbrüchen zu rechnen – auch weil die Belastung durch die Champions League dazukommt.

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