Mauersberger und Mölders darunter TSV 1860: Sechzigs Sparkurs - diese Löwen sind Streichkandidaten

Könnten die Löwen im Sommer verlassen (v.l.): Mauersberger, Bonmann, Mölders und Koussou. Foto: Andreas Gebert/dpa, Rauchensteiner (3)/Kunz/Augenklick, AZ

Ab der kommenden Saison muss der TSV 1860 sparen - das trifft den Kader der Löwen-Profis erheblich. Von Hendrik Bonmann bis Sascha Mölders: Die AZ erklärt, welche Spieler die Sechzger im Sommer verlassen könnten.

München - Er kommt also wirklich: der befürchtete Konsolidierungskurs in Giesing. Bleibt die Frage, wie schnell beim TSV 1860 konsolidiert werden kann. Löwen-Boss Günther Gorenzel hatte bereits angekündigt, dass auch an der Mannschaft gespart wird.

Nach AZ-Informationen soll der Etat von rund 4,5 Millionen auf 2,5 bis drei Millionen Euro gesenkt werden. Es gelte, "mehr in die ersten 15 Spieler zu stecken", sagte der Österreicher - und "Talente möglichst schnell heranzuführen". Aktuell ist der Kader 29 Mann stark - die AZ nennt die möglichen Streichlöwen:

Hendrik Bonmann: Gorenzel und Trainer Daniel Bierofka sprechen stets von zwei „Einser-Torhütern“. Doch können sie sich auch weiterhin das Duo leisten? Der frühere Dortmunder Bonmann konnte sich - geplagt von Verletzungen – nie durchsetzen. Für die Fans ist der 22-jährige Marco Hiller, der seit der Kindheit für Sechzig spielt und aktuell Stammkeeper ist, dagegen eine Identifikationsfigur.

Jan Mauersberger: Viel Identifikation - aber zu alt?  

Jan Mauersberger: Viel Identifikation bringt auch der Starnberger mit. Doch "Mauer" wird im Juni 34 – und fiel zuletzt lange wegen einer Gesichtsverletzung aus. Laut Fachportal "transfermarkt.de" gibt es eine beidseitige Vertragsoption über ein weiteres Jahr – aktuell spricht aber nicht viel für eine Verlängerung.

Christian Köppel: Unvergessen sind die Bilder vom 12. Juni 2017. Sechzig bestritt nach dem Doppelabstieg sein erstes Training. Als die Mannschaft auf den Rasen schritt, hatten sich hunderte Löwen-Fans versammelt – bei strömendem Regen. Ein Rentner preschte plötzlich hervor, packte sich Köppel und herzte diesen. Köppel ist Münchner, seine Mutter hatte eine Dauerkarte für Sechzig, als er noch ein Knirps war. Doch: Der Linksverteidiger hat nur ein Spiel in der Dritten Liga bestritten. Ob er sich weiter mit den 1860-Amateuren in der Bayernliga zufriedengibt?

Kristian Böhnlein: Der Franke ist völlig außen vor, kam in der Dritten Liga nur ein Mal zum Einsatz. Gegen Großaspach ereilte den 28-Jährigen auch noch die Höchststrafe, als er ein- und wieder ausgewechselt wurde. Nach AZ-Informationen könnte Böhnlein problemlos an seine Arbeitsstelle bei einer Bank in Bayreuth zurückkehren. Mit Nicholas Helmbrecht hatten sich die Löwen auf eine Vertragsauflösung geeinigt – ein Modell auch für andere Spieler?

Romuald Lacazette: Bisher enttäuscht der Franzose

Romuald Lacazette: Der Franzose enttäuscht. Negativer Höhepunkt: Beim Unentschieden in Münster konnte der 25-Jährige froh sein, dass er für ein brutales Einsteigen nicht die Rote Karte sah. Seither kam er nur in vier von zehn möglichen Partien als Einwechselspieler zum Einsatz. Unwahrscheinlich, dass der Leihspieler fest vom SV Darmstadt 98 verpflichtet wird.

Alessandro Abruscia: In seiner Heimat Stuttgart halten die Experten viel von Abruscia, doch in Giesing läuft es nicht für den 28-Jährigen. Bierofka brachte ihn nur drei Mal in den vergangenen 15 Partien – als Joker. Ob sich mangels Einsatzzeiten ein Abnehmer fände?

Kodjovi Koussou: Gerade mal vier Minuten stand der flinke Rechtsaußen in der Dritten Liga auf dem Platz, er ist verletzungsanfällig. Sein Vertrag endet im Sommer.

Sascha Mölders - er wäre der größte Härtefall

Sascha Mölders: Er wäre der größte Härtefall. Der „Fußballgott“ der Löwen-Fans wird im März 34. Mölders hätte gerne längerfristig unterschrieben, hat aber nur noch einen Vertrag bis Sommer bekommen.

Und: Gorenzel erklärte unlängst auf AZ-Nachfrage, dass "ein Spieler wie Manuel Schäffler sicher sehr, sehr interessant für uns" wäre. Schäffler, Stürmer aus Fürstenfeldbruck und bei Wehen Wiesbaden unter Vertrag, hat eine bessere Torquote (zehn Treffer in 20 Spielen) als Mölders (vier Tore in 23 Partien). Für Schäffler müsste jedoch Platz geschaffen werden.

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