Mannschaften, Duelle, Sendetermine EM-Achtelfinals: Alle Paarungen im Überblick

, aktualisiert am 25.06.2016 - 13:40 Uhr
Wer zieht in die nächste Runde ein und wahrt seine Chance auf den EM-Pokal? Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke der Achtelfinal-Paarungen. Foto: dpa

Die Vorrunde der Europameisterschaft ist vorbei. Dieses Jahr sind so viele Mannschaften wie noch nie in die K.o-Runde eingezogen. Die acht Achtelfinal-Duelle im Überblick.

 

Paris - 24 Mannschaften sind zum Beginn der Vorrunde angetreten, acht sind mittlerweile ausgeschieden. Dank des neuen EM-Modus sind so viele Teams wie noch nie in die spanndene K.o-Phase des Turniers eingezogen. Das Achtelfinale wartet mit einigen Überraschungen auf – vor der EM als klarer Außenseiter abgestempelte Mannschaften wie Nordirland, Island oder Wales kämpfen nun um den Einzug ins Viertelfinale. Jetzt haben die Spieler aber erst einmal Pause – ab Samstag wird dann wieder Fußball gespielt. Die AZ stellt die Duelle zwischen den 16 besten Mannschaften Europas vor.

Schweiz - Polen

Die Schweiz und Polen machen am Samstag den Achtelfinal-Auftakt. Um 15 Uhr wird das Spiel in St.-Etienne angepfiffen. Einen wirklichen Favoriten kann man hier nicht ausmachen – der Zweitplatzierte der Gruppe A trifft auf den Zweiten der deutschen Gruppe C.

Jede Mannschaft hat einen klaren Anführer: Auf polnischer Seite soll Kapitän und Bayern-Stürmer Robert Lewandowski für die Tore sorgen – der 27-Jährige scheint allerdings noch nicht wirklich im Turnier angekommen zu sein, in drei Spielen blieb er bisher ohne Tor. Auf der anderen Seite zieht der ehemalige Gladbacher Granit Xhaka im Schweizer Mittelfeld die Fäden. Die zwei Unentschieden der "Nati" in der Gruppenphase lassen sich vor allem auf die verheerende Chancenverwertung zurückführen.

Hier ist alles möglich. Ein Favorit lässt sich nicht ausmachen – entscheidend wird die Tagesform beider Mannschaften und möglicherweise das nötige Quäntchen Glück sein.

Wales - Nordirland

Mit dieser Achtelfinal-Paarung hätten wohl die Wenigsten gerechnet. Im rein britischen Duell treffen am Samstagabend, um 18 Uhr, Wales und Nordirland aufeinander.

Völlig überraschend sind die Waliser Gruppenerster geworden – noch vor England! Zu verdanken haben sie das vor allem einem: Superstar Gareth Bale von Real Madrid! Mit drei erzielten Treffern ist er neben Spaniens Alvaro Morata derzeit der Top-Torschütze des Turniers. Die Nordiren haben sich in der deutschen Gruppe C auf Platz drei in die K.o.-Phase gerettet. Mit einem Sieg und zwei Unentschieden sowie einer Tordifferenz von null kam die Mannschaft von Trainer Michael O'Neill überraschend ins Achtelfinale. Die nordirischen Fans in Feierlaune mit ihrem Hit "Will Grigg's on Fire" bleiben den Franzosen also noch etwas erhalten.

Favorit gegen sehr defensiv stehende Nordiren ist Wales mit Gareth Bale. Wenn der Flügelspieler eine ähnliche Leistung zeigt wie in der Vorrunde, dürfte den Walisern der Einzug ins Viertelfinale eigentlich nicht zu nehmen sein.

Samstag, 25. Juni, 18 Uhr in Paris – Live in der ARD

Lesen Sie hier: Das sind die elf Erkenntnisse der EM-Vorrunde

Kroatien - Portugal

Das letzte Achtelfinale am Samstag wird zwischen Kroatien und Portugal ausgetragen. Das Duell startet um 21 Uhr in Lens.

Im Fokus beider Mannschaften steht jeweils ein Spieler von Real Madrid: Kroatiens Luka Modric gegen Portugals Cristiano Ronaldo. Kroatien wurde dank des Sieges am letzten Spieltag gegen die starken Spanier sogar noch Gruppenerster, Portugal überzeugte kaum und kam als Gruppendritter mit drei Unentschieden in die nächste Runde. Während Ronaldo in den ersten beiden Spielen blass blieb und wenig zum Spiel der Portugiesen beitragen konnte, zeigte er im letzten Spiel gegen Ungarn seine ganze Klasse. Mit zwei Toren und einer Traum-Vorlage rettete "CR7" seinem Land den Einzug in die K.o-Phase.

Kroatien ist der Favorit – das hätte man so vor der EM vielleicht auch nicht gedacht. Die Mannschaft hat starke Einzelspieler, die zudem in einem stabilen Mannschaftsgefüge etabliert sind. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn sollte Ronaldo seine ansteigende Form beibehalten, wird es ganz schwer für Modric, Rakitic und Co., das Viertelfinale klar zu machen.

Samstag, 25. Juni, 21 Uhr in Lens – Live im ZDF

Frankreich - Irland

Der Gastgeber spielt sein erstes K.o.-Spiel am Sonntagnachmittag. Gegner in Lyon ist dann Irland, die in der "Todesgruppe" mit Italien, Belgien und Schweden Tabellendritter geworden sind.

Anfangs noch als absoluter Top-Favorit auf den Titel gehandelt, stellte sich bei den französischen Anhängern schnell Ernüchterung ein, denn wirklich überzeugend waren die Auftritt der "Équipe Tricolore" nicht. Im Eröffnungsspiel gegen Rumänien rettete ein spätes Tor von Dimitri Payet den Franzosen den Sieg. Es folgte ein 2:0 gegen Albaien und ein 0:0-Unentschieden gegen die Schweiz. Die Iren dürfte man vor dem Turnier wohl als Gruppenletzten auf der Rechnung gehabt haben. Mit einem Unentschieden gegen Schweden, einer Niederlage gegen Belgien und dem 1:0-Sieg in letzter Minute gegen eine italienische B-Elf sicherten sie sich den dritten Platz.

Klarer Favorit dürfte hier Frankreich sein – und das nicht nur wegen des Heimvorteils. Die Franzosen haben die besseren Einzelspieler, überzeugten wenn auch nur zeitweise auf dem Platz. Doch trotzdem ist mit einer Überraschung zu rechnen: Die Iren sind ein unangenehmer Gegner und können mit einem Konter auch schonmal ins französiche Herz treffen.

Sonntag, 26. Juni, 15 Uhr in Lyon – Live im ZDF

Lesen Sie hier: Copa America vs. Euro - Wer hat die schöneren Fans?

 

0 Kommentare