"Keine Frage des Alters" Stoiber: Heynckes allein entscheidet, ob er bleibt

Kennen sich schon lange: Edmund Stoiber und Jupp Heynckes (rechts). Foto: Archivbild imago/Plusphoto

Jupp Heynckes entspannt in dieser Woche daheim in Schwalmtal mit Ehefrau Iris und Schäferhund Cando. Wie lange bleibt er Trainer des FC Bayern? Wenn es nach Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber geht, gibt nur Heynckes selbst die Antwort.

 

München - Für Jupp Heynckes traf es sich ganz gut, dass Dortmund nur einen Katzensprung entfernt ist: Eine gute Stunde Fahrt nach dem 3:1-Triumph im deutschen Clasico, schon hatte der Trainer des FC Bayern wieder seinen Bauernhof in Schwalmtal erreicht, wo unter anderem seine Gattin Iris und Hund Cando auf ihn warteten.

Derweil zerbrechen sie sich beim deutschen Rekordmeister vor allem angesichts der imposanten Startserie des neuen, alten Coaches bereits den Kopf, wie sie den 72-Jährigen zum Bleiben über das Saisonende hinaus bewegen können.

Auch Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber kann sich ein längeres Engagement von Heynckes vorstellen. Mehr noch: Die Entscheidung darüber liege einzig bei dem Trainer selbst. "Es ist sicher keine Frage des Alters", sagte Stoiber beim Sportpresseball in Frankfurt zu t-online: "Aber letztlich muss er das selbst wissen und entscheiden. Wenn es der FC Bayern bei dieser veränderten Situation mit Paris Saint-Germain nochmal an die Spitze Europas schafft, dann mit Jupp Heynckes."

Den Grund dafür, dass es sportlich beim FC Bayern wieder so richtig abgeht, seitdem Heynckes übernommen hat, kennt Stoiber auch: "Jupp Heynckes wird von allen geliebt – von der Mannschaft, von den Fans, vom Vorstand. Es gibt ganz wenige Trainer, die alles und jeden hinter sich vereinen aufgrund ihrer herausragenden Persönlichkeit und einer großartigen Lebensleistung. Und die ist bei Jupp Heynckes noch nicht zu Ende."

Der ehemalige Ministerpräsident weiter: "Die Mannschaft ist wieder voll da. Sie ist wieder austrainiert. Der Trainer ist natürlich ein überragende Persönlichkeit, einer der allerbesten Trainer, die ich kenne. Dass er das nochmal auf sich genommen hat, verdient allergrößten Respekt. Das ist die Freundschaft zwischen Jupp Heynckes, Uli Hoeneß und dem FC Bayern."

Robben: "Es geht weiter, wir sind erst im November"

Auf ihren ersten Erfolgen wollen sich die Bayern aber nicht ausruhen. "Für den Moment ist alles gut, aber wir müssen an uns arbeiten", sagt Arjen Robben, "es geht weiter, wir sind erst im November". Auch Keeper Sven Ulreich betont, dass man "genau da weitermachen" wolle: "Wir wissen, dass wir noch mehr Potenzial haben. Wir wollen die Spiele weiter souverän gestalten und uns verbessern."

Und sein Teamkollege Joshua Kimmich ergänzt: "Wir haben uns eine super Ausgangssituation erarbeitet. Diese Entwicklung müssen wir jetzt bestätigen."

Damit es erfolgreich weitergeht, baut Jupp Heynckes auf den gesamten Kader. "Wenn alle Spieler wieder da sind, werden wir noch attraktiveren Fußball spielen", kündigt er an - und freut sich schon auf die Rückkehr von Manuel Neuer, Franck Ribéry, Thomas Müller und Juan Bernat. "Dann können wir auch auf hohem Niveau rotieren. Man muss einfach dosieren. Das war in den letzten Wochen schwierig."

Lesen Sie hier: Bayern-Doc Braun geht – kommt "Mull" zurück?

 

12 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading