Halbes Heimspiel für Flügel-Star FC Bayern: Serge Gnabrys Rückkehr an einen besonderen Ort

Flügel-Star des FC Bayern: Serge Gnabry Foto: Friso Gentsch/dpa

Als 16-Jähriger versuchte Serge Gnabry in London beim FC Arsenal sein Glück - am Dienstag kehrt er mit dem FC Bayern zurück in seine alte Heimatstadt.

 

London - Für Serge Gnabry ist die Begegnung mit Tottenham ein halbes Heimspiel: Am Montag reiste der gebürtige Stuttgarter in seine einstige Wahlheimat – London calling.

Als 16-Jähriger war Gnabry aus dem Nachwuchs des VfB Stuttgart zum FC Arsenal gewechselt. Den Durchbruch schaffte er bei den Gunners jedoch nicht. Selbst die Leihe zu West Bromwich mit dem Zweck mehr Spielpraxis zu bekommen, wurde vorzeitig beendet. Das Abenteuer Premier League war für den Teenager damals eine Nummer zu groß – genau wie die Konkurrenz in der Arsenal-Offensive. "Ich wollte einfach nicht mehr warten, wollte nicht mehr die vierte oder fünfte Wahl sein", sagte der Flügelstürmer vor dem Champions-League-Spiel der Bayern bei Tottenham der "Daily Mail".

Gnabry über Bremen-Wechsel: "Musste Schritt zurück machen"

Also wechselte Gnabry zu Werder Bremen: "Es war die schwierigste Entscheidung, die ich je im Fußball treffen musste, einen Klub wie Arsenal zu verlassen, diese Fans, die Mitspieler. Um zu spielen, musste ich einen Schritt zurück machen, und letztlich war es auch die richtige Entscheidung."

Über die Leih-Station TSG Hoffenheim (Saison 2017/18) kam er zu Bayern. Gnabry hat sich etabliert, erzielte in bisher 49 Spielen 14 Tore, bereitete zwölf vor. In der Nationalelf ist der 24-Jährige gesetzt, Bundestrainer Joachim Löw sagte: "Bei mir spielt der Serge immer."

Bei Bayern hat Gnabry mehr Konkurrenz. Vertraut Coach Niko Kovac Neuzugang Ivan Perisic auf dem linken Flügel, rückt Stammspieler Kingsley Coman auf rechts. Doch bei Tottenham beginnt Gnabry auf seiner Sahneseite und die ist rechts. Gnabry calling. Nach seinem Tor zum 1:0 beim 3:2 am Samstag in Paderborn sagte er: "Tottenham wird ein ganz anderes Spiel. Natürlich wissen wir, dass wir uns steigern müssen. Ich denke, wir können dort bestehen und ein gutes Spiel abliefern." Und weiter: "Ich weiß, was auf uns zukommt. Um Top-Teams zu schlagen, braucht es vor allem mentale Stärke. Gegen die Spurs werden wir sehen, wie weit wir schon sind."

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