FC Bayern So gut besetzt ist der FC Bayern

Die Bayern-Matrix: Der Bayern-Kader und auf welchen Positionen die einzelnen Spieler agieren könnten. Foto: Nico Emig/FCBlog.in

Blogger von „FCBLogin“ verdeutlichen in einem Schema, auf welchen Positionen der FC Bayern gut besetzt ist – und wo noch Nachholbedarf besteht.

 

MÜNCHEN - Fußball, hat Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mal behauptet, sei keine Mathematik. Das mag sein, aber auf jeden Fall eine Wissenschaft für sich. Und es braucht durchaus Zeit, dieses Gewirr aus Namen, Kästen und unterschiedlich dicken Pfeilen zu entschlüsseln, das der Blogger Nico Emig von „FCBlog.in“ erstellt hat.

Doch wer sich die Mühe macht, der wird belohnt – und versteht recht schnell, wieso die Bayern sich in diesem Sommer ausgerechnet um Ex-Löwen Lars Bender und Europameister Javi Martinez von Athletic Bilbao bemühen. Das Schema, das Emig die „FCB-Matrix“ genannt hat, zeigt den aktuellen Kader des Rekordmeisters, aufgeschlüsselt nach Positionen, Stammplatz-Wahrscheinlichkeit der einzelnen Spieler (je größer das Spielerfeld, desto größer die Startelf-Wahrscheinlichkeit), und, das vor allem, die Variabilität der einzelnen Spieler.

Je dicker der Pfeil, der von einem Spieler zum anderen führt, desto mehr Druck übt der Akteur auf den anderen aus. Neuzugang Xherdan Shaqiri etwa ist laut Trainer Jupp Heynckes vor allem als zentraler offensiver Spielmacher vorgesehen. Allerdings übt er auch Druck auf Arjen Robben und Thomas Müller (Rechtsaußen), Franck Ribéry (Linksaußen), Toni Kroos (wahrscheinlicher zweiter Sechser neben Bastian Schweinsteiger) und sogar auf die beiden Außenverteidiger aus. Betrachtet man das Schema genau, zeigt sich, dass Bayern in dieser Saison vor allem in der Offensive breit aufgestellt ist. Auch Mittelfeld und Innenverteidigung scheinen ausreichend besetzt. Nachholbedarf besteht bei den Außenverteidigern.

In Philipp Lahm, Rafinha und Diego Contento stehen nur drei gelernte Außenverteidiger im Kader. Vor allem für den eigentlich nicht als Stammspieler vorgesehenen Contento gibt es kaum Alternativen, da Heynckes den derzeit verletzten David Alaba mittelfristig eher im Mittelfeld sieht und Mitchell Weiser und Shaqiri vor allem Offensivspieler sind. Lars Bender dagegen hat in der Nationalelf bewiesen, dass er auch als Außenverteidiger eingesetzt werden kann. Eine Sonderrolle nimmt auch Bastian Schweinsteiger ein. Viele dünne Pfeile führen zu ihm hin, keiner aber von ihm weg. Das heißt: Schweinsteiger hat eine feste Position und ist beinahe unverzichtbar. Sollten Martinez und/oder Bender kommen, würde sich das ändern.

 

3 Kommentare