FC Bayern in der Einzelkritik Hertha abgefertigt: Vier Zweier für die Klinsmann-Bezwinger

Coutinho blieb eher blass, freute sich aber trotzdem zu Recht über das wunderschöne Tor von Thiago gegen Berlin. Foto: imago/ActionPictures

Beim 4:0-Sieg in Berlin erzielt Robert Lewandowski sein 20. Saisontor und zieht mit Werner gleich. Wer sonst überzeugte: Die AZ-Einzelkritik.

 

Berlin/München - Es hat ein bisschen gedauert, dann aber liefen die Bayern heiß. Vier Tore in der zweiten Halbzeit gelangen dem Rekordmeister, Robert Lewandowski zog im Kampf um die Torjägerkanone mit Timo Werner wieder gleich. Der FC Bayern in der Einzelkritik.

MANUEL NEUER, Note 3: Der Torhüter und Kapitän will "Protagonist sein, kein Statist", wie er sagt. Rivale Alexander Nübel kommt erst im Sommer von Schalke. Bei Hertha kaum gefordert. Wenn er gebraucht wurde, war Neuer zur Stelle. Frostiger Nachmittag für ihn im Olympiastadion.

BENJAMIN PAVARD, NOTE 3: Rechtsverteidiger, Stammspieler. Sah Gelb für ein zu hartes Einsteigen an der Mittellinie – unnötig (19.). Solider Auftritt des Franzosen, etwas zu bieder in der Vorwärtsbewegung. Deshalb sucht Trainer Hansi Flick ja noch einen neuen Rechtsverteidiger.

JÉRÔME BOATENG, NOTE 3: Darf auch in dieser Transferperiode nicht weg, muss in der Innenverteidigung aushelfen. Gutes Aufbauspiel, mit kleinen Defiziten im Rückwärtsgang, aber insgesamt ordentlich. Wirkte in seiner Heimat Berlin hochmotiviert.

DAVID ALABA, NOTE 2: Der neue Abwehrchef von Flicks Gnaden. Wenn er eine Situation bereinigen musste, dann cool und souverän, blockte die Hertha-Angreifer ab. Klärte in höchster Not vor Selke (62.).

ALPHONSO DAVIES, NOTE 2: 15. Spiel hintereinander von Beginn an, immer über 90 Minuten. Der Linksverteidiger nutzte seine enorme Schnelligkeit für Ballgewinne, schlaue Zweikampfführung. Überzeugte wieder einmal, offensiv wie defensiv.

THIAGO, NOTE 2: Da Kimmich wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlte, rückte der Spanier in die Rolle des Sechsers. Mit Handschuhen und ganz viel Esprit, sehr gute Spieleöffnung mit seinen gechippten Bällen. Sehr engagiert. Und mit einem Traumtor: Knallte den Ball unter die Latte zum 3:0 rein (76.).

LEON GORETZKA, NOTE 4: Fehlte vor der Winterpause zwei Partien verletzt, nun als Achter zurück. Holte sich durch aggressives Anlaufen viele Bälle. Tauchte aber auch immer wieder ab. Immerhin: An Müllers 1:0 beteiligt.

PHILIPPE COUTINHO, NOTE 4: Vom Brasilianer wird in der Rückrunde viel erwartet. Zunächst unauffällig, kaum zu sehen. Dann mit guter Volley-Chance, jedoch zu zaghaft und zu zentral geschossen (35.). Setzte eine Ecke ins Toraus. Schoss deutlich neben das Tor (50.).

THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Da Coman (verletzt) und Gnabry (Bank) nicht dabei waren, als Rechtsaußen aufgeboten. Schwache Hereingaben von dieser Seite, unpräzise. Ein lange Zeit unkonzentrierter Auftritt, Müller steigerte sich aber in der zweiten Halbzeit. Und war schließlich zur Stelle: Nach Perisics Kopfballvorlage vollendete Müller per Linksschuss zum 1:0 (60.).

IVAN PERISIC, NOTE 2: Die Jahresleihe von Inter Mailand suchte immer wieder Lewandowski. Guter Doppelpass des Linksaußen mit dem Polen (25.). Hatte eine gute Kopfballchance (52.) und eine Gelegenheit per Rechtsschuss (58.). Belohnte sich für eine gute Leistung mit dem Kopfballtor zum 4:0 (84.).

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 3 : Leipzigs Timo Werner trifft und trifft, steht nun schon bei 20 Toren. Die Antwort des Bayern-Torjägers nach seiner Leisten-OP: Per Foulelfmeter traf er zum 2:0 (73.). Zuvor war ihm ein Tor weggepfiffen worden, weil er Keeper Jarstein den Ball aus den Händen geköpft hatte (63.). Noch nicht wieder ganz bei hundert Prozent.

Leon Dajaku, Michaël Cuisance und Serge Gnabry kamen zu spät für eine Bewertung.


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