FC Bayern in der Champions League Gegen Porto: Peps glorreiche Fünf

Diese Fünf sollen's gegen Porto richten Foto: dpa/firo/Rauchensteiner/Augenklick

Bei den verletzungsgeplagten Bayern können im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto diese Spieler die Hauptrolle übernehmen: Rafinha, Dante, Bernat, Thiago und Lewandowski.

 

München - Kurz stockte den Passagieren der Sondermaschine LH 2572 am Dienstagvormittag der Atem am Münchner Flughafen. Es passierte auf dem Rollfeld: ein Knall wie bei einem Sturz. Bloß keine Verletzten mehr!

Der FC Bayern ist ja genug gebeutelt. Schnell konnte Entwarnung gegeben werden: Der Rollkoffer von Paul Breitner, dem Markenbotschafter des Vereins, hatte lediglich einen Kratzer abbekommen. Mit nur noch 17 Mann plus Junioren-Torhüter Ivan Lucic war Trainer Pep Guardiola bereits einen Tag zuvor nach Portugal gereist. Alle Aufmerksamkeit soll dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto gelten. Bastian Schweinsteiger fehlt, die Flügelstürmer Arjen Robben und Franck Ribéry ebenso, auch Verteidiger Medhi Benatia, Alleskönner David Alaba und Dauer-Rehapatient Javi Martínez sind unpässlich. Wenig Personal, doch keinerlei Ausreden.

„Eine Gruppe, klein aber fein, kann auch sehr viel Kraft entwickeln“, sagte Sportdirektor Matthias Sammer. Natürlich sind am Mittwoch (20.45 Uhr, ZDF und Sky) die Schlüsselspieler wie Kapitän Lahm, Keeper Manuel Neuer oder Freigeist Thomas Müller besonders gefordert. Doch diesmal kommt’s im „Estádio do Dragão“ auf fünf Profis besonders an, die sonst nicht ganz so wie Ribéry, Robben und Co. im Rampenlicht stehen. Sie sollen die glorreichen Fünf werden.

Rafinha (29): In Porto darf der Brasilianer zurück auf seine gewohnte Position: Rechtsverteidiger. Weil Jérôme Boateng gegen Frankfurt (3:0) geschont wurde, musste Rafinha den rechten Innenverteidiger geben. Ohne Fehl und Tadel, dafür mit Applaus und Lob. „Rafinha ist ein besonderer Spieler“, begann Guardiola, „ihm sagst du: ‚Spiel’ linker Außenstürmer‘, dann wird er das spielen, so gut wie möglich.“ Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sagte: „Klein an Statur, groß an Herz.“

Juan Bernat (22): Der Mann ist Dauerläufer, Fast-Immer-Spieler und perfekter Pep-Spieler in einer Person. Guardiola liebt diesen wendigen, taktisch cleveren und höchst ballsicheren Spielertypen. „Er hat eine Regeneration wie nichts“, sagte Guardiola über seinen Landsmann und meinte bewundernd: „Er ist immer da.“ Und sichert die linke Seite souverän ab.

Dante (31): Vor vier Wochen wurde der Brasilianer wegen eines äußerst schwachen Auftritts in Hannover (3:1) nach nur 30 Minuten ausgewechselt, seine Zeit bei Bayern schien abgelaufen. Seit dem 1:0 in Dortmund, als Dante überraschend in der Dreierkette aufgestellt wurde, hat er sich gefangen. „Dante spielt abgeklärt“, meinte Sammer, „er hat sich nicht hängen lassen und stattdessen gesagt: ‘Ich trainiere jeden Tag, als würde es kein morgen geben.’“ Er soll mit Rückkehrer Boateng die Abwehr zusammenhalten.

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Thiago (24): Es ist das erste Champions-League-Spiel des Spaniers seit März 2014. „Ein genialer Fußballer, der Fähigkeiten hat, die andere nicht haben“, lobte Rummenigge. Und Sammer schwärmte: „Physisch hat er vielleicht die beste Voraussetzung all unserer Spieler. Die psychologische Komponente kommt noch hinzu. Er ist happy, dass er wieder fit ist, strotzt vor Begeisterung.“ Thiagos Spaß am Spiel soll sich auf die gesamte Mannschaft übertragen.

Robert Lewandowski (26): Der Torjäger ist in Top-Form, hat bereits 16 Bundesliga-Treffer erzielt. Nun will er seine Bilanz in der Königsklasse aufbessern. Nur drei Tore in acht Spielen – Nachholbedarf. Das Fehlen von Robben und Ribéry sowie die Verlagerung des Spielaufbaus in die Mitte kommt ihm entgegen. „Lewy hat große Qualität, war immer wichtig für uns – jetzt zahlt sich das aus“, meinte Kapitän Lahm. „Die Anlagen zur absoluten Weltklasse sind da“, lobte Sammer. Nun soll er den FC Porto „erlegen“.

 

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