FC Bayern: Die Matchwinner Kopfballungeheuer Franck!

Franck Ribéry und Arjen Robben reißen gegen den 1. FC Nürnberg das Spiel an sich und treffen zum 2:0-Sieg. Ribéry entdeckt dabei ungeahnte Qualitäten.

 

München - Seinem Kopfballtreffer ließ Franck Ribéry einen Jubellauf die Seitenlinie runter bis zur Bank folgen. Das Trikot ließ er schon am Fünfmeterraum hinter sich, vor der Haupttribüne klopfte er sich mehrfach mit der Faust auf die Brust, bevor er im Jubel der Bayern-Bank unterging.

"Ich bin zu Rafinha und Claudio Pizarro gelaufen, es war sehr außergewöhnlich. Der Jubel war für alle, für die Fans, die Mannschaft, die Trainer", sagte Ribéry hinterher über das wichtige - weil erlösende - 1:0 im Derby gegen den 1. FC Nürnberg (69.). Philipp Lahm hatte die Konfusion nach einem Querpass von David Alaba quer durch den Strafraum genutzt und zielgenau von rechts auf Ribérys Kopf geflankt.

Ribéry, das Kopfballungeheuer. "Das war komisch für mich, mir tut jetzt auch ein bisschen der Kopf weh...", scherzte er über seinen 54. Bundesliga-Treffer im Bayern-Trikot. Und Bastian Schweinsteiger meinte ob der Erweiterung von Riberys Repertoire: "Na wenn er jetzt nicht Europas Fußballer des Jahres wird..."

Am Donnerstag wird dieser Titel in Monaco vergeben, Ribéry ist neben Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Real Madrid) in der engeren Wahl. "Ich würde es ihm wünschen. Er hat eine sehr, sehr gute Saison gespielt, wir haben viele Titel geholt", sagte Schweinsteiger.

"Ich weiß nicht, ob das Nürnberg-Spiel noch in die Wahl einfließt. Ich drücke ihm die Daumen. Wen muss man da bestechen?", meinte Thomas Müller. Europas Fußballer des Jahres wird von Journalisten gewählt.

"Ich wünsche ihm, dass er verdient Europas Fußballer des Jahres wird", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. "Man hat auch heute wieder gesehen, dass er wirklich Extraklasse darstellt. Es wäre schön, wenn das auch europaweit so gesehen werden würde."

Für den Franzosen war es der 18. Ligasieg in Folge, wenn er auf dem Platz stand - damit löste er Roy Makaay als Rekordseriensieger der Bayern ab.

Noch schöner als Ribéry traf anschließend noch Arjen Robben. Der Niederländer schnappte sich rechts außen den Ball, ging an drei Nürnbergern vorbei und schob Torwart Raphael Schäfer dann auch noch den Ball durch die Hosenträger - linker Innenpfosten, drin (78.). Dabei kann Robben doch eigentlich gar nicht Hinrunden, war meistens verletzt. Nun schon sein zweiter Treffer.

"Ein Derby ist immer schwierig. Wir haben in der ersten Halbzeit hart arbeiten müssen", sagte Ribéry zum 2:0-Sieg. "Aber in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut attackiert, einen anderen Rhythmus gefunden und mehr nach vorne gespielt."

"In der zweiten Halbzeit haben wir wunderbaren Fußball gespielt, wir hätten vier oder fünf Tore erzielen können", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. "Vor allem wenn Franck und Arjen den Ball haben, können wir schnell angreifen", sagte Trainer Pep Guardiola.

Der hatte sogar noch ein Lob für einen anderen übrig: "Ich bin stolz auf Mario Mandzukic. Weniger wegen der Leistung heute, sondern eher wegen seiner guten Vorbereitung und seiner Performance generell."

 

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