FC-Bayern-Boss spricht Klartext Rummenigge verlangt Konkurrenz und deutet Transfer an

Bosse des FC Bayern: Uli Hoeneß (li.) und Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Sammy Minkoff/Augenklick

Wunsch nach Wettbewerb: Karl-Heinz Rummenigge ermutigt die Bundesliga-Konkurrenz in einem Interview zu mehr Gegenwehr gegen seinen FC Bayern. Gleichzeitig erneuert der Vorstandsboss der Münchner zum x-ten Mal seine Kritik an der DFL.

München - Karl-Heinz Rummenigge gibt sich seit Monaten als Mahner im deutschen Fußball.

So tat es der Vorstandsboss des FC Bayern nun auch vor dem 3. Spieltag der Bundesliga, an dem die Münchner an diesem Samstag (15.30 Uhr, im AZ-Liveticker) Bayer Leverkusen empfangen. Und damit einen potentiellen Konkurrenten in der Meisterschaft.

FC Bayern enteilt schon wieder

Doch während die Bayern mit zwei Siegen aus zwei Spielen samt Torverhältnis von 6:1 gestartet sind, hat die Werkself null Punkte und 1:5-Tore vorzuweisen. Freilich zu wenig für einen Wettbewerb mit dem schier übermächtigen Rekordmeister (Lesen Sie hier: Sieben Spiele in 22 Tagen - FC Bayern steht vor Hammer-Herbst).

Rummenigge ermutigte die Bundesliga-Konkurrenz nun selbst zu mehr Gegenwehr gegen den FC Bayern. Wohl auch aus Eigeninteresse, um die Schlagzahl bei der eigenen Mannschaft mit Blick auf die Champions League hochzuhalten.

"Wir sind sehr an Konkurrenz interessiert. Ich würde nicht empfehlen, das Fell des Bären bereits nach dem 2. Spieltag zu verteilen. Ich glaube nicht, dass die Konkurrenz die Flinte ins Korn werfen wird. Wir müssen weiter konzentriert arbeiten", meinte der Bayern-Boss im Interview mit dem klubeigenen Sender FCB-TV.

Rummenigge spricht über großen Transfer

Ohne Frage habe der FC Bayern aufgrund der sportlichen Erfolge der letzten zehn Jahre und der daraus resultierenden Einnahmen einen kleinen Wettbewerbsvorteil, sagte der 62-Jährige weiter: "Aber Geld muss man auch klug anlegen."

Mit Blick auf die internationale Konkurrenz schloss er derweil zum wiederholten Male einen großen Transfer - wohl im hohen zweistelligen Millionenbereich oder darüber - künftig nicht aus.

"Wir haben Douglas Costa verkauft, Sebastian Rudy und Juan Bernat abgegeben. Ordentlich Geld in die Kasse gekriegt. Wir haben die finanziellen Mittel, um einen großen Transfer zu machen", erklärte der einstige Nationalspieler. "Wenn wir die Notwendigkeit sehen, ist das möglich. Das lässt uns alle mit Ruhe und Optimismus in die Zukunft schauen." Was schon wieder wie eine Drohung an die Bundesliga klang.

Von dieser verlangte er erneut zudem mehr Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich. Konkret zielte seine Kritik auf die Deutsche Fußball Liga (DFL) ab, von der Rummenigge mehr Innovationskraft erwartet.

"Bundesliga ist in einem internationalen Wettbewerb"

"Die Bundesliga ist in einem internationalen Wettbewerb mit Italien, Spanien und England. In Frankreich gibt es mit Paris St. Germain auch einen großen Klub. Diesem Wettbewerb muss man sich stellen", sagte er und meinte weiter: "Was ich hier vermisse? Mir fehlen bei der DFL Visionen und Pläne. Wir sind in vielen Bereichen gut. Aber mir fehlt ein bisschen die Vision - wo will die Liga hin? Und wie kommt sie dorthin?"

Rummenigge erhöhte nochmal den Druck auf die DFL: "Am Ende des Tages wird es wichtig sein, dass wir alle unseren Wörtern auch Taten folgen lassen." Damit der FC Bayern national wieder mehr Konkurrenz hat. Und die Bundesliga dadurch international wieder konkurrenzfähiger wird.

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