Die verflixte Sieben Das spricht für den Meistertitel des FC Bayern

Es wird heiß zum Saisonabschluss: Der FC Bayern will den siebten Liga-Titel in Folge – insgesamt wäre es der 29. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Der FC Bayern kann gegen Eintracht Frankfurt die siebte Meisterschale in Folge holen. Von Kovacs Motivation über den Heimvorteil bis zu Titelhamster Ribéry: Diese sieben Gründe sprechen für die Meisterschaft.

 

München - Rudi Carrell wusste, wie Entertainment funktioniert. Fast jede Samstagabend-Show ein Kracher. Nach dem Ende von "Am laufenden Band" präsentierte der Holländer ab 1984 "Die verflixte 7", in der es 77,77 DM pro erspieltem Punkt für die Kandidaten gab. Diesen Samstag steigt das beste Unterhaltungsprogramm bereits ab 15.30 Uhr, wenn im Titel-Fernduell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund die Entscheidung fällt.

Den Münchnern reicht gegen Eintracht Frankfurt ein Punkt, der BVB muss in Mönchengladbach gewinnen – darf aber nur dann den ersten Schalen-Coup seit 2012 feiern, wenn die Bayern verlieren. Für die Mannschaft von und um Cheftrainer Niko Kovac steht die siebte Meisterschaft hintereinander auf dem Spiel.

Ab 2013 war man mindestens bereits am vorletzten Spieltag durch, ob unter Jupp Heynckes (2013 und 2018), Pep Guardiola (2014-‘16) oder Carlo Ancelotti (2017). Beim 0:0 vergangenen Samstag in Leipzig vergab Bayern den ersten Meister-Matchball. Wird dieser Titel, es wäre Nummer 29 insgesamt, zur "verflixten 7"? Kovac hoffnungsvoll: "Anspannung und Fokus bei uns sind sehr groß. Es erinnert mich an das Spiel gegen Dortmund (5:0, d.Red.), und das ist sehr gut." Die AZ nennt sieben Gründe für Bayerns siebten Streich in Serie:

Siebte Meisterschale in Folge für FC Bayner?

Kovacs Motivation: Es könnte das letzte Heimspiel des Bayern-Trainers sein. Das Portal "Spox" berichtete, dass der 47-Jährige in jedem Fall nach Saisonende gehen muss. Als Nachfolger gelten Ex-Bayern-Profi Mark van Bommel, aktuell Trainer in Eindhoven, und Erik ten Hag, Coach bei Champions-League-Halbfinalist Ajax Amsterdam, der von 2013 an zwei Jahre Trainer bei Bayern II in der Regionalliga war. Bayern dementierte. "Einen solchen Beschluss gibt es nicht. Diese Meldung ist eine totale Ente", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der "Bild". Nach AZ-Informationen ist die Entscheidung über Kovac nicht endgültig gefallen. Sein jedoch wahrscheinliches Aus würde man ohnehin erst nach dem Pokalfinale (25. Mai) gegen Leipzig bekanntgeben.

Der Heimvorteil: Nach zwölf auswärts gewonnenen Meisterschaften hat man endlich ein Endspiel in der Allianz Arena, ein "Finale dahoam". Und diesmal soll es, anders als im Champions-League-Finale 2012 gegen den FC Chelsea, kein tragisches Ende nehmen. Kovac appelliert an die Fans: "Ich hoffe auf eine Unterstützung, die es so in München noch nie gab."

Nicht nochmal Frankfurt: Im Mai 2018 gewann Kovac mit der Eintracht den DFB-Pokal – gegen seinen heutigen Arbeitgeber. Die Hessen verdarben den Münchnern das Double und damit den Saisonausklang. Das wollen die Bayern unbedingt verhindern, um nicht mit einer Titel-Depression ins Pokalfinale zu gehen.

BVB-Gegner Gladbach: Wie Frankfurt kann auch Mönchengladbach, aktuell auf Platz vier, die Champions League erreichen. Weil Leverkusen mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC eine vermeintlich leichte Aufgabe hat, muss Gladbach gegen Dortmund gewinnen. Trainer Hecking will sich mit dem Erreichen der Königsklasse verabschieden.

Die Abschiedstränen: Die Teamkollegen wollen den scheidenden Altstars Arjen Robben, Franck Ribéry und Rafinha – allesamt Einwechselkandidaten – einen würdigen Abgang samt Schale bescheren. Gänsehaut garantiert. "Ich habe das Spiel schon dreimal in meinem Kopf durchgespielt", sagt Robben. Mit zwei Toren, dann wären es 100 in der Liga.

Die Titelhamsterer: Für Ribéry wäre es Schale Nummer acht – und der Franzose alleiniger Rekordhalter. Javi Martínez kam 2012, wurde seitdem IMMER Meister. Kingsley Coman will seine beeindruckende Serie fortsetzen. Seit er 2013 bei Paris Saint-Germain zu den Profis aufrückte, holte er jedes Jahr die Meisterschaft: 2013 und 2014 mit PSG, 2015 mit Juventus Turin in der Serie A, ab 2016 mit den Bayern. Nun wäre es seine siebte Meisterschaft in Folge. Mit 22 Jahren!

Die Frischlinge: Serge Gnabry und Leon Goretzka, Bayerns zweit- und drittbester Ligaschütze hinter Robert Lewandowski (22 Treffer) sowie Talent Alphonso Davies hätten etwas Besonderes zu feiern: ihre Premieren-Meisterschaft.

Bei Bayern ist man damit Außenseiter.

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