Die Pläne des FC Bayern Franck Ribéry und Arjen Robben: Die doppelte Zugabe

Weiter unverzichtbar für den FC Bayern: Franck Ribéry (links) und Arjen Robben, die neue Verträge erhalten. Foto: sampics/Augenklick

Die Rente muss noch ein bisschen warten: Franck Ribéry und Arjen Robben erhalten neue Verträge beim FC Bayern. Das Duo soll in Zukunft die Nachfolger Kingsley Coman und Serge Gnabry ausbilden.

 

München - Das Publikum erhob sich in dieser 71. Minute. Thiago, der am Mittwoch 27 Jahre alt wurde, betrat das Spielfeld. Doch die Liebesbekundungen der Bayern-Fans galten vor allem ihm: Franck Ribéry.

Der Franzose, der erneut eine starke Partie gegen den FC Sevilla geboten hatte, bedankte sich mit Applaus bei den Zuschauern, dann klatschte er müde, aber glücklich mit Trainer Jupp Heynckes ab. Ribéry wusste in diesem Moment, dass es nicht sein letzter Auftritt auf der großen Bühne Champions League gewesen war. Das rundete den Abend für ihn ab.

Weiter mit Robbéry? FC Bayern hält still

Mindestens zwei Spiele sind es für Ribéry und die Bayern noch in dieser Königsklassen-Saison. Und es werden weitere folgen für den Monsieur – in der kommenden Spielzeit. Nach Informationen des Kicker wird Ribéry seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängern. Was sich lange angedeutet hatte, soll noch in dieser Woche beschlossen werden. Von den Bayern gab es zunächst keine Bestätigung.

Schon nach dem Gewinn der 28. deutschen Meisterschaft am vergangen Samstag hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge Ribéry und auch Arjen Robben Hoffnungen Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung gemacht. "Das Entscheidende ist, wie sie spielen. Und beide spielen erstklassig", sagte Rummenigge. Gegen eine Vertragsverlängerung mit den Offensivstars spreche "nicht viel".

Ribéry und Robben: Die Leistung stimmt

Nun sollen die Unterschriften erfolgen – auch im Fall Robben ist die Entscheidung offenbar gefallen. Laut Sport Bild erhält auch der Niederländer einen neuen Vertrag bis 2019. Robben, dessen Vater und Berater Hans mit den Bayern-Bossen verhandelte, hatte wie Ribéry Angebote anderer Klubs vorliegen. Doch er entschied sich für Bayern.

Der Aufsichtsrat soll zu beiden Personalien bereits seine Zustimmung gegeben haben. Die Nachfolge der beiden Klub-Legenden wird also weiter aufgeschoben – weil die Leistung nach wie vor stimmt. Gegen Sevilla wusste vor allem Ribéry mit Dribblings zu gefallen, und mit einem knallharten Rechtsschuss, der die Fäuste von Torhüter David Soria glühen ließ (38. Minute).

Robben war sehr engagiert, übertrieb es allerdings mit seinen Einzelaktionen. "Sie wissen genau, dass das eine Phase ist, in der wir absolut top sein müssen", hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes seine Oldies vor der Partie gelobt: "Physisch, psychisch und bei den Emotionen."

Ribéry (35) und Robben (34) erfüllen die hohen Bayern-Erwartungen auch im Spätherbst ihrer Karrieren. Ab der kommenden Saison werden sie zudem Sonderaufgaben übernehmen: Kingsley Coman (21) und Serge Gnabry (22) sollen von den Altstars lernen, um sie dann – auf Sicht – zu beerben.

Ribéry und Robben: Vorbild und Ausbilder

Wie der Kicker berichtet, habe sich Ribéry mit dieser Ausgangslage abgefunden und signalisiert, "dass er sich im Sinne des Gesamterfolges einbringen wird". Heißt: Der Franzose will weiter um die Startelf kämpfen, aber auch ohne Meckern auf der Bank Platz nehmen.

Ob das klappt? In der Vergangenheit reagierte Ribéry oft wütend, wenn er ausgewechselt wurde oder nicht von Beginn an spielte. Bei Robben war es ähnlich.

Klar ist: Coman und Gnabry, der aktuell noch an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen ist, werden Einsatzzeit bekommen. Hoffenheims Geschäftsführer Frank Briel bestätigte der Bild, dass Gnabry ab Sommer definitiv für Bayern spielen werde. Um von Ribéry und Robben zu lernen. Und sie herauszufordern.

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