Die Noten für die Roten Einzelkritik: Die Bayern beim 1:1 gegen Hoffenheim

, aktualisiert am 05.11.2016 - 18:50 Uhr
Die Bayern gegen die TSG 1899 Hoffenheim: Die Noten für die Ancelotti-Schützlinge in der Einzelkritik zum Durchklicken. Foto: dpa/augenklick

Einmal die Fünf, einmal die Note Zwei - und dazwischen sehr viel Mittelmaß. So sah der AZ-Reporter die Leistung der Bayern-Spieler beim 1:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Die Einzelkritik.

 

München - Bayern München hat im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga beinahe seinen Meister gefunden. Der über weite Strecken bemerkenswert lasch wirkende Titelverteidiger kam gegen ein starkes 1899 Hoffenheim lediglich zum dritten Unentschieden in der laufenden Saison und kann nach dem 1:1 (1:1) gegen die Kraichgauer am Sonntag nach Punkten von Aufsteiger RB Leipzig eingeholt werden. Die danach folgenden Länderspielpause kommt dem deutschen Rekordmeister allem Anschein nach gerade recht.

Kerem Demirbay (16.) hatte die Hoffenheimer in Führung gebracht, sein Mannschaftskollege Steven Zuber mit einem Eigentor ausgeglichen (34.). Eigene Großchancen hatten der FC Bayern vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena kaum. Hoffenheim stand hinten gut und spielte mutig und entschlossen nach vorne, was die Gastgeber wiederholt in Verlegenheit brachte. Auch nach dem Ausgleich setzte die TSG um den starken Kapitän Sebastian Rudy immer wieder Nadelstiche, die Bayern waren überlegen, wirkten aber uninspiriert im Bemühen, ein Tor zu erzielen.

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Der engagierte Rafinha, der neben Juan Bernat für Philipp Lahm und David Alaba in die Anfangself gerückt war, hatte nach einer knappen Viertelstunde und glänzender Vorarbeit von Robert Lewandowski eine erste große Chance für die Münchner, Torhüter Oliver Baumann parierte (14.). Fast im Gegenzug bestrafte Demirbay mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze den Schlendrian in der Hintermannschaft des FC Bayern. Torwart Manuel Neuer schimpfte mit seinen indisponierten Vorderleuten. Hinten wie vorne fehlte dem Rekordmeister, bei dem Thomas Müller bis zur 68. Minute draußen saß, oft die Konsequenz, vor allem in den Zweikämpfen, auch die Abstimmung passte nicht.

Das Spiel nach vorne sah bisweilen unstrukturiert aus, Überraschungsmomente fehlten - nur bei Vorstößen von Douglas Costa über links wurde es gefährlich. So auch nach einer guten halben Stunde, als Zuber eine scharfe Vorlage des Brasilianers vor dem einschussbereiten Lewandowski ins eigene Tor lenkte. Das Bemühen, ihre optische Überlegenheit für weitere eigene Treffer zu nutzen, war dem FC Bayern nicht abzusprechen, allein: Es fehlte an einem Plan, an einem Lösungsansatz und: an der letzten Entschlossenheit und das Glück. Da konnte auch Müller, der in der 79. Minute mit einem Kopfball an Schlussmann Oliver Baumann scheiterte, nicht mehr helfen. Mats Hummels hatte in der 87. Minute mit einem Pfostentreffer Pech, in der Nachspielzeit traf Müller ebenfalls den Pfosten.


Uli Hoeneß im Exklusiv-Interview mit der AZ: "Ich bin demütiger geworden"

"Ja, ich habe mich verändert. Ich bin nachdenklicher und auch demütiger geworden." Das sagt der Bald-Wieder-Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, über seine zurückliegende Lebensphase. Außerdem äußerte er sich unter anderem zur Dominanz des Klubs in der Bundesliga und zu den Vertragsverhandlungen im Falle Robert Lewandowski. Über die schwierige Situation für Bastian Schweinsteiger bei Manchester United sagt Hoeneß: "Schweinsteiger ist ein grandioser Mensch und war ein grandioser Spieler für Bayern München. Schade, dass sie ihm das antun."

 

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