DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen FC Bayern: Eine Herzensangelegenheit

Zwei, die bei den Bayern vorangehen: Kapitän Philipp Lahm (l.) und Thomas Müller. Foto: dpa

„Kopf, Herz, Leidenschaft“ fordert Bayern-Trainer Pep Guardiola gegen Leverkusen – denn die Zauberer wie Robben und Ribéry fehlen. Die AZ checkt die Mannschaft auf Kampfgeist und Wille.

 

München - Ohne seine Künstler Arjen Robben, Franck Ribéry und David Alaba fehlt dem FC Bayern dreifache Weltklasse. Es fehlen Dynamik und Kreativität. Heißt: Weniger Zauberei, mehr malochen. Der von Kapitän Philipp Lahm als „Arbeitssieg“ titulierte 1:0-Erfolg gegen den BVB in der Liga war alles – nur nicht schön.

„Wir müssen uns anpassen“, erklärte Bayern-Trainer Pep Guardiola vor dem anstehenden Duell am Mittwoch gegen Bayer Leverkusen im Viertelfinale des DFB-Pokals (20.30 Uhr, ARD, AZ-Liveticker). Auf was es jetzt ankomme? „Kopf, Herz, Leidenschaft, Desire! Fußball ist auch hart.“ Thomas Müller ergänzte: „Es ist ein K.o.-Spiel, da geht es auch ein bisschen um die Eier.“ Die AZ erklärt, wer derzeit und beim anstehenden Pokal-Kracher gegen die Werkself in Sachen Kampfgeist, Herz und Leidenschaft vorangehen kann.

Manuel Neuer: Zum Welttorhüter schwingt man sich kaum ohne besagte Tugenden auf. Absoluter Vollprofi.

Pepe Reina: Platzhalter in Fußballer-Altersteilzeit, durfte bisher nur in der Liga gegen Bremen ran (4:0). Wäre er noch heißer, hätte er sich einen anderen Klub gesucht – oder macht es im Sommer.

Rafinha: Hartnäckig und giftig. Kann die Nachfolge Lahms bisher gut stemmen. Besser, als ihm mancher zugetraut hätte.

Jérôme Boateng: Früher öfter durch übermotivierte Grätschen aufgefallen, mittlerweile die Balance gefunden. Guardiola: „Er ist einer der besten drei Innenverteidiger der Welt. Er ist ein Top-Spieler. Top! Top! Top!“ Noch Fragen?

Dante: Vom Typ her ein (Zwei-)Kämpfer. Erst raus aus der Startelf, zuletzt zurückgekämpft und ein Sonderlob von Guardiola kassiert. Doch oft anfällig unter Druck.

Holger Badstuber: Nach seinen beiden Kreuzbandrissen 2013 allein in puncto Willenskraft ein Musterbeispiel.

Medhi Benatia: Als Verteidiger zweikampfstark – klar. Ansonsten bisher (zu) unauffällig.

Bayer gegen Bayern im DFB-Pokal - Das sagt die Statistik

Juan Bernat: Hinrunden-Dauerbrenner, nach Alabas Rückkehr mit Verschnaufpausen. Jetzt wieder ununterbrochen gefragt.

Xabi Alonso: Chef-Stratege, und Ballverteiler. Leader-Qualitäten? Ja, aber kein Dauerläufer.

Philipp Lahm: Guardiola über den Kapitän: „Er ist ein Exempel für mich und das Team. Wichtig ist: Er ist da.“ Klingt nach GAL (größtes anzunehmendes Lob). Muss – noch zweikampfstärker werden als gegen den BVB (36 %).

Sebastian Rode: Ein Giftzwerg, wie er sagt. Meist auf der Bank, steht aber als kratzende und beißende Alternative bereit.

Thiago: Nach langer Leidenszeit mit Comeback-Tränen. Paart Eleganz mit Zweikampfstärke. Guardiola: „Sein bestes Talent ist seine Persönlichkeit.“

Thomas Müller: Verausgabt sich regelmäßig bis zur totalen Erschöpfung, aber nicht nur das: „Er ist immer positiv, er hat eine super Mentalität. Damit ist er sehr wichtig für den Verein“, erkennt sein Trainer.

Mario Götze: Kann als Dribbler mit feiner Technik glänzen. Aber als leidenschaftlicher Kämpfer? Eher selten.

Robert Lewandowski: Rieb sich in Dortmund gegen Hummels und Subotic auf und wurde durch sein Tor zum Matchwinner. Ihm fehlt die Körpersprache, wenn’s mal nicht läuft.

Claudio Pizarro: Früher Musterprofi. Heute ringt er meist mit seinem alternden Körper um die Fitness.

 

1 Kommentar