Deutschland bei der WM 2018 Auftakt gegen Mexiko: Auf diese Spieler kommt's jetzt an!

Gefordert (v.l.): Die Nationalspieler Marco Reus, Timo Werner, Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Toni Kroos. Foto: GES/firo/Augenklick/AZ

Toni Kroos, Timo Werner, Manuel Neuer, Marco Reus und Jérôme Boateng stehen zum Auftakt gegen Mexiko besonders im Fokus. Die AZ erklärt, worauf es bei dem DFB-Quintett ankommt.

Moskau - 20 Jahre ist es her, dass eine deutsche Nationalelf letztmals ohne Mittelstürmer Miroslav Klose in eine WM gegangen ist. 1998 in Frankreich bildeten Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff den DFB-Angriff, als Joker standen Ulf Kirsten und Olaf Marschall zur Verfügung. Klingt nach Ewigkeit, diese zwei Jahrzehnte.

Klose, der letzte Woche seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, arbeitet auch während der WM in Russland im Trainerstab von Joachim Löw. Als Coach der Offensivspieler, als Ratgeber, als Ansprechpartner. Mit neun der 23 Auserwählten hat Klose vor vier Jahren in Brasilien den WM-Titel geholt, danach trat er zurück.

Tore müssen her im Auftaktspiel der deutschen Nationalelf am Sonntag im Luschniki-Stadion gegen Mexiko (17 Uhr, ZDF, Sky und im AZ-Liveticker). Dafür hauptsächlich zuständig: Timo Werner (22), der Mittelstürmer von RB Leipzig. Der WM-Debütant ist einer von fünf Mann aus der DFB-Startelf gegen die Mexikaner, auf den es ganz besonders ankommen wird.

Die AZ beleuchtet das Quintett, das auf der Jagd nach dem fünften Stern eine zentrale Rolle unter Bundestrainer Joachim Löw spielen dürfte.

Timo Werner, die Sturmhoffnung

Der gebürtige Stuttgarter hat in 14 Länderspielen schon acht Treffer erzielt – zum Vergleich und zur Einordnung: Klose in 24 WM-Partien 16 Tore. Ein Rucksack, mit dem Werner aufläuft? Er sieht das nicht so. "Ich fliege noch etwas unter dem Radar, kann eigentlich nur gewinnen", meint Werner, "das ist mein großer Vorteil." Leichtigkeit hilft. Und Rückendeckung vom mit 16 Toren Führenden der ewigen WM-Torschützenliste. "Timo kann irgendwann in die Weltspitze kommen, weil er diese Dynamik hat", schwärmt Klose vom Torschützenkönig des Confed Cup 2017 (drei Treffer).

Marco Reus, der gute, alte Neuling

Von britischen Medien "Rolls-Reus" getauft, könnte der 29-Jährige das große Plus im Kader von Löw sein. Auf die WM 2014 musste der Dortmunder Flügelspieler kurz vor knapp wegen einer Verletzung verzichten, nun kann er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins endlich unter Beweis stellen. Beim schwachen 2:1 im letzten Test gegen Saudi-Arabien war er Deutschlands Bester. Nun sollen weitere zu seinen bisher erst neun Länderspiel-Toren (in 31 Matches) hinzukommen.

Toni Kroos, die Passmaschine

Mit Real Madrid gewann der 28-Jährige vor drei Wochen seinen vierten Champions-League-Titel. Seine Ruhe, Ausstrahlung und Ballsicherheit sind für die Struktur und die Stabilität des Aufbauspiels der DFB-Elf fundamental. An ihm orientieren sich die Mitspieler. "Er ist ein Paradebeispiel, wie man sich über Jahre hinweg dieses Leistungsniveau erarbeitet und dann auch halten kann", so Löw. Kroos, bisher 12 Tore in 83 Länderspielen, ist ein Kandidat für den Goldenen Ball, mit dem der beste Spieler der WM ausgezeichnet wird.

Jérôme Boateng, der Schrank

Auf den Noch-Bayer (29) werden alle Augen gerichtet sein. Erstens wegen seiner langwierigen Adduktoren-Verletzung, ob er wirklich zu 100 Prozent fit ist und zweitens nachdem er von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ins Sommertransfer-Schaufenster gestellt wurde. Bei der EM 2016 erzielte Innenverteidiger Boateng das bis heute einzige Tor in seiner Nationalelf-Karriere, traf im Achtelfinale gegen die Slowakei (3:0) zum 1:0.

Manuel Neuer, die Wand

Der 32-Jährige soll die Null halten. Nach seinem mehrmaligen Fußbruch ist der Kapitän fit. "Ich bin guter Dinge, habe überhaupt keine Probleme und keine Schmerzen", sagte Neuer in der "ARD". Der Weltmeistertorwart bei 100 Prozent – kann also losgehen.

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