Boateng bleibt beim FC Bayern Ist Hummels auch in Stuttgart außen vor?

Im Abschiedsspiel für Bastian Schweinsteiger spielte Mats Hummels am Dienstag von Anfang an und als Kapitän. Nach der Pause wurde er durch Jérôme Boateng ersetzt. Foto: firo/Augenklick

"Er ist hier und wird auch hier bleiben", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac am Freitag über Jérôme Boateng. Ob der Nationalspieler am Samstag in Stuttgart wieder in der Viererkette steht, verriet er nicht. Mats Hummels scharrt mit den Füßen. Und dann ist da ja noch Niklas Süle.

München - "Es gibt nicht viele Vereine in Europa, die von sich sagen können, eine solche Abwehrreihe zu haben", sagte Niko Kovac am Freitag. Eines war dem Trainer des FC Bayern in der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftritt beim VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr, im AZ-Liveticker) dabei deutlich anzusehen: Er ist froh, dass Nationalspieler Jérôme Boateng weiter in seinem Kader steht.

Boateng bleibt dem FC Bayern nach wochenlangem Poker erhalten: Der deutsche Rekordmeister lehnte ein Millionenangebot von Paris St. Germain für den 29-Jährigen ab und transferierte am letzten Tag der Transferphase nur noch Linksverteidiger Juan Bernat. Der Spanier (25) wechselt für angeblich 15 Millionen Euro zu PSG.

Kovac: "Jérôme ist ein absoluter Vollprofi" 

"Wir haben jetzt 19 Feldspieler, einer davon ist verletzt. Da können und wollen wir nicht noch Spieler abgeben", betonte Kovac. Neben Bernat verließen Arturo Vidal (FC Barcelona) und Sebastian Rudy (Schalke 04) die Münchner. "Jérôme ist ein Weltklasse-Innenverteidiger. Es geht darum, dass er körperlich gesund bleibt. Dann bin ich überzeugt, dass er nicht nur dem FC Bayern, sondern auch der Nationalmannschaft helfen wird", sagte er.

Dass es bei Boateng durch den geplatzten Wechsel Motivationsprobleme geben könnte, glaubt Kovac nicht: "Jerome ist ein absoluter Vollprofi. Wir hatten das Thema mit Lewy (Robert Lewandowski, d.Red.), er fühlt sich wohl, ist glücklich. Bei Jérôme ist es auch so. Er wird alles geben, wird sich aufopfern, um mit dem FC Bayern alle Ziele zu erreichen."

Wer spielt denn nun am Samstag in der Innenverteidigung: Kovac ließ sich da am Freitag nicht einmal eine Andeutung entlocken. Klar ist aber: Er muss das Thema nun geschickt moderieren, nachdem er beim Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim so mutig war, Nationalspieler Mats Hummels (29) auf die Bank zu setzen. Muss der Weltmeister von 2014 auch am Samstag zugucken? 

Der Coach sieht seine Innenverteidiger - zu den Alternativen Boateng und Niklas Süle könnte sich bei Bedarf auch Javi Martínez (29) gesellen - grundsätzlich auf einer Ebene. "Erfahrung ist wichtig, aber Unbekümmertheit eben auch", sieht er auch für den deutlich jüngeren Süle (22) gute Chancen. Er habe als Trainer genügend Möglichkeiten und werde über die Saison hinweg viel rochieren.

Mehr noch: Da Kovac ja beim deutschen Rekordmeister den dringend notwendigen Generationswechsel einleiten soll, scheint Süle derzeit sogar "sein Mann" zu sein: Dessen Vertrag bei den Bayern läuft, wie der von Kovac, bis 2021.

In Stuttgart stehen Kovac bis auf den verletzten Kingsley Coman alle Spieler zur Verfügung. Auch Serge Gnabry hat seine Muskelprobleme überwunden. Der 46-Jährige erwartet gegen die angeschlagenen Schwaben ein "schwieriges Spiel. In Stuttgart gibt es eine gewisse Erwartungshaltung. Nach zwei Niederlagen ist Druck da, das macht es schwieriger. Wir müssen uns strecken."

Der VfB hatte den Münchnern im Mai mit einem 4:1 in der Allianz Arena die Meisterfeier verdorben. "Das mag keiner, meine Jungs noch weniger", sagte Kovac: "Sie werden höchst motiviert sein, dass wir das wieder ausradieren."

 

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