AZ-Serie der Ex-Löwen - Teil 13 Fanol Perdedaj: Der Fast-Rückkehrer

Gehörte der Abstiegsmannschaft des TSV 1860 an: Fanol Perdedaj. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Drittteuerster Kader der Zweiten Liga, fünf Winter-Neuzugänge und Startrainer Vitor Pereira: Der TSV 1860 wollte durch hohe Investitionen den Aufstieg erzwingen – es folgte der tragische Abstieg und die Ex-Löwen sind in aller Welt zerstreut. Die AZ zeigt, wie das letzte Halbjahr bei den einzelnen Akteuren gelaufen ist. Heute im Fokus: Fanol Perdedaj.

 

München - Fanol Perdedaj und der TSV 1860 - das wollte in der Zweiten Liga nicht so recht zusammenpassen. Gekommen im Sommer 2016 unter Kosta Runjaic als Akteur mit Bundesligaerfahrung, wurde er bei den Sechzgern meist von seiner eigentlichen Position im defensiven Mittelfeld nach rechts hinten in die Viererkette beordert.

Auf der Sechs konnte sich der Kosovare nicht in den Vordergrund spielen. Als Rechtsverteidiger konnte er sein Können etwas besser aufblitzen lassen, blieb aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück und kam unter Vitor Pereira nicht mehr zum Zug: kein einziger Einsatz mehr nach der Winterpause.

Rückkehr von Fanol Perdedaj zum TSV 1860 München?

Nach dem Abstieg hielt er sich nach Absprache mit Trainer Daniel Bierofka an der Grünwalder Straße fit, erklärter Wunsch des kleinen Akteurs war ein Wechsel ins Ausland. Dieser hatte sich allerdings zerschlagen, weshalb über eine Rückkehr Perdedajs zu Sechzig spekuliert worden war.

Und tatsächlich: Wie kürzlich bekannt wurde, hatten sich Trainer Daniel Bierofka und Sportchef Günther Gorenzel laut dem Österreicher "intensivst" um eine erneute Verpflichtung des Ex-Löwen bemüht - doch dieser wechselte stattdessen zum 1. FC Saarbrücken.

Kurios: Perdedajs Version gegenüber der Saarbrücker Zeitung klang gänzlich anders: "Von 1860 hat mich nur der Trainer angerufen und gefragt, ob ich zurückkommen wolle. Das Interesse von Saarbrücken war deutlich größer."

Wechsel nach Saarbrücken, Rüge von den Löwen

Wie Gorenzel erklärte, habe man Perdedaj und dessen Berater hinterher klar die Meinung über besagte Aussagen mitgeteilt, die laut Gorenzel "nicht der Realität" entsprochen hätten. Sympathiepunkte konnte Perdedaj schlussendlich keine sammeln bei den Sechzgern.

Bleibt abzuwarten, ob es ein schnelles Aufeinandertreffen gibt: Sechzig könnte in der Aufstiegsrelegation zur Dritten Liga gegen Perdedaj und Saarbrücken antreten müssen. Besonders herzlich dürfte das Weidersehen nicht werden.

 

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