TSV 1860 München: Was wurde eigentlich aus Marin Pongracic?

Drittteuerster Kader der Zweiten Liga, fünf Winter-Neuzugänge und Startrainer Vitor Pereira: Der TSV 1860 wollte durch hohe Investitionen den Aufstieg erzwingen – es folgte der tragische Abstieg und die Ex-Löwen sind in aller Welt zerstreut. Die AZ zeigt, wie das letzte Halbjahr bei den einzelnen Akteuren gelaufen ist. Heute im Fokus: Marin Pongracic.
| Matthias Eicher
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Schaffte bei den Löwen unter schweren Bedingungen den Durchbruch: Jung-Verteidiger Marin Pongracic.
Rauchensteiner/ Augenklick Schaffte bei den Löwen unter schweren Bedingungen den Durchbruch: Jung-Verteidiger Marin Pongracic.

München - Er war einer der (wenigen) Lichtblicke des TSV 1860 in der Schlussphase der vergangenen Zweitliga-Saison: Marin Pongracic. Der 20-jährige Kroate feierte am 29. Spieltag beim 1:1 gegen den SV Sandhausen sein Debüt.

Dank einer starken Leistung durfte der gebürtige Landshuter auch in den verbleibenden Saisonspielen und im Hinspiel gegen Jahn Regensburg (1:1) auflaufen - holte sich eine bittere Gelb-Rotsperre ab und musste den Abstieg von außen mitansehen.

Marin Pongracic brachte dem TSV 1860 München viel Geld ein

Nach dem Abstieg zählte Pongracic zu den wenigen Akteuren, die noch einen gültigen Vertrag hatten und brachte den Sechzgern durch seinen Verkauf eine wichtige Ablösesumme (rund eine Million Euro) ein. Den für sein Alter bereits erstaunlich austrainierten Innenverteidiger zog es nach Österreich zu Red Bull Salzburg.

Dort blickt er in der Bundesliga bisher auf sieben Einsätze zurück - und auf eine durchwachsene Saison: Pongracic schwankte zwischen der Position des Innenverteidigung und dem defensiven Mittelfeld, zudem verpasste er neun Partien wegen einer Adduktoren- und einer Knieverletzung.

Marin Pongracic wurde beim FC Bayern ausgebildet

Pongracic durfte allerdings auch internationale Erfahrung sammeln: Beim 4:0-Sieg der Salzburger gegen den belgischen Erstligisten FC Viitorul stand der Ex-Löwe ebenso 90. Minuten auf dem Platz wie im nachfolgenden Gruppenspiel gegen Vitoria Guimarães (3:0).

Zuletzt hatte der Ex-Löwe allerdings nicht nur das Trainingslager des österreichischen Erstligisten wegen einer Grippe verpasst, die Salzburger Nachrichten hatten zudem von disziplinären Problemen des jungen Akteurs berichtet.

Disziplinäre Probleme? "Wir haben mit ihm geredet", erklärt Salzburgs Sportdirektor

"Wir haben mit ihm geredet. Er ist auf dem Weg, ein guter Profi zu werden, auf und abseits des Rasens", wird Sportdirektor Christoph Freund zitiert. Fazit: ein fitter - disziplinierter - Pongracic dürfte den Österreichern noch wertvolle Dienste erweisen, denn über Potenzial verfügt der einstige Löwe zweifellos.

Ihn kann man allerdings nicht der Talentschmiede des Giesinger Nachwuchsleistungszentrums zurechnen, denn: Pongracic entstammt der Jugend des FC Bayern München und wechselte erst über den Umweg FC Ingolstadt 04 auf Giesings Höhen, wo er nun Geschichte ist.


Teil 1 der AZ-Serie: Stefan Ortega

Teil 2 der AZ-Serie: Jan Zimmermann

Teil 3 der AZ-Serie: Maximilian Engl

Teil 4 der AZ-Serie: Abdoulaye Ba

Teil 5 der AZ-Serie: Felix Uduokhai

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