5:1 - Machtdemonstration Der Sturm mit Bestnoten! FC Bayern gegen Mönchengladbach in der Einzelkritik

Lewandowski stellt einen Tore-Rekord ein - und bekommt dafür die Bestnote vom AZ-Reporter. Die Einzelkritik zum Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Foto: Ina Fassbender/dpa

Machtdemonstration! Der FC Bayern schießt Borussia Mönchengladbach mit 5:1 aus dem eigenen Stadion. Lewandowski glänzt mit Zauberfuß, auch Müller hat einen starken Abend. Die Noten für die Bayern in der Einzelkritik. 

 

Mönchengladbach – Die Vorlage und damit die perfekte Motivation kam von Tabellenführer Borussia Dortmund, der am Freitagabend mit 1:2 beim FC Augsburg verloren hatte. So konnten die Bayern wieder nachlegen, und das taten sie auch eindrucksvoll. Mit 5:1 überfuhr der Meister den Tabellen-Dritten und ist nun punktgleich mit den Dortmundern, die Ende November bereits neun (!) Zähler Vorsprung gehabt hatten. Nur die Tordifferenz (+2) spricht aktuell noch leicht für den Herausforderer.

In Gladbach trafen Javi Martínez, Thomas Müller, Robert Lewandowski (2) und Serge Gnabry für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac, der ohne sechs Profis antreten musste. Ein Statement-Sieg.

Die Noten für die Spieler des FC Bayern gegen Gladbach

MANUEL NEUER, NOTE 3: Hatte seinen grippalen Infekt noch rechtzeitig überstanden. Der Kapitän also an Bord, als elfter Feld- und Mitspieler ständig gefragt. Beim wuchtigen 1:2 durch Stindl aus kurzer Distanz ins Torwarteck machtlos, packte bei Pleas Flachschuss sicher zu (42.). Später fast tatenlos – in Gladbach! Spricht für seine Abwehr.

JOSHUA KIMMICH, NOTE 3: Viele Zweikämpfe, viel Arbeit auf der rechten Abwehrseite, einerseits gegen Hofmann, der nach einem Foul gegen ihn Gelb sah und sonst gegen Linksverteidiger Wendt, wenn der nach vorn marschierte. Erfüllte seine Aufgabe in der Defensive allerdings souverän.

NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Bekam einen Rüffel von Kovac als er angesichts der frühen 2:0-Führung einen Ball zu lässig aus dem Strafraum ins Seitenaus chippte. Sah nicht gut aus, als er von Hazard getunnelt wurde und dadurch Stindl das 1:2 erzielen konnte. Ansonsten aber sicher und in Halbzeit zwei kaum noch gefordert.

JÉRÔME BOATENG, NOTE 3: Blieb in der Startelf, weil Mats Hummels in der letzten Woche wegen eines grippalen Infekts geschwächt war. Gut so für die Bayern – denn Boateng klärte entschlossen und resolut, wenn nötig. Ohne viel Tamtam. Aber nicht eng und konsequent genug an Stindl vorm 1:2. Da muss mehr kommen. Sah Gelb für ein Handspiel – außerhalb des Strafraums.

RAFINHA, NOTE 3: Pep Guardiola hatte den Brasilianer einst als Linksverteidiger erfunden. Kovac griff nun auf dieses Modell zurück. Hin und wieder mit Schwierigkeiten gegen Plea und Stindl, nicht immer ballsicher, seine Pässe hatten eine zu große Streuung. Forderte zuletzt mehr Einsatzzeiten („Der Trainer ist nicht korrekt zu mir“), entschuldigte sich und sprach sich mit Kovac aus.

JAVI MARTÍNEZ, NOTE 2: Matchwinner per Kopf gegen Hertha (1:0) vor einer Woche und nach der ersten Ecke und etwas mehr als 100 Sekunden wieder zur Stelle. Bingo. Der Spanier als Torjäger. In seinem eigentlichen Job als Ramm- bzw. Prellbock auf der Sechserposition mit viel Geschick.

THIAGO, NOTE 2: Dermaßen umtriebig und aktiv vom Anpfiff weg als wäre es sein letztes Spiel. Der Aufbauspieler initiierte fast jeden Angriff und brillierte mit der Vorlage zu Lewandowski, der zum 3:1 vollstreckte. Ein super Assist. In der Rückwärtsbewegung mit einigen Ballverlusten.

JAMES RODRÍGUEZ, NOTE 2: Gute Ballbehauptung, sehr fixes Kombinationsspiel – und vor allem: von Anfang an hellwach und total ins Kombinationsspiel integriert. Eines seiner besseren Spiele. Seine Ecke köpfte Martínez zum 1:0 ein, wie letzte Woche. Eine neue Waffe. Ecke James, Kopf Javi.

THOMAS MÜLLER, NOTE 2: Zuletzt erstmals seit Mai 2009 in vier aufeinanderfolgenden Pflichtspielen, in denen er spielberechtigt war, nicht in der Startelf. Beim Comeback von Beginn an nach genau vier Wochen total motiviert, trieb die Bälle mit raumgreifenden Schritten durchs Mittelfeld, erzielte mit dem 2:0 seinen fünften Liga-Saisontreffer, den ersten seit Ende November (!).

SERGE GNABRY, NOTE 2: Lösung 1 C auf der Position des Linksaußen, da Coman (Muskelfaserriss) und Ribéry (Magen-Darm-Infekt) ausfielen. Und Gnabry, sonst Rechtsaußen, machte seine Sache sensationell gut. Vor allem die schlaue Flanke auf Müller vor dessen 2:0. Staubte zum 4:1 ab, erzielte damit das 4.000 Bundesliga-Tor der Bayern. Ein Tusch! Gnabry auf links sollte eine Erwägung fürs Rückspiel gegen Liverpool sein.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 1: Der Torjäger mit leichter Ladehemmung (in den letzten drei Pflichtspielen ohne Treffer) vergab erst zwei dicke Chancen vis-à-vis mit Sommer (1./22.) - beide Male parierte Gladbachs Torhüter. Traf dann aber elegant und in alter Klasse zum 3:1. Und per Elfer zum 5:1. Tusch! Feierte seinen 200. Bundesliga-Sieg mit seinem Treffer und 195. Hat Werder-Oldie Claudio Pizarro (195 Tore) eingeholt, ist nun ausländischer Rekordschütze. Daher Note 1.

RENATO SANCHES, OHNE NOTE: Mal wieder ein Kurzeinsatz für den Portugiesen. Kam nach 80 Minuten für James. Durfte im Mittelfeld mithelfen, den Sieg souverän herunterzuspielen. Holte eine Ecke raus. Teilerfolge.

ALPHONSO DAVIES, OHNE NOTE: Nächster Kurzeinsatz (82.) mit Beinahe-Panne: Der Kanadier hatte vor der Einwechslung zunächst das Trikot mit der Nummer 37 erwischt, das von Shabani. Bereits seine vierte Einwechslung bei den Profis seit dem Transfer im Winter.

WOOYEONG JEONG, OHNE NOTE: Dritte Einwechslung und damit das Bundesliga-Debüt für den Südkoreaner (19), der in der Regionalliga Bayern in 19 Partien schon 12 Tore erzielt hat. War ein kurzes Reinschnuppern inklusive Torschusses.

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