Wüst punktet bei Kanzlerfrage – Söder stößt auf Skepsis
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) liegt bei der Frage nach einem möglichen Nachfolger von Kanzler Friedrich Merz deutlich vor Markus Söder (CSU). Laut RTL/ntv-"Trendbarometer" halten 47 Prozent der Befragten Wüst für das Kanzleramt geeignet. Bei Söder sind es 26 Prozent.
Der bayerische Ministerpräsident ist allerdings deutlich bekannter: 95 Prozent kennen Söder. Von ihnen halten 70 Prozent ihn für ungeeignet, vier Prozent haben dazu noch keine Meinung. Wüst kennen 75 Prozent der Befragten. 41 Prozent halten ihn für ungeeignet, zwölf Prozent haben noch keine Meinung. Alle Angaben zur Eignung beziehen sich auf Befragte, die den jeweiligen Politiker kennen.
Unter Unionsanhängern halten 57 Prozent Wüst für geeignet, Söder 41 Prozent. Bei SPD- und Grünen-Anhängern kommt Wüst auf 58 beziehungsweise 63 Prozent. Bei AfD-Anhängern liegt dagegen Söder vorn: 28 Prozent halten ihn für geeignet, bei Wüst sind es acht Prozent.
Für das "Trendbarometer" befragte Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 2. bis 5. Oktober 1.002 Menschen. Die Fehlertoleranz der repräsentativen Befragung liegt bei rund drei Prozentpunkten.
Merz bleibt im Umfragetief
Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt niedrig. Wie in der Vorwoche sind nur elf Prozent der Bundesbürger zufrieden, 87 Prozent sind unzufrieden. Auch unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Kritik: 39 Prozent sind zufrieden, 60 Prozent unzufrieden.
Zugrunde liegen diesem "Trendbarometer" repräsentative Forsa-Befragungen im Auftrag von RTL Deutschland. Forsa befragte dafür zwischen dem 29. September und 5. Oktober 2.502 Menschen. Die Fehlertoleranz gibt das Institut mit rund +/- 2,5 Prozentpunkten an.
Bei den Parteipräferenzen kommt die Union zum zweiten Mal in Folge nicht über die 20-Prozent-Marke. CDU und CSU erreichen 19 Prozent, die AfD liegt unverändert bei 26 Prozent. Die SPD bleibt bei 14 Prozent, die Grünen legen um einen Punkt auf 17 Prozent zu. Die Linke verliert einen Punkt und kommt auf 11 Prozent. Die FDP bleibt bei vier Prozent.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Sie spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
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