Zwischenfazit zu den Sommer-Neuzugängen des TSV 1860: Chapeau, Herr Gorenzel!

Nach dem Umbruch im Sommer hat der TSV 1860 das erste Viertel der Saison äußerst erfolgreich bestritten und befindet sich auf Kurs Richtung Aufstieg – auch dank seiner Neuzugänge. Die AZ zieht ein Zwischenfazit zu den Neulöwen.
| Bernhard Lackner
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Sportchef und Kaderplaner beim TSV 1860: Günther Gorenzel
Sportchef und Kaderplaner beim TSV 1860: Günther Gorenzel © IMAGO / PaetzelPress

München - Nach den knapp verpassten Aufstiegen in den beiden vergangenen Jahren hat der TSV 1860 sein Ziel für diese Saison klar formuliert: Im Mai 2023 soll die Rückkehr in die 2. Bundesliga gefeiert werden!

Trainer Michael Köllner hat zwischenzeitlich sogar seinen Verbleib beim TSV 1860 davon abhängig gemacht, dass ihm eine Mannschaft zur Verfügung gestellt wird, die das Zeug zum Aufstieg hat. Sportchef Günther Gorenzel hat sich im Sommer mächtig ins Zeug gelegt und die Forderung seines Trainers erfüllt. Der aktuelle Kader der Löwen zählt sowohl in der Spitze als auch in der Breite zum besten, was die 3. Liga zu bieten hat.

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Mittlerweile ist ein Viertel der Saison vorüber und die Sechzger befinden sich als geteilter Tabellenführer mit der SV Elversberg klar auf Aufstiegskurs – auch weil Gorenzel bei seinen Transfers ein gutes Händchen bewiesen hat. Die AZ zieht ein Zwischenfazit zu den Neuzugängen:

Fynn Lakenmacher

Fynn Lakenmacher hat beim TSV 1860 bislang voll eingeschlagen.
Fynn Lakenmacher hat beim TSV 1860 bislang voll eingeschlagen. © IMAGO / foto2press

Der bullige Stürmer kam vom TSV Havelse und hat voll eingeschlagen. Auch dank Lakenmacher fällt der lange Ausfall von Vorjahres-Torschützenkönig Marcel Bär nicht allzu sehr ins Gewicht. Mit 22 Jahren hat er zudem noch jede Menge Entwicklungspotenzial. "Er wird ein ganz wichtiger Spieler für uns werden", meinte Köllner im Sommer und legte süffisant nach : "Der weiß noch gar nicht, was ich mit ihm vorhabe." Der Transfer von Lakenmacher war ein Volltreffer!

Meris Skenderovic

Meris Skenderovic kam im Sommer aus Schweinfurt.
Meris Skenderovic kam im Sommer aus Schweinfurt. © IMAGO / Sportfoto Rudel

Skenderovic kam im Sommer aus der Regionalliga von Schweinfurt, um die Offensive in der Breite zu verstärken. Seine Torjäger-Qualitäten hat er insbesondere im Toto-Pokal mit sieben Toren in drei Spielen unter Beweis gestellt – wenn auch gegen unterklassige Gegner. In der Liga durfte er bislang drei Mal von Beginn an ran. Hier ist seine Quote mit einem Tor in sieben Einsätzen noch ausbaufähig. Im Duell um den Platz in der Spitze hat Lakenmacher die Nase vorn, Skenderovic wird meist als Joker eingesetzt. Dennoch kann ihn Köllner jederzeit bedenkenlos bringen. Ein sinnvoller Transfer.

Albion Vrenezi

Technisch mit das beste, was die 3. Liga zu bieten hat: Albion Vrenezi
Technisch mit das beste, was die 3. Liga zu bieten hat: Albion Vrenezi © IMAGO / foto2press

Der Flügelspieler war nach der Insolvenz von Türkgücü ablösefrei auf dem Markt – seine Verpflichtung daher ein No-Brainer für Gorenzel. Vrenezi gehört technisch zum besten, was die 3. Liga zu bieten hat und ist jederzeit dazu in der Lage, aus dem Nichts eine Chance zu kreieren. Vor allem in den vergangenen Spielen zeigte er sich in Top-Form – bisheriges Highlight war seine Gala beim 4:1-Sieg gegen Duisburg mit zwei herausragenden Treffern. Mit einem wie ihm könnte man bedenkenlos auch in die 2. Bundesliga gehen. Sein Transfer war ebenfalls ein Volltreffer!

Joseph Boyamba

Er hat das Zeug zum Publikumsliebling bei den Löwen: Joseph "Sepp" Boyamba
Er hat das Zeug zum Publikumsliebling bei den Löwen: Joseph "Sepp" Boyamba © IMAGO / Sven Simon

Boyamba kam im Sommer zusammen mit Jesper Verlaat aus Mannheim und besticht ebenso wie Vrenezi mit technischer Finesse, bringt aber sogar noch einen Tick mehr Schnelligkeit mit. Der 25-Jährige hat sich nach Adduktorenproblemen zu Saisonbeginn mittlerweile festgespielt und ist aus der ersten Elf kaum noch wegzudenken. Zudem hat Joseph "Sepp" Boyamba das Zeug zum Publikumsliebling – das schadet bei den Löwen nie. Ebenfalls ein richtig guter Transfer!

Martin Kobylanski

In der 3. Liga ein gefürchteter Standardschütze, auch wenn er das bei den Löwen bislang nur selten gezeigt hat: Martin Kobylanski
In der 3. Liga ein gefürchteter Standardschütze, auch wenn er das bei den Löwen bislang nur selten gezeigt hat: Martin Kobylanski © IMAGO / foto2press

Von Martin Kobylanski, der von Eintracht Braunschweig kam, hätte man sich insgesamt wohl ein bisserl mehr erhofft. Bislang kann der Spielmacher dem Spiel der Löwen noch nicht seinen Stempel aufdrücken. Auch von seinen gefürchteten Fernschuss- und Standardqualitäten war noch nicht viel zu sehen. Zuletzt verlor er seinen Stammplatz und fand sich auf der Bank wieder. Dennoch: Der 28-Jährige hat sein Potenzial in der 3. Liga bereits zur Genüge unter Beweis gestellt. Seine Verpflichtung war nachvollziehbar, wenngleich noch einiges an Luft nach oben ist.

Tim Rieder

Rackert sich regelmäßig im Löwen-Mittelfeld ab: Tim Rieder
Rackert sich regelmäßig im Löwen-Mittelfeld ab: Tim Rieder © IMAGO / foto2press

Auch er war nach der Insolvenz von Türkgücü ablösefrei auf dem Markt und hat sich im Sommer selbst offensiv bei den Löwen angeboten. Die hatten wiederum während seiner Leihe nach München in der Saison 2019/20 gute Erfahrungen mit ihm gemacht und schlugen gerne zu. Der gebürtige Dachauer ist auf der Sechs eine Bank und stand abgesehen von seiner Rotsperre immer in der Startelf. Auch er war ein richtig guter Transfer!

Jesper Verlaat

Gefürchteter Zweikämpfer: Jesper Verlaat
Gefürchteter Zweikämpfer: Jesper Verlaat © IMAGO / Eibner

Der Innenverteidiger wurde im Sommer von Mannheim verpflichtet und trat die Nachfolge von Stephan Salger als Abwehrchef an. Die hohen Erwartungen hat der Sohn des ehemaligen Bundesligaspielers Frank Verlaat bislang voll erfüllt. Zudem harmoniert er sehr gut mit Top-Talent Leandro Morgalla, der sich an der Seite des 25-Jährigen tatsächlich zu einem der stärksten Drittliga-Verteidiger dieser Saison gemausert hat. Verlaat ist zudem ein Sympathieträger mit hohem Identifikationspotenzial, auch in der Mannschaft kommt er gut an. Sein Transfer war ein Volltreffer!

Christopher Lannert

Der Dauerbrenner der vergangenen Saison: Christopher Lannert
Der Dauerbrenner der vergangenen Saison: Christopher Lannert © IMAGO / Eibner

Der Außenverteidiger war in der vergangenen Saison beim SC Verl und verpasste lediglich das letzte Saisonspiel aufgrund einer Gelbsperre, ansonsten stand er jede Minute auf dem Platz. Lannert wurde als Alternative für den verletzungsgeplagten Marius Willsch verpflichtet und stand meist in der Startelf. Der 24-Jährige wirkte im bisherigen Saisonverlauf nicht immer ganz sicher und stand insbesondere im Pokalspiel gegen Borussia Dortmund neben sich, als er früh eine Gelbe Karte sah und noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt wurde. Auch seine Verpflichtung war aufgrund des Engpasses rechts hinten in der abgelaufenen Spielzeit nachvollziehbar, allerdings wird er konstanter werden müssen.

Julius Schmid

Die Nummer drei bei den Löwen: Julius Schmid
Die Nummer drei bei den Löwen: Julius Schmid © IMAGO / Ulrich Wagner

Der Keeper wurde im Sommer vom VfB Lübeck als Nachfolger für die bisherige Nummer drei György Székely verpflichtet. Durfte bislang ausschließlich in Testspielen ran, eine seriöse Einschätzung seiner Leistungsfähigkeit ist daher nicht möglich. In der Torhüter-Hackordnung liegen Marco Hiller und Tom Kretzschmar klar vor ihm. Nimmt seine Rolle aber ohne zu meckern und zu murren an – so wünscht man es sich von einer Nummer drei.

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