Was die Löwen vom nächsten Gegner Halle unterscheidet

Vier Spiele in Giesing und erst ein Sieg - gegen Halle soll nun endlich der nächste Dreier folgen.
| Matthias Eicher
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Gut mit seinen Löwen in die Saison gestartet: Trainer Michael Köllner.
Gut mit seinen Löwen in die Saison gestartet: Trainer Michael Köllner. © sampics / Stefan Matzke

München - Im Meisterjahr des TSV 1860 haben sie sich gegründet, am 26. Januar 1966. Seit 2012 spielen sie in der Dritten Liga, seit zweieinhalb Jahren messen sie sich dort mit den Löwen. Aktuell würde der HFC - sportlich wie finanziell - wohl gerne mit den Giesingern tauschen.

Am Samstag gastiert der Hallesche FC bei den Sechzgern (14 Uhr, BR/Magenta Sport und im AZ-Liveticker). "Wir müssen uns schütteln und dann Halle in Angriff nehmen, dass wir zu Hause wieder die drei Punkte holen", sagte 1860-Coach Michael Köllner nach der Pleite gegen Duisburg. In den Augen von Sechzigs nächstem Gegner Jammern auf hohem Niveau. Denn der hat aufgrund der Corona-Krise andere Sorgen.

TSV 1860 und Hallesche FC im AZ-Check

Die Finanzen: "Der Hallesche FC hat auf die Einschränkungen aufgrund steigender Infektionszahlen verbunden mit damit einhergehenden ‚Geisterspielen' in der 3. Liga reagiert und einen umfangreichen Maßnahmenplan verabschiedet", verkündete der HFC. Heißt: Kurzarbeit wie im Frühjahr. Zudem wolle der klamme Klub mit seinen Sponsoren sowie einem Bündnis aktiver Mitglieder "Ideen und Maßnahmen zur Unterstützung des Vereins" sammeln.

1860 steht erstaunlich gut da. "Grundsätzlich hat der TSV 1860 für die Saison 2020/21 nach dem Vorsichtsprinzip geplant", erklärte 1860 auf AZ-Nachfrage, "und somit nicht mit Erlösen aus Zuschauereinnahmen." Die Konsequenz der kaum für möglich gehaltenen Einigkeit: "Durch die Basis-Absicherung, die von Hasan Ismaik gewährt wurde und die fortwährende Unterstützung der Gesellschafter können wir sicher, kontinuierlich und langfristig planen und fokussiert sowie in Ruhe arbeiten." Der TSV danke zudem den über 10.200 Dauerkarten-Käufern und den Erwerbern des '12.Mann-Tickets', dass man nicht zuletzt wegen der treuen Fans ohne Kurzarbeit auskommt: "Somit trägt die ganze Löwen-Familie einen erheblichen Teil dazu bei, dass wir den Betrieb unter strenger Wahrung der Hygienevorschriften auf gewohntem Niveau aufrecht erhalten können."

Die Löwen wollen nach oben, Halle nicht nach unten

Die sportliche Entwicklung: Köllner will 1860 in die Zweite Liga führen - nur auf den Zeitraum komme es an, predigt der 50-Jährige. Mit 14 Punkten aus acht Spielen und Rang zwei hat der TSV einen starken Saisonstart hingelegt. Halle belegt mit neun Punkten Rang 14, hat aber noch zwei Nachholspiele. In den beiden vergangenen Spielzeiten durfte Halle vom Aufstieg träumen, der vierte Platz und ein böser Rückrunden-Absturz, nach dem Neu-Trainer Florian Schnorrenberg den HCF noch vom Abstieg retten musste, machten einen Strich durch die Zweitliga-Rechnung. Auch heuer hat Halle schon eine Mini-Krise mit drei Pleiten in Folge auf dem Konto.

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Die Bilanz: Das Duell Sechzig gegen Halle gab es in der 3. Liga vier Mal: Mit zwei Löwen-Siegen, je einem Remis und einer Pleite liegt 1860 vorne. Am 34. Spieltag der Saison 2018/19 setzte es nach einem 1:1 im Hinspiel (Torschütze: Phillipp Steinhart) für Daniel Bierofka ein bitteres 0:3. Erst am vorletzten Spieltag gelang der Klassenerhalt. Am 15. Spieltag der Folgesaison schoss Stefan Lex den TSV zu einem überraschenden 1:0-Auswärtssieg. Unter Köllners Regie sicherten erneut Lex und Sascha Mölders einen 2:1-Rückrundendreier.

In der 2. Liga Süd gab es zudem zwischen 1991 und 1992 vier Duelle: ein 1860-Sieg und drei Remis. Im neunten Vergleich kann sich 1860 die Tabellenführung zurückerobern - und den Hallenser Wunsch nach vertauschten Verhältnissen noch verstärken.

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