Undankbar, aber erfolgreich: Junglöwe Niklas Lang überzeugt beim Startelf-Debüt für den TSV 1860

Niklas Lang feiert im S-Bahn-Derby sein Drittliga-Debüt und weiß trotz schwieriger Umstände zu überzeugen. "Er hat in der Dreierkette ein richtig gutes Startelf-Debüt gegeben", meint Trainer Michael Köllner - und lobt seine Routiniers.
| Bernhard Lackner
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Niklas Lang stand gegen die SpVgg Unterhaching erstmals in der Startelf.
Niklas Lang stand gegen die SpVgg Unterhaching erstmals in der Startelf. © IMAGO / Philippe Ruiz

München - Der Abend hätte besser losgehen können für Michael Köllner und seine Löwen. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge sollte im S-Bahn-Derby gegen die SpVgg Unterhaching unbedingt wieder ein Dreier her, doch schon vor Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft zu verdauen: Daniel Wein hatte sich beim Aufwärmen an den Adduktoren verletzt und humpelte vom Platz, an einen Einsatz war nicht zu denken.

Nun also auch noch "Vino", wird sich Köllner gedacht haben. Der 27-Jährige ist unter dem Löwen-Coach auf der Sechserposition absolut gesetzt und stand abgesehen von einer Gelbsperre in der laufenden Saison in jedem Spiel auf dem Platz. Nach dem Langzeitverletzten Quirin Moll (Kreuzbandriss), Stephan Salger und Marius Willsch (beide Gelbsperre) hatten die Sechzger also auch noch eine vierte Stütze zu ersetzen - und das ausgerechnet im Derby gegen die ums sportliche Überleben kämpfenden Hachinger.

Salger und Willsch gesperrt: Lang überzeugt bei Startelf-Debüt

"Es war natürlich schwierig, dass wir dann noch umstellen mussten", sagte Köllner nach der Partie, die seine Mannschaft trotz der kurzfristig improvisierten Aufstellung letztendlich 3:1 für sich entscheiden konnte. In Abwesenheit von Wein wurde Dennis Dressel auf die Sechserposition beordert, Erik Tallig rückte auf die Acht. "Wichtig war, dass wir das als Mannschaft gut kompensiert haben", meinte Köllner, der insbesondere die Kompaktheit seiner Löwen gegen leidenschaftlich kämpfende Hachinger lobte.

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Dass Sechzig tatsächlich so kompakt agierte, war angesichts der undankbaren Umstände nicht selbstverständlich. Neben dem Mittelfeld musste 1860 nämlich auch die Ausfälle in der Defensive kompensieren. In Abwesenheit der gesetzten Salger und Willsch agierten die Löwen mit einer Dreierkette. Neben Dennis Erdmann und Semi Belkahia schenkte Köllner am Freitagabend Junglöwe Niklas Lang das Vertrauen - und sollte dafür belohnt werden.

Erfolgreiches Lang-Debüt: Köllner lobt die Routiniers

Der Abwehrspieler stand erstmals in der Startelf und lieferte bei seinem Drittliga-Debüt eine unaufgeregte, souveräne Leistung ab, was auch seinem Coach nicht verborgen blieb. "Niki Lang hat in der Dreierkette ein richtig gutes Startelf-Debüt gegeben. Es war für ihn sicherlich nicht einfach", meinte Köllner, "aber unsere älteren Spieler um Dennis Erdmann, Sascha Mölders und Stefan Lex haben den Karren gezogen. Es ist wichtig, dass diese älteren Spieler vorangehen und die jungen Spieler mitnehmen."

Insgesamt ist Lang bereits der fünfte Junglöwe, dem der Oberpfälzer in dieser Saison zum Drittliga-Debüt verholfen hat. Neben dem 18-Jährigen erblickte am Freitagabend auch noch Mittelfeldspieler Marco Mannhardt das Licht der Drittliga-Welt - er wurde in der Schlussminute für Routinier Mölders eingewechselt.

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