TSV 1860 München: Reisinger reagiert auf Kritik von Cassalette

Im Interview mit der AZ kritisiert Ex-1860-Präsident Peter Cassalette den Verein wegen des Hoppen-Antrags. Jetzt antwortet Amtsinhaber Robert Reisinger – mit deutlichen Worten an seinen Vorgänger.
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Nachfolger und Vorgänger als 1860-Präsident: Robert Reisinger (li.) und Peter Cassalette.
Collage AZ/Rauchensteiner/sampics Nachfolger und Vorgänger als 1860-Präsident: Robert Reisinger (li.) und Peter Cassalette.

München - Die Kritik von Peter Cassalette am Präsidium des TSV 1860 war deutlich. "Wie Daniel Bierofka fordert, müsste jetzt eine Perspektive her. Aber den Leuten muss klar sein: Auf diese Art und Weise klappt das nicht!", hatte der einstige Oberlöwe vor Weihnachten im Gespräch mit der AZ gesagt. "Dieser Antrag von Ulla Hoppen etwa: Das war doch ein Witz. Diesen Antrag hätte der Verein im Vorfeld verhindern müssen. Jetzt haben sie gemerkt: Das ist nicht umsetzbar. Wenn ich höre, man müsse sich nun wieder dem Investor annähern, bekomme ich die Krätze."

Reisinger schießt verbal zurück

Es war eine Kritik, die das aktuelle Präsidium so nicht auf sich sitzen lassen will. Mehr noch: Löwen-Präsident Robert Reisinger schoss nun verbal gegen seinen Vorgänger zurück. Und das nicht minder scharf.

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"Das offenbart ein seltsames Demokratieverständnis, mit dem ich nichts anfangen kann. Eine Bevormundung der Mitglieder sieht die Satzung nicht vor. Das ist für mich auch keine Strategie", sagte Reisinger im Interview mit tz. "Dahinter steckt die, mit Verlaub, naiv wirkende Vorstellung, wäre man nur lieb genug zum reichen Onkel gewesen, hätte der die Party schon weiter bezahlt. Wir müssen doch nicht so tun, als hätte es keine Konflikte gegeben."

Cassalette und Ismaik freundschaftlich verbunden

Mit reichem Onkel ist wohl Investor Hasan Ismaik gemeint, mit dem Cassalette auch nach dem Doppel-Abstieg der Sechzger aus der 2. Liga in die Regionalliga Bayern eine Freundschaft verbindet. Vereinsmitglied Hoppen hatte auf der Mitgliederversammlung im Juli den Antrag durchgebracht, dass das Präsidium und der Verwaltungsrat eine Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik prüfen sollten.

Jüngst erklärten beide Gremien jedoch, eine Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen. Die Folgen für Sechzig wären weitreichend. Schließlich könnte Ismaik bei einer Kündigung des Vertrages seine Anteile an Jedermann veräußern. Indes hatte es in der Vergangenheit erhebliche Differenzen zwischen dem Mehrheitseigner und Mitgliedern des aktuellen Präsidiums und Verwaltungsrates gegeben. Der Konflikt ist wohl nur aufgeschoben statt aufgehoben.

Lesen Sie hier: Drittliga-Etat: Von TV-Geldern hätte 1860 nicht viel


 

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