TSV 1860: Michael Köllner äußert sich zu möglichen Winter-Neuzugängen

Mit 26 Zählern belegt der TSV 1860 nach dem Ende der Hinrunde einen souveränen Platz im Tabellenmittelfeld der 3. Liga – und das trotz zahlreicher Ausfälle. Für den Winter sieht Trainer Michael Köllner daher keinen Nachholbedarf auf dem Transfermarkt.
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Servus, Biero, mach’s gut! Löwen-Fan und Allesfahrer Roman Wöll verabschiedet den Trainer.
Ulli Wagner Servus, Biero, mach’s gut! Löwen-Fan und Allesfahrer Roman Wöll verabschiedet den Trainer.

München - Der TSV 1860 wird im Winter allem Anschein nach nicht auf dem Transfermarkt aktiv. Und das nicht etwa mangels finanzieller Mittel, sondern mangels Bedarf, wie Trainer Michael Köllner nun im Interview mit der "Mittelbayerischen" erklärt.

"Der Kader ist in der Breite sehr gut zusammengestellt, das haben die letzten Ergebnisse gezeigt. Denn trotz der Ausfälle von Leistungsträgern wie Moll und Karger seit Sommer, in den letzten Wochen Bekiroglu und zuletzt Rieder und Lex, stimmt die sportliche Entwicklung und Richtung", sagt der Oberpfälzer und konstatiert: "Daher sehe ich uns für das Saisonziel, eine sorgenfreie Saison zu spielen, gut aufgestellt."

TSV 1860: Köllner hadert mit verschenkten Punkten

Tatsächlich haben sich die Löwen in den vergangenen Wochen trotz aller Verletzungsprobleme stabilisiert, die letzte Niederlage liegt fast zwei Monate zurück (1:2 bei Hansa Rostock). Seit sechs Partien sind die Giesinger mittlerweile ungeschlagen, bei den vergangenen vier Spielen stand Köllner an der Seitenlinie.

Vollends zufrieden ist der 49-Jährige angesichts der Ausbeute von sechs Zählern allerdings nicht. "Wenn man die Spiele Revue passieren lässt, hätten wir sogar die maximale Punktausbeute holen können. Wir hätten beispielsweise gegen die Bayern und gegen Großaspach (je 1:1, d. Red.) siegen können oder müssen", meint Köllner, der seiner Mannschaft in den vergangenen sechs Wochen dennoch "sehr gute Fortschritte" attestiert.

Köllner: "Sechzig war für mich kein unbekanntes Terrain"

Seit sechs Wochen ist Köllner mittlerweile Trainer bei den Sechzgern, nachdem er Anfang November als Nachfolger von Vereinsikone Daniel Bierofka vorgestellt wurde. Zweifel an der Richtigkeit, sich der Aufgabe im nicht immer einfachen Umfeld an der Grünwalder Straße zu stellen, hatte er nicht. "Die Entscheidung hat mir keine schlaflosen Nächte bereitet. Die Rahmenbedingungen kannte ich ja. Sechzig war für mich kein unbekanntes Terrain", erklärt der 49-Jährige, den vor allem Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel überzeugte.

Servus, Biero, mach’s gut! Löwen-Fan und Allesfahrer Roman Wöll verabschiedet den Trainer.
Servus, Biero, mach’s gut! Löwen-Fan und Allesfahrer Roman Wöll verabschiedet den Trainer. © Ulli Wagner

An den zahlreichen sportpolitischen Themen, die regelmäßig für Unruhe auf Giesings Höhen sorgen, kommt Köllner dennoch nicht vorbei. So schätzt der Oberpfälzer das Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik, der sich nach der Trennung von Daniel Bierofka einen medialen Schlagabtausch mit Präsident Robert Reisinger lieferte, positiv ein: "Für mich in meiner Funktion ist wichtig, dass alle im Verein alles dafür tun, damit die Löwen erfolgreich sind. Und das nehme ich momentan hundertprozentig so wahr. Ich finde in dieser Beziehung eine konstruktive Konstellation vor."

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