TSV 1860: Grüße vom Murmeltier

Es war wie so oft, wenn die Löwen an den oberen Rängen kratzen: Der TSV 1860 verliert daheim mit 0:2 gegen St. Pauli. Trainer Friedhelm Funkel: „Hochverdient“
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Ohne Chance beim 0:1: 1860-Keeper Gabor Kiraly.
Sampics/Augenklick Ohne Chance beim 0:1: 1860-Keeper Gabor Kiraly.

Es war wie so oft, wenn die Löwen an den oberen Rängen kratzen: Der TSV 1860 verliert daheim mit 0:2 gegen St. Pauli. Trainer Friedhelm Funkel: „Hochverdient“

München -  Man musste leider damit rechnen. Die Wahnsinns-Serie der Löwen ist zu Ende. Nach vier Siegen hintereinander setzte es für 1860 gegen St. Pauli ein ebenso verdientes wie bitteres 0:2.
Statt Aufstiegs-Euphorie nun dieses typische Löwen-Gefühl, es in einem entscheidenden Moment wieder nicht gepackt zu haben. Und ewig grüßt das Murmeltier!

Auf Platz drei hätte 1860 mit einem Sieg springen können. Dort steht nun St. Pauli. Den Löwen bleibt Rang sieben. „Schade, Wir hatten wieder eine Chance, so weit nach vorne zu kommen in der Tabelle und haben es wieder nicht geschafft“, erkannte Moritz Stoppelkamp. „Wir dürfen uns solche Fehler nicht erlauben. So zieht Pauli uns jetzt weg“, meinte er.

Weil den Löwen die Nerven flatterten. Zwar sei das Spiel seiner Mannschaft „nicht so schlecht“ gewesen, dass man sagen könne, sie hätte „grottenschlecht gespielt“, sagte Trainer Friedhelm Funkel. Aber die Niederlage war eben doch: „Hochverdient“.

Weil zur schon traditionellen Offensivschwäche gegen den Kiez-Klub auch noch Probleme in der Defensive dazukamen. „Hinten standen wir zu weit auseinander. Das hat St. Pauli ausgenutzt. Wir waren nicht gut heute“, sagte Keeper Gabor Kiraly.

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Und so gingen die immerhin 23.700 Zuschauer enttäuscht nach Hause. Auch da könnte man sagen: Mal wieder. Zwei Tore von Christopher Nöthe und Fin Bartels, jeweils nach Kontern, besiegelten die Niederlage. Statt zwei Punkten Vorsprung auf Platz vier sind es jetzt wieder vier Zähler Rückstand auf Platz drei. Der erste Kontakt zur Spitze ist vorerst wieder abgerissen, verloren ist aber noch nichts. Dazu ist die Konkurrenz auch nicht konstant genug. „Wir sind ganz nah oben dran, trotz der Niederlage heute“, sagte Kiraly.

Zumal die Sechzger am Montag zumindest am Anfang zu gefallen wussten. Alleine in den ersten zehn Minuten hatten sie drei Torchancen. Der Kopfball von Yannick Stark (2.) geriet noch zu schwach, besser machten es dann Daniel Adlung (8.) und Moritz Volz (10.), die mit ihren Schüssen aus der Distanz das Pauli-Tor nur knapp verfehlten. In der 33. Minute hatte Stark die Führung auf dem Fuß, seinen vielversprechenden Schuss blockte aber Benny Lauth, seit Wochen schon Torjäger außer Dienst, unglücklich ab.

In der 43. Minute war es dann Kai Bülow, der das Unheil für den TSV 1860 mit einem verheerenden Fehlpass im Mittelfeld einleitete. Im Anschluss narrte Marc Rzatkowski dann die komplette Löwen-Abwehr, passte zu Christopher Nöthe, der den Ball dann an Gabor Kiraly vorbei zum 1:0 für die Gäste ins Tor schob. „Wir waren gut im Spiel, haben mit einem blöden Konter das 0:1 kassiert. Das war ein Schlag ins Gesicht und hat uns etwas aus der Bahn geworfen“, sagte Dominik Stahl, der Torjäger der letzten Wochen. Nach der Pause vergab Christopher Schindler die größte Chance für 1860, als er den Ball in der 72. Minute in den Nachthimmel schoss. Neun Minuten später nutzte Paulis Fin Bartel einen Sturmlauf der Löwen zum Konter und vollendete zum 2:0.

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