TSV 1860 gegen Holstein Kiel: Löwen können richtig kassieren

Es ist ein Highlight der Löwen-Saison: Holstein Kiel gastiert zum DFB-Pokal beim TSV 1860 im Grünwalder Stadion. Die Sechzger würden ab der zweiten Runde große Mehreinnahmen erzielen.
| Patrick Mayer
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Hofft auf deutliche Mehreinnahmen durch den DFB-Pokal: Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold.
AZ/sampics/Augenklick/imago/Revierfoto Hofft auf deutliche Mehreinnahmen durch den DFB-Pokal: Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold.

München - Sonntag, 19. August, Grünwalder Stadion: Die Löwen treffen in der ersten Runde des DFB-Pokals (18.30 Uhr, im AZ-Liveticker) auf Holstein Kiel. Und dürften gegen den Zweitligisten auf Giesings Höhen nicht chancenlos sein. Schließlich schreibt der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze.

TSV 1860: Jahresfehlbetrag von 2,2 Millionen Euro

Für den stets klammen TSV 1860 ist der Wettbewerb nicht zuletzt die ideale Möglichkeit, weitere Einnahmen zu generieren. Wie jüngst über den Bundesanzeiger veröffentlicht, rechnet Sechzig für das Geschäftsjahr 2017/18 schließlich mit einem Minus von 1,6 Millionen Euro nach Steuern. Für die kommende Saison in der Dritten Liga soll der Jahresfehlbetrag sogar 2,2 Millionen Euro betragen. Die Rechnung ist einfach: Nicht einkalkulierte zusätzliche Pokaleinnahmen könnten helfen, diese Bilanz zu verbessern.

Doch: Im DFB-Pokal wird erst ab der zweiten Runde richtig verdient. Zur Einschätzung hilft ein Blick auf die vergangene Saison. In dieser gab es für die Erstrundenteilnahme 159.000 Euro Antrittsgeld. Erreicht ein Klub die zweite Runde, gibt es dagegen satte 318.500 Euro obendrauf. Richtig verdient ein Verein, wenn dieser ins Achtelfinale einzieht – und zwar nochmal 637.000 Euro.

Mehr Spielraum für Michael Scharold?

Wären also 1.114.500 Euro. Mittlerweile wäre das wiederum einen stattliche Summe für die Verhältnisse der Sechzger in der Dritten Liga. Und mehr Spielraum für Geschäftsführer Michael Scharold. Bereits jüngst hatte Investor Hasan Ismaik ein Darlehen von zwei Millionen Euro bereitgestellt, dieses aber dem Vernehmen nach als Genussrechte deklarieren lassen.

Zahlen müssen die Sechzger demnach erst, wenn sie Gewinne erwirtschaften. Wer weiß, wie weit es in dieser Saison im DFB-Pokal geht. Übrigens: Allein für das Halbfinale gibt es laut Rechnung von 2017/18 weitere 2.550.000 Euro extra. Und für einen Finalteilnehmer insgesamt 4.937.500 Euro. Nicht auszudenken... 

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