TSV 1860 gegen Dynamo Dresden in der Einzelkritik: Mangelhaft! Es hagelt Vierer und Fünfer

Die Löwen kommen 90 Minuten lang nicht in Fahrt und verschenken in Dresden drei Punkte. Die Noten für die Spieler des TSV 1860 fallen entsprechend aus.
| Matthias Eicher
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Hängende Köpfe bei den Löwen nach der herben Niederlage bei Dynamo Dresden.
Hängende Köpfe bei den Löwen nach der herben Niederlage bei Dynamo Dresden. © imago images/MIS

Dresden – Der TSV 1860 hat in Dresden nichts zu holen – und sich das zum großen Teil selbst zuzuschreiben. Gegen Dynamo reicht ein Traumtor von Phillipp Steinhart nicht aus, nach dem direkten Gegenschlag durch Ex-Löwe Yannick Stark und einem fatalen Abwehr-Bock von Sascha Mölders dreht Dresden die Partie und gewinnt schließlich verdient 2:1. Köllners Elf steht nach der ersten Auswärtsniederlage noch auf dem zweiten Platz, Rostock und Türkgücü können aber noch vorbeiziehen.

Wie sah der Löwen-Reporter die Leistung der Löwen? Die Noten. 

Marco Hiller – Note 4: In der Anfangsphase oft hinterster Ballverteiler. Mit seinen Händen hielt er einige leichte bis mittelschwere Bälle, beim 1:1 und 1:2 konnte er nur hinterherschauen.

Daniel Wein – Note 4: Erneut Willsch-Ersatz. Erneut ohne große Anpassungsprobleme solide. Aber: Zu passiv gegen Stark vor dem 1:1.

Quirin Moll – Note 3: Der Abwehrchef gefiel durch Zweikampfhärte und Spieleröffnung. Ab und an wagte sich der Ex-Dresdner ein paar Meter nach vorne. Es schlichen sich aber auch ein paar Fehler ein.

Stephan Salger – Note 4: Lieferte sich in der Abwehrzentrale und teils auch etwas herausgerückt gleich mehrere Privatduelle mit Stefaniak, die er zumeist gewann. Glück, dass er gegen Ex-Löwe Daferner mit seinem etwas hohen Fuß keinen Strafstoß verursachte.

Steinhart trifft zum ersten Mal – per Volley

Phillipp Steinhart – Note 3: Der Linksverteidiger agierte hinten ordentlich, musste einmal in höchster Not per Kopf klären. Und vorne? Da stand er goldrichtig, traf den Ball volley mit rechts optimal - und jubelte über sein erstes Saisontor.

Ransford Königsdörffer bringt Dresden in Führung. Hier zu sehen im Duell mit Phillipp Steinhart.
Ransford Königsdörffer bringt Dresden in Führung. Hier zu sehen im Duell mit Phillipp Steinhart. © imago images/MIS

Dennis Erdmann – Note 4: Der zweite Ex-Dynamo in den Reihen der Sechzger durfte gegen nur noch drei verbliebene Kollegen von Beginn an ran. Kampfstarkes Spiel vor der Abwehr, wobei er immer wieder einen Schritt zu spät kam und die Aktionen nach vorne fehlten. Fluchte sich vom Rasen.

Dennis Dressel – Note 4: Der Halle-Held agierte diesmal wieder irdisch. Giftig im Pressing, im Offensivspiel aber auch unpräzise. Beim 1:0 hatte er seine Viererpacker-Füße im Spiel, wenig später konnte auch er Stark nicht am Ausgleichstreffer hindern.

Erik Tallig – Note 5: Zurück in der Startelf. Nach starkem 1860-Einstand aber mit einem ausgiebigen Durchhänger. Vergab, ein, zwei halbgare Schusschancen. Böser Ballverlust, der einen Dresdner Konter ermöglichte. 

Richard Neudecker – Note 4: In einem der "geilsten Duelle der Liga", wie er im AZ-Interview vor dem Spiel sagte, konnte er nicht dafür sorgen, dass es spielerisch geil wurde. Wie Wein und Dressel nur Geleitschutz von Torschütze Stark.

Mölders-Aussetzer besiegelt die Pleite in Dresden

Sascha Mölders – Note 5: Erste Chance: abgepfiffener Kopfball, der ohnehin weit vorbei ging. Zweite Chance: Aussichtsreich den Gegenspieler angeschossen. Das dritte Ding ging dagegen fast rein, als er einen Tallig-Mondball aufs Tor lenkte. Dummes Foul gegen Mai inklusive Verwarnung. Negativ-Highlight: unfreiwilliger Assist vor Dresdens 2:1.

An diesem Sonntag ratlos: Sascha Mölders.
An diesem Sonntag ratlos: Sascha Mölders. © imago images/MIS

Stefan Lex – Note 4: Einer der fleißigsten Pressing-Löwen, was Dresden gerade zu Beginn immer wieder unter Druck setzte. Bei eigenem Ballbesitz ging aber kaum etwas. Am 1:0 beteiligt, als er den Ball fast schon verstolperte, aber nicht verlorengab.

Fabian Greilinger und Johann Djayo kamen zu spät für eine Bewertung.


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