Sascha Mölders vom TSV 1860 München lässt sich Tattoo stechen

Matchwinner Mölders hält sein Versprechen. "Ich bin unmenschlich glücklich", sagt der Stürmer, der mit seinem Elfer alles klar macht.
| Christoph Landsgesell
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Sascha Mölders lässt sich jetzt ein weiteres Tattoo stechen.
dpa Sascha Mölders lässt sich jetzt ein weiteres Tattoo stechen.

Sascha Mölders hält Wort. Für den Aufstieg hatte der Löwen-Stürmer im AZ-Interview ein 1860-Tattoo angekündigt. "Das wird jetzt kommen, auf die Brust ein Wappen von 1860 München", sagte der 33-Jährige nach dem geglückten Coup gegen Saarbrücken dem BR.

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Wie schon im Hinspiel (3:2 für 1860), als Mölders mit seinem Doppelpack die Löwen beim 1. FC Saarbrücken auf Aufstiegskurs schoss, war er auch im Heimspiel im Grünwalder wieder der entscheidende Akteur. Nach dem Foul an Benjamin Kindsvater und dem Elferpfiff schritt Mölders zum Punkt, verlud Saarbrückens Torhüter eiskalt – das 2:1 (66.), das 1860 zum Aufstieg reichte.

Gute zehn Minuten später war Mölders’ Arbeitstag dann beendet – mit Problemen an der Leiste musste er von zwei Betreuern gestützt den Platz verlassen, das Gesicht schmerzverzerrt. "Das tat mir unglaublich weh, du willst in so einem Spiel nie raus", sagte Mölders nach der Partie.

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Der gebürtige Essener, 2016 vom Bundesligisten FC Augsburg zum damaligen Zweitligisten 1860 gewechselt, war einer der Garanten für den Aufstieg, nicht nur wegen seines Dreierpacks in den beiden Relegationsspielen. Mit 19 Toren und 14 Vorlagen in der Liga avancierte Mölders zu einem der Leistungsträger im Team – das hatten ihm zu Saisonbeginn nicht alle zugetraut. Immer wieder war von Fitnessproblemen die Rede, auch Mölders kleines Bäuchlein wurde im Löwen-Umfeld gerne thematisiert. Doch Mölders, der mit seiner Familie in Mering in der Nähe von Augsburg lebt, zeigte es allen Kritikern.

"Das ist Wahnsinn. Vor der Relegation hieß es, 1860 sei der krasse Außenseiter", sagte Mölders, der Strafraumarbeiter mit dem Torinstinkt, der sich in den vergangenen Jahren in die Herzen der Fans malochte. "Was wir da gemacht haben, zeigt, was das für eine Mannschaft ist", sagte Mölders: "Wir haben immer an uns geglaubt. Es ist mein erster Aufstieg, ich bin unmenschlich glücklich."

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Positiver Nebeneffekt für die Löwen: Dank ebendieses Aufstiegs dürfte Mölders auch in der kommenden Saison im weißblauen Trikot des TSV 1860 kicken und (hoffentlich) auch treffen – nur eben eine Liga höher. Ein weiteres Jahr in der Regionalliga, so hieß es im Frühjahr, wolle sich Mölders nicht noch einmal antun. Doch erstmal heißt es für Mölders: Urlaub machen – und einen Termin beim Tätowierer.

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