Sascha Mölders: Die personifizierte Leidenschaft des TSV 1860 München

Sascha Mölders ist beim 3:2-Sieg des TSV 1860 München gegen die Sportvereinigung der Mann des Spiels. Der 34-Jährige ist nicht nur wegen seiner Tore unverzichtbar für die Löwen. Trainer Michael Köllner schwärmt.
| AZ/Julian Huter
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sampics / Stefan Matzke

Sascha Mölders ist beim 3:2-Sieg des TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching der Mann des Spiels. Der 34-Jährige ist nicht nur wegen seiner Tore unverzichtbar für die Löwen. Trainer Michael Köllner schwärmt.

München - Müsste man den Sieg des TSV 1860 gegen die SpVgg Unterhaching mit einem Wort beschreiben, dann wäre dieses wohl "Leidenschaft". Und keiner bei den Löwen verkörpert diesen Begriff mehr als Sascha Mölders. Kein Wunder also, dass der Stürmer beim 3:2-Sieg im Hachinger Sportpark der alles überragende Mann war. An allen drei Toren war er direkt beteiligt. Das 1:1 erzielte er selbst, beim Treffer zur 2:1-Führung köpfte er seinen Teamkollegen Tim Rieder an und in der Nachspielzeit schoss er das umjubelte Siegtor.

"So eine Szene wünscht du dir als Stürmer: 90 plus und du stehst frei vor der Kiste. Man sieht auch im Hintergrund die Fans, das ist einfach Wahnsinn", berichtete Mölders nach dem Spiel bei "Magenta Sport". In so einem Moment kann der bullige Mittelstürmer, der seinen ersten Treffer mit roher Gewalt erzielte, sich auch mal ganz lang machen und den Ball technisch anspruchsvoll mit der Fußspitze aus der Luft pflücken. Schließlich lief die Nachspielzeit im Derby, die bei Mölders neue Kräfte frei setzt.

TSV 1860: Mölders ist bester Torschütze und Vorlagengeber

Auf dem Rasen ist der Mittelstürmer für die Sechzger absolut unverzichtbar. Er ist bester Torschütze (7) und zugleich bester Vorlagengeber (8) - und das jeweils mit Abstand. "Er weiß, wie es geht und er weiß vor allem, wo das Tor steht", sagte Trainer Michael Köllner über seinen Goalgetter.

Seine Rolle abseits des Feldes ist vielleicht sogar noch wichtiger: Er ist zwar nicht der Kapitän, aber der emotionale Anführer dieses Teams. Einer, der seine Teamkollegen und sogar das ganze Stadion in schwierigen Phasen emotional mitreißen und so den Unterschied ausmachen kann. Nach seinem Last-Minute-Punch brachen beim 34-Jährigen alle Dämme und er schrie seine Freude heraus.

Köllner: "Sascha ist Gold wert"

"Du brauchst immer ein paar Leader in der Mannschaft, die vorangehen und über große Erfahrung verfügen. Wir haben viele junge Spieler im Kader, da ist Sascha natürlich Gold wert", weiß Köllner um die Bedeutung seiner Sturmspitze. Der Sieg sei "über viel Leidenschaft", etwas Glück und eben Mölders zustande gekommen, erklärte der Sechzig-Trainer.

Und selbst nach diesem emotionalem Höhepunkt legte der ehemalige Bundesliga-Profi den Finger in die Wunde - wie es sich für einen Anführer eben gehört: "Ich glaube, man muss sagen, dass wir das Spiel eher zumachen müssen. Wir haben zwei drei Dinger gehabt, wo du das Tor machen musst - dann wird es hinten raus gar nicht mehr eng", so Mölders.

Letztendlich war er dann aber doch zufrieden mit den drei Punkten. "Der Sieg, auch wenn er spät zustande kam, ist absolut hochverdient", sagte Mölders. Sie werden ihn vermissen, wenn der 34-Jährige im Sommer seine Karriere beendet. Nicht nur seine Tore, sondern auch diese Leidenschaft. "Im Sommer ist Schluss", bestätigte Mölders nach dem Spiel in der Mixed Zone noch einmal. "Wir haben gewonnen - geil! - und der Rest ist ein anderes Thema."

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