Reisinger über Grünwalder-Ausbau: "Wir wünschen uns Klarheit von der Stadt"

Beim Thema Ausbau des Grünwalder Stadions geht es nur schleppend voran. Auch der TSV 1860 scheint langsam ungeduldig zu werden, Präsident Robert Reisinger fordert nun klare Aussagen seitens der Stadt.
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1860-Präsident Robert Reisinger.
1860-Präsident Robert Reisinger. © imago images/MIS

München - Wann kann es mit dem schon lange geplanten Ausbau des Grünwalder Stadions losgehen? Was genau ist eigentlich geplant und vor allem: was soll das alles am Ende kosten? Es sind Fragen, die die Stadt mittlerweile seit Monaten beschäftigen, das Thema geht aktuell nur äußerst schleppend voran.

Reisinger: "Es fehlen entscheidende Details der Ausgestaltung"

Jetzt könnte wieder etwas Zug in die Sache kommen: Die CSU-Fraktion im Stadtrat hat am Montag wie berichtet einen Fragenkatalog an OB Dieter Reiter (SPD) geschickt, in dem unter anderem nach dem Zeitrahmen und den Kosten gefragt wird. Eine Antwort muss nun innerhalb der nächsten sechs Wochen erfolgen.

Auch der TSV 1860 selbst scheint langsam ungeduldig zu werden. "Wir wünschen uns Klarheit von der Stadt", sagte Präsident Robert Reisinger jetzt dem "Münchner Merkur". "Wir haben die hundertprozentige Zusage, dass das Grünwalder Stadion zweitligatauglich hergerichtet wird, aber es fehlen entscheidende Details der Ausgestaltung."

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Der Punkt, der derzeit wohl am meisten Schwierigkeiten bereiten dürfte, ist der der Miete. "Wir müssen wissen, was an Kosten auf uns zukommt, bevor wir irgendetwas unterschreiben können", stellt Reisinger klar.

Erst zuletzt hatte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) auf AZ-Nachfrage erklärt, dass die Beschlussvorlage für den Stadtrat eigentlich "seit geraumer Zeit nahezu fertig" sei. Nur eben die Bestimmung der künftigen Miete würde laut Dietl noch fehlen. Seit dem Sommer sei die Stadt in Kontakt mit den Vereinen, es gebe aber immer noch "Klärungsbedarf".

30 Millionen oder das doppelte?

Im Juli 2019, als der Grundsatzbeschluss des Stadtrats für den Ausbau gefasst wurde, war von Kosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro die Rede. Mittlerweile ist unter anderem von mehr als dem doppelten Investitionsvolumen zu hören. Doch kann der Haushalt das in Corona-Zeiten überhaupt noch stemmen? "Alle Stadtratsfraktionen haben sich seinerzeit für den Umbau ausgesprochen. Wenn jetzt kein Geld mehr da ist, muss das auch so kommuniziert werden", sagt Reisinger und legt vor. "Die Stadt ist am Zug."

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