Noten zu TSV 1860 gegen Türkgücü: Youngster Gresler zahlt Lehrgeld - Biankadi und Staude schwach

Die Titelverteidigung ist vom Tisch! Der TSV 1860 muss sich in einem intensiven Pokal-Derby dem Stadtrivalen Türkgücü 0:1 geschlagen geben - die Noten für die Löwen.
| Matthias Eicher
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Die Löwen mussten sich am Dienstagabend Türkgücü geschlagen geben.
Die Löwen mussten sich am Dienstagabend Türkgücü geschlagen geben. © IMAGO / Sven Simon

München - Es sollte einfach nicht sein: Drei Tage nach dem siegreichen Elfmeter-Krimi gegen den FC Ingolstadt liefert sich der TSV 1860 in der zweiten Qualifikationsrunde für das Viertelfinale im Toto-Pokal mit Stadtrivale Türkgücü einen Kampf, muss sich am Ende aber 0:1 geschlagen geben.

Gegen den Aufsteiger verhilft Trainer Michael Köllner dem 17-jährigen Maxim Gresler zum Startelf-Debüt, der Youngster zahlt aber nicht nur vor dem Gegentor Lehrgeld. Die beiden Winter-Neuzugänge Merveille Biankadi und Keanu Staude erwischen ebenfalls einen gebrauchten Tag - da hilft auch eine erneut überzeugende Leistung von Keeper Marco Hiller wenig.

Die Noten für den TSV 1860:

MARCO HILLER, NOTE 2: Am Samstag gegen den FC Ingolstadt der Killer-Hiller. Diesmal früh geschlagen, dabei aber ohne jede Abwehrchance. Dafür bekamen Röser und Tosun seine Stärke im Eins-gegen-Eins zu spüren. Bester Löwe.

MARIUS WILLSCH, NOTE 4: Erneut auf seiner rechten Seite hinten wie vorne überall zu finden. Diesmal schlichen sich aber zu viele Fehlpässe ein, um wirklich Druck zu erzeugen.

NIKLAS LANG, NOTE 3: Durfte – auch aus Ermangelung an Alternativen – erneut von Beginn an verteidigen. Einige Wackler, aber insgesamt kampfstark und solide.

STEPHAN SALGER, NOTE 4: Sechzigs Innenverteidiger-Säule überzeugte gegen Türkgücüs starke Offensive mit gutem Stellungsspiel und seiner Übersicht. Manche brenzligen Situation löste er gekonnt, doch er wackelte öfter als gewöhnlich.

Gresler beginnt forsch, sieht beim Gegentor aber alt aus

MAXIM GRESLER, NOTE 5: Nächster Startelfdebütant unter Köllner. Zeigte sich engagiert und forsch, schlug sich anfangs auch wacker gegen Sararer und Co. Konnte beim 0:1 vor der Flanke aber nur noch hinterherlaufen und sah trotz seiner erst 17 Lenze auch in der Folge öfter alt aus.

DENNIS DRESSEL, NOTE 3: Aktiv und bissig. Starkes Tackling gegen Sararer im eigenen Strafraum. Schaltete er sich vorne mit ein, wie bei seinen Schüssen oder seiner Vorarbeit für Biankadi, wurde es prompt gefährlich. 

STEFAN LEX, NOTE 4: Diesmal lief der vielseitig einsetzbare Löwe als Rechtsaußen auf. Hat dort schon viele bessere Spiele absolviert. Zwar engagiert, aber glücklos. Seine einzig starke Vorarbeit wurde von Kollege Staude verdaddelt. Rettete hinten auf der Linie.

Biankadi und Staude agieren unglücklich

RICHARD NEUDECKER, NOTE 4: Viel klein-klein, rieb sich in vielen Duellen auf, anstatt dem Spiel Struktur zu verleihen. Schon mitten im zweiten Durchgang mit einem Frustfoul gegen Awoudja, verpasste den Ausgleich in der Nachspielzeit.

MERVEILLE BIANKADI, NOTE 5: Ganz und gar nicht sein Spiel. Rannte sich oft fest, nahm viele Auszeiten – kurz nach der Pause mit einer ganz schwachen, weil zu kurz geratenen Ablage auf Gresler. Verballerte auch noch zwei Schuss-Chancen.

KEANU STAUDE, NOTE 5: Man sah, dass er wollte und auch über eine ganz feine Technik verfügt. Mal ging es gut, aber öfter passten seine Ideen, deren Umsetzung und/oder die Laufwege der Kollegen nicht zusammen. Vergab die beste Chance.

Mölders verpasst die frühe Führung, Knöferl sorgt für Schwung

SASCHA MÖLDERS, NOTE 4: Schwere Beine? Schonen für die Liga? Nicht mit Mölders. Hätte 1860 um ein Haar bereits nach knapp fünf Minuten in Führung geköpft. Rieb sich auf, aber hatte kaum mehr Chancen – hätte also auch draußen bleiben können.

LEON KLASSEN, NOTE 3: Fügte sich mit ein, zwei abgezockten Aktionen ein und zeigte, dass er durchaus zu gebrauchen wäre.

ERIK TALLIG, NOTE 4: Trieb 1860 an, leistete sich aber zu viele Abspielfehler.

LORENZ KNÖFERL, NOTE 3: Erfrischender Auftritt des Junglöwen, der immer wieder ankurbelte.

FABIAN GREILINGER, NOTE 4: In der Schlussphase Mann für alles auf links, blieb aber ohne entscheidende Aktionen.

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