Neuer Rasen, neues Flutlicht: Grünwalder Stadion wird aufgerüstet

Die Stadt macht das Grünwalder Stadion zweitligatauglich: Neben einem neuen Kamerapodest gibt's auch einen neuen Rasen sowie moderne Fluchtlichtstrahler. Unklar ist allerdings noch, was aus der Kult-Anzeigetafel im Sechzgerstadion wird.
| Michael Schleicher
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Wollen die Fans erhalten haben: die alte Anzeigentafel im Grünwalder Stadion.
Wollen die Fans erhalten haben: die alte Anzeigentafel im Grünwalder Stadion. © imago images

München - Die Löwen schnuppern an der 2. Liga – und auch die Stadt tut jetzt ihr Bestes, damit der TSV 1860 wieder im Fußball-Unterhaus ankommen kann. Durch Umbaumaßnahmen wird das Grünwalder Stadion jetzt nach und nach zweitligatauglich gemacht.

Voraussetzung zur Lizenzierung für die 2. Bundesliga ist eine größere Stellfläche für Medienübertragungstechnik, deshalb müssen im Sechzgerstadion unter anderem Kamerapodeste errichtet werden, um die Anforderungen für die Fernsehübertragung der Spiele zu erfüllen.

Neuer Rasen fürs Grünwalder Stadion

Das ist aber nicht die einzige Veränderung, die es künftig im Grünwalder Stadion geben wird: Die Stadt möchte auch die Rasenqualität erhöhen. In dieser Saison glich das Grün bereits häufiger eher einem Acker – geschuldet einerseits durch das schlechte Wetter, vor allem aber auch wegen der enorm dichten Spieltaktung. Neben den Sechzgern spielen schließlich auch der FC Bayern II sowie Türkgücü München immer wieder im Grünwalder.

Die Stadt hat deshalb nun 800 Quadratmeter neuen Rasenboden bestellt. Daneben wurde eine Detailplanung erstellt, die die Qualität des Rasens nachhaltig und auch bei engem Spielbetrieb gewährleisten soll.

Vor allem in den Strafräumen ist der Platz im Grünwalder Stadion in ganz schlechtem Zustand.
Vor allem in den Strafräumen ist der Platz im Grünwalder Stadion in ganz schlechtem Zustand. © imago images / MIS

Fluchtlicht wird auf LED aufgerüstet

Daneben wird geplant, die Fluchtlichtanlage im Stadion auszutauschen bzw. aufzurüsten: Noch in diesem Jahr sollen die vorhandenen Strahler durch "ökologisch nachhaltige und anwohnerfreundliche LED-Technik ersetzt werden", schreibt die Stadt in einer Mitteilung. "Dieses erfolgt in Erwartung des sportlichen Aufstiegs des TSV München von 1860 in die 2. Bundesliga und vorbehaltlich der Lizenzerteilung durch die DFL."

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Was wird aus der kultigen Anzeigetafel?

Eine Frage, die beim Grünwalder Stadion aber noch nicht abschließend geklärt ist, betrifft ein absolutes Kult-Objekt. Anfang Februar hatte CSU-Stadtrat (und Bayern-Fan) Hans Theiss den Erhalt der alterhwürdigen Anzeigetafel gefordert.

Nun hat das dafür zuständige Referat für Bildung und Sport geantwortet: Die Stadt befasse sich seit einiger Zeit mit einer modernen Anzeige. Eine solche sei zwar nicht nur für den Spielbetrieb und die Zuschauer zeitgemäß und könnte den Vereinen auch bei der Vermarktung und Werbeanzeige helfen, "die bisherige Anzeigentafel ist jedoch Kult und in jedem Fall erhaltenswert, auch wenn die Funktionalität mit einer modernen Spielstandsanzeige an Bedeutung verlieren würde", führt das Referat aus. "Sollten die Überlegungen daher konkret werden, würden in jedem Fall entsprechende Lösungen gesucht, um die alte Anzeigetafel zu erhalten."

Ein Stück Münchner Tradition: die Anzeigentafel beim Derby 1965.
Ein Stück Münchner Tradition: die Anzeigentafel beim Derby 1965. © imago images/Horstmüller

Die Anzeigetafel, die seit Jahrzehnten über der Westkurve des Grünwalder Stadions steht, muss noch immer von Hand bedient werden. Spielerwechsel, Aufstellungen oder andere Informationen können nicht angezeigt werden, die Fans bekommen lediglich den aktuellen Spielstand zu sehen.

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