Nach zwei Siegen in Serie: Mannheim zeigt 1860 die Grenzen auf

Nach zwei Siegen gegen die Keller-Teams Duisburg und Havelse sieht der TSV 1860 gegen Mannheim in der ersten Halbzeit kein Land. "Es hätte auch 3:0 oder 4:0 stehen können", klagt Trainer Köllner.
| Matthias Eicher
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So sehen Verlierer aus (v.l.): Phillipp Steinhart, Dennis Dressel und Semi Belkahia am Boden, Gegner Mannheim jubelt.
So sehen Verlierer aus (v.l.): Phillipp Steinhart, Dennis Dressel und Semi Belkahia am Boden, Gegner Mannheim jubelt. © sampics / Augenklick

München – Wind. Schnee. Regen. Giesings frostige Höhen machten es nicht gerade leicht für die Löwen, ihre Mini-Erfolgsserie von zwei Siegen in Serie auch gegen ein Spitzenteam der Dritten Liga auszubauen. Sie hatten sich so viel vorgenommen – doch es ging gehörig schief.

Durch das 1:3 (0:2) gegen Waldhof Mannheim legte der TSV 1860 nach dem kurzzeitigen Höhenflug, raus aus dem Tabellenkeller, nun wieder eine Bruchlandung hin. Ein früher Doppelschlag durch Routinier Marc Schnatterer (13.) und Stürmer Dominik Martinovic (20.) brachte das Team vom Trainer Michael Köllner auf die Verlierer-Straße.

Köllner: "Hätte auch 3:0 oder 4:0 für Mannheim stehen können"

Richard Neudeckers Anschlusstreffer (66.) sollte letzten Endes nicht reichen, da sich der TSV durch die mangelhafte Abwehr-Arbeit trotz des starken Gegners auch selbst immer wieder in die Bredouille. Zu allem Überfluss vergab Joker Keanu Staude auch noch einen Handelfmeter (75.), bevor nochmal Martinovic zum Endstand traf (90.+4).

"Wir waren glücklich mit 2:0 in der Pause", meinte Köllner ehrlich: "Es hätte auch 3:0 oder 4:0 für Mannheim stehen können." Gutes Drittliga-Niveau erreichte außer den Mannheimer einzig Torhüter Marco Hiller, der seine Elf wieder einmal vor einer höheren Pleite bewahrte. Damit blieben die Sechzger vorerst den Beweis schuldig, auch Spitzen-Teams schlagen zu können. Vielmehr zeigten die Waldhöfer den Giesingern ganz schön ihre Grenzen auf.

Belkahia mit mehreren Patzern

Köllner baute – wenig überraschend – auf die Sieger-Elf des Havelse-Duells. Doch diese fabrizierte, anfangs in Person des kaum wiederzuerkennenden Innenverteidigers Semi Belkahia, gleich mehrere schwere Patzer. Abwehrchef Stephan Salger konnte die bröckelnde aber genauso wenig zusammenhalten. In der Pause erlöste Köllner Belkahia, Quirin Moll sollte die Defensive wieder dicht bekommen.

Und vorne vielleicht einer reinfallen, irgendwie? Prompt tauchte Sascha Mölders nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff vor dem Tor von Timo Königsmann auf, konnte den Gästekeeper aber nicht überwinden. Nächster Versuch Richard Neudecker: Der Schuss des Spielmachers strich haarscharf am Kasten vorbei (49.). Der Löwe lebte also noch, zog so etwas wie ein Powerplay auf, doch er verpasste den wichtigen Anschlusstreffer.

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Staude vergibt Elfmeter

Auch Merveille Biankadi vergab freistehend in aussichtsreicher Position, und zwar gleich doppelt. Musste also ein Kullertor herhalten: Neudecker zog nochmal ab, Königsmann rutschte die Kugel durch die Hosenträger. Prompt schienen den Sechzgern die Gedanken an den jüngsten 3:2-Doppelpack in den Kopf zu schießen, so beherzt gingen sie plötzlich zu Werke. Der Lohn: Elfmeter! Überraschend war es Staude, der antrat –  und mit einem unplatzierten Schüsschen vergab. Schließlich machte der SVW alles klar. Köllners Kritik: "Hintenraus haben wir zwei, drei Dinger liegenlassen, dann wird es schwer."

Nachdem die Herausforderungen der Sechzger, den am Dienstag gelosten Totocup-Halbfinal-Gegner TSV Aubstadt mal ausgenommen, derzeit streng monoton steigen, folgt noch der größte Brocken: Spitzenreiter 1. FC Magdeburg. Dann müssen sich die Köllner-Kicker am bestem gleich zwei Klassen stabiler zeigen: Sie sind jetzt in der Bringschuld, zu beweisen, ob der weitgehend schmachvolle Auftritt gegen Waldhof ein Ausrutscher war – oder ob es in dieser Spielzeit einfach nicht reicht für ganz oben.

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