Michael Köllner äußert sich zur Causa Mölders: "Ich hab ihn zum Kapitän gemacht"

Am Rande der Partie bei Borussia Dortmund erklärt Michael Köllner seine Entscheidung im Fall Mölders. So sei der Stürmer für ihn zwar einzigartig, aber der Sieg über den BVB sollte dem Trainer später Recht geben.
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Sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt: Michael Köllner.
Sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt: Michael Köllner. © imago images / Treese

München - Vor dem starken 2:0 Auswärtserfolg bei Borussia Dortmund II schwebte beim TSV 1860 die Situation um Sascha Mölders weiterhin umher. 

Für Michael Köllner, der auf der Pressekonferenz zum Thema "Mölders" nur wenig sagte, war die Entscheidung offenbar keine einfache: "Eins ist klar: Sascha Mölders ist ein sehr starker Spieler. Das hat er in der Vergangenheit bei 1860 immer unter Beweis gestellt", lobte der Cheftrainer seinen derzeit fehlenden Top-Stürmer. 

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Dabei betonte er, dass es keine persönliche Entscheidung war, sondern rein sportliche Gründe hatte: "Ich habe nicht umsonst entschieden, ihn vor eineinhalb Jahren zum Kapitän zu machen. Er wurde nicht von der Mannschaft gewählt, sondern es war meine Entscheidung", offenbarte der 51-Jährige gegenüber "Magenta Sport". 

Mölders einzigartig, aber nicht unverzichtbar

"Wir haben schon genügend Backups", antwortete Köllner auf die Frage, ob Mölders sportlich zu ersetzen ist: "Das werden wir heute auch sehen", prognostizierte er. Und siehe da: Der erfahrene Übungsleiter behielt natürlich Recht. Mit Stefan Lex (25.) und Marcel Bär (49.) trafen ausgerechnet zwei der Spieler, die Mölders ab sofort ersetzen sollen. Die Treffer fielen dann auch noch per Kopf - also in echter Stürmer-Manier. 

Gleichzeitig stellte er die Präsenz von Mölders in den Vordergrund: "Er ist ein einzigartiger Spieler. Es wird keinen zweiten in dieser Form geben bei uns", erklärte er. Dennoch hat diese Einzigartigkeit am Ende nicht mehr ausgereicht: "Es ist ja klar, dass man irgendwann auch abbaut. Er hatte keine optimale Vorbereitung im Sommer", nannte der Coach als Erklärung. 

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Die Vorwürfe, - unter anderem von Kult-Löwe Werner Lorant - dass die Löwen nicht oder zu spät reagiert hätten, wollte er nicht auf sich sitzen lassen: "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir haben immer wieder versucht ihn zu stärken. Wir wollten ihn unbedingt zurückbringen, aber es hat nicht funktioniert. Dann musste ich eine Entscheidung treffen", rechtfertigte sich Köllner.

Zumindest gegen den BVB wurden die Löwen-Verantwortlichen in ihrer Entscheidung zunächst voll bestätigt. Die Mannschaft zeigte eine starke Reaktion und es wurde deutlich - es geht auch ohne einen Sascha Mölders, ganzgleich wie einzigartig er auch ist. 

 

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