Gorenzel erklärt: Darum gab es kein Rieder-Comeback beim TSV 1860

Ex-Löwe Tim Rieder spielt künftig wieder in München, allerdings nicht beim TSV 1860. Man habe sich in Giesing durchaus Gedanken über ein Comeback gemacht, sich dann aber aus bestimmten Gründen dagegen entschieden.
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In der Saison 2019/20 spielte Tim Rieder für den TSV 1860, eine Rückkehr wird es aber zunächst nicht geben.
In der Saison 2019/20 spielte Tim Rieder für den TSV 1860, eine Rückkehr wird es aber zunächst nicht geben. © imago images / Passion2Press

München - Tim Rieder wird die kommende Saison wieder in München spielen, dabei zieht es den 27-Jährigen allerdings nicht zurück zum TSV 1860, wo er bereits in der Saison 2019/2020 kickte. Vielmehr verlässt Rieder den 1. FC Kaiserslautern und läuft künftig für den Stadtrivalen Türkgücü München auf.

Viele Löwen-Fans hätten es gerne gesehen, wenn sich Tim Rieder wieder das Sechzger-Trikot übergestreift hätte – und die Vereinsverantwortlichen haben sich mit der Personalie durchaus ernsthaft befasst.

1860 hatte permanenten Kontakt zu Rieder

"Mit Tim Rieder haben wir permanent Kontakt gehabt. Deswegen weiß ich, dass er zurück nach München wollte", sagte 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel zuletzt im Trainingslager in Windischgarsten.

Dass Rieder bei den "Roten Teufeln" nicht gerade glückliche Tag verlebte, rief die Löwen auf den Plan:  Sie dachten darüber nach, in den Poker um den Sechser einzusteigen.

Schließlich war die Trennung im Sommer 2020 nicht sportlich begründet, sondern finanziell. "Rieder ist nicht gegangen, weil wir ihn nicht mehr haben wollten, sondern weil wir sieben Monate lang keine Budgetlösung gefunden haben, um ihn zu halten", führte Gorenzel weiter aus.

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Und auch dass es den 27-Jährige nun zu Türkgücü zieht und nicht zurück an die Grünwalder Straße ist den Finanzen geschuldet. Auch wenn man bei den Löwen die Entscheidung des Mölders-Spezls Rieder, beim Lokalrivalen von der Heinrich-Wieland-Straße anzuheuern, nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen hat.

Nur zu gerne hätte man Rieder wieder im Team gehabt, aber eine interne Eignungsprüfung kam zu dem Ergebnis, dass Löwen-Coach Michael Köllner aktuell kostengünstigere Alternativen im Kader hat, die Rieders Qualitäten im Spielaufbau kompensieren können.

Da wäre zum einen Quirin Moll: Der 30-jährige Dachauer stand nach seinem zweiten Kreuzbandriss im Saisonfinale wieder im Kader und soll beim TSV 1860 beim Unternehmen Aufstieg als Chef im Mittelfeld mehr Verantwortung übernehmen.

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"Wir hatten für Tim einfach keinen Platz im Kader"

Zum anderen ist da noch Dennis Dressel: Der 22-Jährige wurde jüngst heftigst von Darmstadt 98 umworben. Da man bei den Löwen aber von den vielfachen Qualitäten Dressels als Achter und Sechser weiß, hat man ihm - bis jetzt - einen Wechsel zu den "Lilien" verwehrt. 

"Dennis hat sich gut entwickelt, mit Quirin haben wir eine Lösung gefunden – deswegen muss man ganz klar sagen, dass wir von der Kaderplanung her keinen Platz mehr für Tim gehabt hätten", erläutert Gorenzel das nicht stattgefundene Comeback des 27-Jährigen.

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Es lag also nicht an Rieder, dass die Rückkehr zu den Löwen nicht geklappt hatte. Dennoch gab es im Netz Beleidigungen und Kritik zahlreicher 1860-Fans, die dem Ex-Löwen seinen Wechsel zu Türkgücü, der in deren Augen ein Rotes Tuch ist, mehr als übel nahmen.

So werfen ihm einige Follower vor, ein "Söldner" zu sein, der "die Kontrolle über sein Leben" verloren habe. Was sie wohl gepostet hätten, wäre es tatsächlich zur Rieder-Rückkehr zu den Löwen gekommen?

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