Der Köl(l)ner-Kicker: Kevin Goden hat dem 1860-Coach viel zu verdanken

Sechzigs blitzschneller Neuzugang Kevin Goden entstammt der Jugend der Geißböcke, sein alter und neuer Trainer verhalf ihm beim Club zum Bundesliga-Debüt. "Ich habe ihm viel zu verdanken."
| Matthias Eicher
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Hat bei den Löwen einen Vertrag bis 2023 bekommen: Kevin Goden.
Hat bei den Löwen einen Vertrag bis 2023 bekommen: Kevin Goden. © Fotostand / Wagner / Imago Images

Windischgarsten - Am Sonntagabend hatte er seinen großen Auftritt, er schnappte sich das Mikro und losging's. "You Should Let Me Love You", sang Neulöwe Kevin Goden vor versammelter Mannschaft, ganz nach dem Vorbild der gleichnamigen Nummer von "Mario" - das obligatorische Einstandsständchen.

Künftig wird er darum kämpfen, dass ihn die Löwen lieben. Die Zuneigung zwischen Trainer und Spieler ist jedenfalls schon vorhanden.

"Michael Köllner hatte schon einen großen Anteil daran, dass ich zu Sechzig gewechselt bin", sagte der 22-jährige Neuzugang des TSV 1860 über seine Verpflichtung von Zweitligist 1. FC Nürnberg:

Köllner holte Goden ins Profi-Geschäft

"Er hat mich damals beim Club ins Profi-Geschäft geholt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar." Goden, der Köllner-Kicker. Fünf Bundesliga-Einsätze hatte der Nürnberger Youngster Goden unter Club-Coach Köllner zu verzeichnen, unter anderem ein 0:3 gegen den FC Bayern.

"Ich hab' damals gegen Franck Ribéry und David Alaba gespielt", meinte der gelernte Rechtsaußen über das ungleiche Duell: "Es war schon sehr interessant, damals mit 19 Jahren gegen diese Stars zu spielen."

Zu langsam für den Trikot-Tausch

Nachdem er anfangs nur hin- und hergelaufen sei, ohne an den Ball zu gelangen, sei er entnervt zur Tat geschritten: "Ich hab' den Ribery gleich mal gefoult."

Zu einem Achtungserfolg gegen die Roten reichte es in Nürnbergs Abstiegssaison genauso wenig wie zu einem Trikot der Weltstars: "Da war ich leider zu langsam."

Gut für die Blauen: Anders als beim verpassten Trikot-Tausch zählt Schnelligkeit zu Godens größter Stärke.

"Es gibt keine offizielle Zeit, aber ich bin die hundert Meter schon mal in 10,8 gelaufen. Auf jeden Fall irgendwas unter elf Sekunden", meinte der blitzschnelle Mann, der Sechzigs rechte Seite rauf- und runterrennen soll. Der neue Löwen-Blitz könne eigenen Aussagen zufolge aber auch "physisch dagegenhalten".

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Goden kommt Willschs Verletzung zugute

Die Verletzung von Leistungsträger Marius Willsch (Schambeinentzündung) mag bitter sein für den TSV, für Goden, der aus der Jugend vom 1. FC Köln stammt, ist sie eine Chance.

"Es wäre zu hoch gegriffen, wenn ich sagen würde, dass ich sofort spielen werde. Aber ich will natürlich so viel spielen, wie möglich", meinte Goden dazu.

Sein Vorteil: Da er (wie Willsch) im rechten Mittelfeld ausgebildet wurde, könne er beide Positionen bekleiden. "Ich denke, die Dreierkette kommt mir entgegen, da man so recht offensiv spielt."

Die Hoffnung des gebürtigen Bonners, der in Schwabing eine WG mit seinem 20-jährigen Bruder aufgemacht hat: "Ich weiß auch, wo das Tor steht. So kann ich hoffentlich einige Tore beisteuern und auch mal einen auflegen."

Beim Einstand gleich getroffen

Wie bei seinem Debüt beim 8:2 bei Regionalligist Heimstetten, als er ins Schwarze traf. "Es hat mich gefreut, dass ich beim Einstand getroffen habe."

Im Trainingslager in Windischgarsten musste er allerdings kürzer treten - muskuläre Probleme. "Ich hatte in den letzten Monaten leider nicht so viel Wettkampfpraxis", sagte der Mann, der mit Nürnbergs U21 zuletzt keine Spiele hatte und auch oben beim ersten Team nicht mehr ranschnuppern durfte.

Das Aufstiegs-Trio ist jetzt bei den Löwen

Übrigens: Goden komplettiert mit Neu-Löwe Marcel Bär und Winter-Neuzugang Merveille Biankadi jenes Trio, das mit Eintracht Braunschweig vor zwei Jahren in die Zweite Liga aufgestiegen ist.

Der FCN hatte ihn damals zu den Braunschweiger Löwen verliehen. Das Kunststück möchte er mit Bär und Biankadi mit den Münchner Löwen wiederholen.

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"Wir müssen erstmal schauen, wie es läuft", meinte er auf Sechzigs Favoritenrolle angesprochen und verwies auf das schwere Auftaktprogramm.

"Wenn du mal Bundesligaluft geschnuppert hast, willst du da wieder hin"

Bevor er sich entlocken ließ, dass es "schon gut aussehe" in dieser Saison. Irgendwann will er auch wieder dort auflaufen, wo er mit seinem alten und neuen Coach bereits gewesen ist:

"Wenn du mal Bundesligaluft geschnuppert hast, willst du da wieder hin." Mal sehen, wie sich der Köllner-Kicker erstmal auf dem Weg in die Zweite Liga macht.

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