Auf ins Endspiel! 1860 vor Showdown in Ingolstadt kämpferisch

1860 verpasst gegen Bayern II die Chance auf den direkten Aufstieg, aber die Relegation ist weiter drin. Beim Saisonfinale in Ingolstadt muss jetzt ein Sieg her. Mölders sicher: "Wir werden dort gewinnen".
| Matthias Eicher
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"Positiv bleiben": Sechzig-Coach Michael Köllner ruft seine Spieler nach Abpfiff zusammen, um sie auf das Saisonfinale einzuschwören.
"Positiv bleiben": Sechzig-Coach Michael Köllner ruft seine Spieler nach Abpfiff zusammen, um sie auf das Saisonfinale einzuschwören. © imago images/foto2press

München - Ivonne Mölders im T-Shirt der "Wampe von Giesing". Anni Steinhart im Trikot ihres Gatten. Stefan Lex' Frau Claudia mit dem süßen Sohnemann Raphael im viel zu langen Löwen-Trikot mit der Nummer sieben. Außerdem war Petra Freitag gekommen, die Partnerin von Löwen-Trainer Michael Köllner.

1860 im Derby: Ungewohnt fahrig und einfallslos

Mit ihren Liebsten auf den Rängen wollten die Löwen einen Derby-Dreier bejubeln - und wurden bitter enttäuscht. Von einem XXL-Spalier aus tausenden Sechzger-Fans war der TSV 1860 am Sonntag ins Grünwalder Stadion eskortiert worden.

Der Wunsch der Anhänger an ihre Löwen: Den FC Bayern II in die Regionalliga schießen - und den nächsten Schritt auf dem Weg zum eigenen Aufstieg gehen.

Schien eher Last zu sein als Motivationsspritze: Bayern-Bürscherl Armindo Sieb (18) schoss den FC Bayern II beim 2:2 gegen ungewohnt fahrige und einfallslose Löwen in Front (13.).

Ausgleich per Handelfmeter

Nach dem Ausgleich durch den 22. Saisontreffer von Sascha Mölders per Handelfmeter (41.) fieberten alle Sechzger schon dem Sieg entgegen, der im Aufstiegsrennen am kommenden Wochenende sogar die Chance auf den direkten Aufstieg offengehalten hätte.

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Stattdessen traf Sarpreet Singh für den FCB ein zweites Mal ins Löwen-Herz (49.). Weil sich die Sechzger im zweiten Durchgang eines packenden Derbys noch fingen und zumindest teilweise ihr gefürchtetes Offensivspiel aufziehen konnten, gelang Phillipp Steinhart mit dem zweiten 1860-Elfmeter wenigstens der erneute Ausgleich (68., Foulelfmeter).

Mit breiter Brust nach Ingolstadt fahren

Aufstieg der Sechzger, Klassenerhalt der Bayern - beides wird durch das magere Remis nicht gerade wahrscheinlicher. "Es war klar, dass es kein Freundschaftsspiel wird", meinte Trainer Köllner hinterher und sprach davon, nun "mit breiter Brust nach Ingolstadt fahren" zu können.

Dennoch hat der TSV zwei Zähler verschenkt, denn nur mit einem gestrigen Dreier hätte im Saisonfinale beim FCI am Samstag (13.30 Uhr) schon ein Pünktchen für die Aufstiegsrelegation gereicht.

Auf ins Finale zu den Schanzern

Dennoch heißt es nun mit aller Zuversicht, die den Blauen bleibt: Auf ins Finale zu den Schanzern! Ein grantiger 1860-Kapitän Mölders stellte schon mal seine Trotz-Rechnung auf: "Wir haben jetzt ein Endspiel in Ingolstadt. Wir wollen dort gewinnen und wir werden dort gewinnen. Dann spielen wir die Relegation und dann in Liga zwei!"

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Nach flottem Beginn lag der Ball zum Leidwesen der Löwen nicht vorne im Kasten, sondern hinten: Die kleinen Bayern spielten einen Konter bis zu Siebs eiskaltem Abschluss ebenso zu Ende, wie es ihre Vorbilder getan hätten. Von den Profis verstärkte übrigens keiner die Roten, denen aber durch Sarpreet Singh eine frühe Vorentscheidung hätte gelingen können (27.).

Und Sechzig? Gegen kämpferisch wie technisch starke Bayern wollte den Blauen nicht viel einfallen. Und das, wo Hansa Rostock und der FC Ingolstadt am Vortag schon vorgelegt hatten und Dynamo Dresden bereits die Rückkehr in die Zweite Liga feiern darf. Eher Glück als Geschick des TSV, dass noch vor der Pause der Ausgleich gelang.

Seit elf Spielen ungeschlagen

Nach dem Seitenwechsel der erneute Schock für Sechzig, doch auch Steinhart blieb vom Punkt cool. Trotz mehrerer Chancen durch Mölders (78.) und Lex (84., 85.) wollte der Siegtreffer nicht mehr fallen. Ob sich Köllners Kicker den Dreier für den finalen Spieltag aufgehoben haben?

Klar ist: Bei den Schanzern bedarf es - ohne den gesperrten Semi Belkahia und den verletzten Fabian Greilinger - einer Leistungssteigerung immer noch ungeschlagener Löwen (elf Spiele in Serie). Schlusswort Köllner: "Positiv bleiben - wir können noch alles erreichen!"

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