Alle Neune! TSV 1860 will weiter vom Aufstieg träumen

Acht Spiele sind die Löwen ungeschlagen. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel betont: "Träumen erlaubt".
| Matthias Eicher
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imago images / Beautiful Sports

München - Zweikampfhärte für Zwickau gefällig, liebe Löwen? Trainer Michael Köllner tauschte am Donnerstag für etwas Anschauungsunterricht den Fußball gegen einen Puck aus – und schaute beim Eishockey vorbei.

"Stichwort Zweikämpfe: Ich habe das Spiel des EHC München gegen Augsburg (5:4 nach Verlängerung) angeschaut und bin in den Genuss gekommen, neben Hans Zach sitzen zu dürfen – er hat mir letzte Tipps gegeben", sagte der Trainer des TSV 1860 vor der Auswärtsfahrt zum Tabellen-13. FSV Zwickau am Sonntag (14 Uhr).

Köllner über sein Erlebnis bei den Red Bulls an der Seite der Eishockey-Legende: "Es ist toll, dass beim EHC viele Jungs wie Konrad Abeltshauser große Sechzger-Fans sind. Er hat sogar den Löwen in seine Kelle eingraviert."

TSV 1860 will zum neuten Mal ungeschlagen bleiben

Die Sechzger-Fraktion des EHC hofft freilich auf den nächsten Streich der Blauen, für den sich direkt die nächste Sportart heranziehen lässt: Auf der Mission, die Serie von acht ungeschlagenen Spielen in Serie weiter auszubauen, halten es Köllner und Co. wie beim Kegeln: Alle Neune in Zwickau!

Sollte auch in der Zwickauer GGZ-Arena was drin sein, dürfen die Sechzger weiter hoffen. Doch kann den Giesingern auf der Drittliga-Bahn heuer wirklich der ganz große Wurf gelingen?

Wie Sportchef Günther Gorenzel erklärte, ist zumindest der Gedanke daran zulässig. "Für unsere Fans und das Umfeld gilt: Träumen erlaubt! Es ist wichtig, die Euphorie mitzunehmen", stellte der 48-Jährige klar, er warnte aber alle im Verein unmissverständlich: "Im Erfolg passieren die meisten Fehler." Die sportliche Leitung tue somit "gut daran, uns auf das Wesentliche zu fokussieren".

Löwen ohne Niemann gegen Zwickau

Am Sonntag müssen die Löwen ohne Offensivwirbelwind Noel Niemann (muskuläre Probleme) loslegen, Prince Owusu oder Timo Gebhart dürften in die Bresche springen. Köllner sprach bildlich über Sechzigs Kontrahenten, der ebenfalls einen Namen aus dem Tierreich trägt: "Die Schwäne spielen gegen die Löwen. Ich kann es mir im Reich der Fabeln nicht ausmalen, wer da gewinnt. Schwäne sind Löwen normalerweise unterlegen, aber sie können fliegen."

Wieder auf dem Rasen der Tatsachen erklärte der 50-Jährige: "In Zwickau ist es brutal schwer, zu gewinnen. Wenn dort eine Mannschaft mal gewonnen hat, dann meist erst in den letzten Minuten." Der Ost-Klub habe mit Angreifer Ronny König "einen ähnlich routinierten Sturmführer wie wir mit Sascha Mölders".

TSV 1860: Was wird aus Mölders?

Stichwort Mölders, der laut mehrerer Medienberichte im Rahmen seiner Zukunftspläne ein weiteres Gespräch mit Bayernliga-Tabellenführer FC Pipinsried haben soll: Wie Köllner erklärte, sei Sechzigs Lauf zwar eng mit dem Hoch des 34-jährigen Oldies, den 1860 weiter halten will, verbunden: Mölders mache es derzeit "sehr gut", doch "woher kriegt er die Bälle? Wir heben Sascha nicht hoch in den Olymp und der Rest bekommt, was durch seine Hände rinnt. Sascha ist von der ganzen Mannschaft abhängig."

Und die will in Zwickau aus den acht Spielen ohne Pleite einen Neunerpack machen – damit alle Sechzger-Anhänger weiterträumen dürfen.

Köllner verwies zwar erneut darauf: "Das Saisonziel bleibt, bleibt, bleibt eine sorgenfreie Saison – zum letzten Mal." Räumt der Coach (zwei Zähler im Schnitt) allerdings weiter so fleißig ab wie bisher, wird er sich die Frage noch öfter stellen lassen müssen.

Lesen Sie hier: Köllner im Reich der Fabeln - Deshalb hat es Sechzig in Zwickau schwer

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