1860-Allrounder Quirin Moll: Meine Position? "Mir eigentlich relativ egal"

Auch nach seinem zweiten Kreuzbandriss hat sich Quirin Moll wieder in die erste Elf des TSV 1860 zurückgekämpft. Gegen Meppen wurde der gelernte Sechser einmal mehr im Abwehrzentrum gebraucht. Für ihn selbst ist seine genaue Position auf dem Platz ohnehin zweitrangig.
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Defensiv-Allrounder des TSV 1860: Quirin Moll.
Defensiv-Allrounder des TSV 1860: Quirin Moll. © IMAGO / Passion2Press

München - Seinen Abwehrspielern wollte Michael Köllner keine Schuld am Gegentor geben. "Wir haben den ersten Pass nicht gut verteidigt. Den musst du einfach löschen", meinte der Coach über die Szene in der 18. Minute, als seine Löwen vom SV Meppen mit einem blitzschnellen Konter übertölpelt wurden und René Guder den Ball schließlich im Eins-gegen-Eins gegen den zögernden Marco Hiller hinweg ins Tor lupfte.

"Wenn der Gegner einen offenen Ball spielen kann, ist es immer schwierig für eine Kette. Es sind nicht immer die Hinteren", meinte auch Quirin Moll nach der Partie. Der 30-Jährige war nach überstandener Wadenverletzung direkt wieder in die Startelf beordert worden und lief zusammen mit Stephan Salger in der Innenverteidigung auf.

Moll wurde unter Köllner zum Innenverteidiger

Für Moll schon längst keine ungewohnte Position mehr: Der gebürtige Dachauer wurde schon in der Hinrunde der vergangenen Saison von Michael Köllner vom Sechser zum Innenverteidiger umgeschult und bildete zusammen mit Salger ein zweikampf- und spielstarkes Abwehr-Duo, bevor er in den letzten Spielen vor seinem Kreuzbandriss im Januar wieder ins defensive Mittelfeld beordert wurde.

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So war es wenig verwunderlich, dass die Löwen ihren Defensiv-Allrounder trotz dessen schwerer Verletzung - für ihn war es bereits der zweite Kreuzbandriss innerhalb kurzer Zeit - unbedingt über dessen Vertragsende im Sommer hinaus halten wollten. "Quirin besitzt auf Grund seiner Spielerpersönlichkeit und seiner Stärken die Fähigkeit, in jedem Spiel die wichtige Balance in den Mannschaftsteilen und zwischen Offensive und Defensive herzustellen und darüber hinaus entscheidende Impulse zu setzen", hob Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel die Wichtigkeit des 30-Jährigen bei der Vollzugsmeldung im Juni hervor..

Belkahia vor Comeback: Rückt Moll wieder auf die Sechs?

In Abwesenheit von Semi Belkahia wurde Moll zuletzt wieder häufiger in der Innenverteidigung gebraucht. Der 22-Jährige steht nach seinem Kapselriss im Sprunggelenk aber vor seinem Comeback und könnte im Toto-Pokal-Achtelfinale bei Wacker Burghausen am Mittwoch (19 Uhr, Löwen-TV und im AZ-Liveticker) wieder im Kader stehen. Gut möglich also, dass Moll demnächst wieder häufiger auf seiner gelernten Position im defensiven Mittelfeld auflaufen wird.

Appell von Quirin Moll: Bloß nicht resignieren!

Für den Routinier selbst ist seine genaue Position aber ohnehin zweitrangig. "Ich weiß nicht, wie der Trainer plant und spiele dort, wo er mich einsetzt. Das ist mir eigentlich relativ egal, muss ich sagen", meinte Moll am Samstag lapidar: "Mir macht beides auch Spaß, ich kann beides – je nachdem, wo der Trainer mich aufstellt."

Für ihn gehe es viel mehr darum, nach den schwierigen letzten Wochen bloß nicht zu resignieren. "Wir haben jetzt schon ein paar Spiele, wo wir sagen: Das ist eine gefühlte Niederlage. Das darfst du dir nicht zu extrem einreden und dich runterziehen lassen", meint Moll. Sein Credo? "Hart und gut analysieren und dann einfach weitermachen."

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