Klinsmann sucht den Capitano

Bayern-Kapitän Oliver Kahn tritt ab. Und hat schon mal Luca Toni als seinen Nachfolger im Kapitänsamt ins Spiel gebracht. Wer aber hat tatsächlich die besten Chancen? - Die Kandidaten für die Kapitänsbinde im AZ-Check.
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Das Objekt der Begierde: Wer kriegt die Kapitänsbinde beim FC Bayern?
firo/Augenklick Das Objekt der Begierde: Wer kriegt die Kapitänsbinde beim FC Bayern?

MÜNCHEN - Bayern-Kapitän Oliver Kahn tritt ab. Und hat schon mal Luca Toni als seinen Nachfolger im Kapitänsamt ins Spiel gebracht. Wer aber hat tatsächlich die besten Chancen? - Die Kandidaten für die Kapitänsbinde im AZ-Check.

Jürgen Klinsmann tigerte durch die Kabine, in der Hocke machte er die Spieler an. Er schrie. Und deutete plötzlich auf Michael Ballack. „Die kennen unseren Capitano noch nicht.“ Mit „die“ waren die Argentinier vor dem WM-Viertelfinale 2006 in Berlin gemeint. Auch die Bayern kennen ihren Capitano, den Spielführer, für die kommende Saison noch nicht. Oliver Kahn macht in zehn Tagen Schluss, seine Nachfolge ist nicht geregelt.

Luca Toni würde gerne, Kahn kann sich das vorstellen. Wer noch in Frage kommt:

Mark van Bommel

(31/seit 2006 bei Bayern)
„Wenn der Olli nicht mehr da ist, wird Mark eine ganz wichtige Rolle spielen“, sagte Manager Uli Hoeneß. Allerdings gab es noch keine Gespräche über eine Verlängerung seines bis 2009 laufenden Vertrages. Das Problem: Bei einer Verpflichtung von Gennaro Gattuso hat der in der Mannschaft geschätzte Holländer keinen Stammplatz mehr.

Lucio

(30/2004)
Erst kürzlich hat sich der Brasilianer trotz seiner stetigen Fluchtgedanken nach Spanien oder Italien zum FC Bayern bekannt. In dieser Saison war er Kahns Stellvertreter Nummer eins, und im des Teams wegen seiner professionellen Einstellung akzeptiert – doch als Anführer ist Lucio zu introvertiert.

Willy Sagnol

(31/2000)
In Wolfsburg war der Franzose Kapitän – aber nur weil Kahn und Lucio fehlten. Seine Vorbildfunktion hat er durch seine emotionalen Kurzschlusshandlungen (wollte im Winter weg, kritisierte kürzlich Vorstand und Trainer) verspielt. Auch bei den Fans ist er unten durch. Dass die Wahl auf ihn fällt, dessen Zukunft trotz Vertrag bis 2010 ungewiss ist, erscheint sehr unwahrscheinlich.

Philipp Lahm

(24/2005):
Noch ist der Vertragspoker mit Bayern nicht entschieden. Manchester United will den flexiblen Verteidiger sofort, sein Vertrag läuft aber noch bis 2009. Käme derzeit als einziger Deutscher in Frage – wenn er denn tatsächlich bleibt.

Martin Demichelis

(27/2003):
Der Argentinier spielte als Abwehr-Chef die Saison seines Lebens, kommt als Typ im Team sehr gut an, ist schon fünf Jahre dabei. Wird er gar der Boss? „Ich kann mir vorstellen, dass er in die Rolle hineinwächst. Besser als er in dieser Saison kannst du nicht spielen“, sagte Vorstandsberater Paul Breitner, „und dass er nicht so gut deutsch spricht, ist kein Hindernis.“

Patrick Strasser

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