Klinsmann-Einstand misslungen: Nur 2:2 gegen HSV

München (dpa) - Die Ära Jürgen Klinsmann hat beim FC Bayern München mit einer Enttäuschung begonnen. Der ehemalige Nationalcoach kam bei seinem Debüt auf der Trainerbank des Titelverteidigers gegen den Hamburger SV nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.
| Abendzeitung
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Münchner Toni Kroos (m) wird von den Hamburgern de Jong (l) und Pitroipa vom Ball getrennt.
dpa Der Münchner Toni Kroos (m) wird von den Hamburgern de Jong (l) und Pitroipa vom Ball getrennt.

München (dpa) - Die Ära Jürgen Klinsmann hat beim FC Bayern München mit einer Enttäuschung begonnen. Der ehemalige Nationalcoach kam bei seinem Debüt auf der Trainerbank des Titelverteidigers gegen den Hamburger SV nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.

Damit verpassten die Münchner im Eröffnungsspiel der 46. Bundesliga-Saison ihren sechsten Auftaktsieg in Serie. Vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena erzielten die beiden Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (12.) und Lukas Podolski (16.) die Treffer für die Münchner. Paolo Guerrero (25.) und Piotr Trochowski per Foulelfmeter (57.) trafen in der rasanten und abwechslungsreichen Partie für die Gäste.

«Natürlich will man als Trainer am ersten Spieltag einen Dreier einfahren. Wir hatten gehofft, direkt nach der Pause das 3:1 zu machen. Leider kam dann aber das 2:2 durch den Elfmeter», sagte Klinsmann. HSV-Coach Martin Jol war zufrieden: «Wenn man so schnell 0:2 zurück liegt, muss man mit einem Punkt zufrieden sein.» Der Niederländer, der in der Saison 1978/79 neun Spiele für die Münchner bestritt, konnte mit seinem Einstand auf der HSV-Bank sehr zufrieden sein. Im ersten Spiel nach dem Wechsel von Spielmacher Rafael van der Vaart zu Real Madrid wirkten die Norddeutschen spielfreudiger und ballsicherer als der große Titelfavorit.

Die Bayern warten in der Allianz-Arena damit weiter auf den ersten Sieg gegen den HSV. Der Niederländer Martin Jol, der in der Saison 1978/79 neun Spiele für die Münchner bestritt, konnte mit seinem Einstand auf der HSV-Bank dagegen sehr zufrieden sein. Im ersten Spiel nach dem Wechsel von Spielmacher Rafael van der Vaart zu Real Madrid wirkten die Norddeutschen insgesamt spielfreudiger und ballsicherer als der große Titelfavorit.

«Wir haben sehr stark begonnen, es dann aber versäumt, das dritte Tor zu machen. Nach dem Anschlusstreffer des HSV haben wir nicht mehr den Druck entwickeln können», kritisierte Bayerns-Manager Uli Hoeneß. «Auf Dauer werden wir Spieler wie Ribery oder Toni nicht ersetzen können», sagte Hoeneß. HSV-Torwart Frank Rost wollte den Punkt nicht überbewerten. «Wir sollten das richtig einordnen. Die Bayern sind noch nicht bei 100 Prozent.»

Nach der offiziellen Saisoneröffnung durch Bayerns Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und Ligapräsident Reinhard Rauball erwischten die Hamburger zunächst den besseren Start. Bereits in der 6. Minute prüfte der frühere Münchner Guerrero Bayerns neue Nummer eins Michael Rensing. Fünf Minuten später knallte ein Schuss von Nationalspieler Trochowski an den Pfosten.

Doch mit dem ersten gefährlichen Angriff gingen die Gastgeber, die unter anderem auf den vor dem Spiel als «Fußballer des Jahres» ausgezeichneten Franck Ribery und Torschützenkönig Luca Toni verzichten mussten, in Front. Nach einer Zé Roberto-Flanke gelang Schweinsteiger in der 12. Minute das Premieren-Tor der neuen Spielzeit.

Der Rekordmeister nahm nun für kurze Zeit das Zepter in die Hand. Nur vier Minuten nach der Führung erhöhte Podolski, der ansonsten wie Sturmpartner Miroslav Klose den Italiener Toni nicht ersetzen konnte, per Foulelfmeter auf 2:0. Joris Mathijsen hatte Schweinsteiger im Strafraum am Trikot gezerrt. Neben den beiden Torschützen standen fünf weitere deutsche Akteure in der Anfangsformation des FCB. «Das freut mich natürlich ganz besonders. Für unsere Nationalspieler ist es wichtig, dass sie Spielpraxis bekommen», sagte Bundestrainer Joachim Löw, der sich die Saison-Ouvertüre fünf Tage vor dem Länderspiel in Nürnberg gegen Belgien nicht entgehen ließ.

Der Vorsprung gab den Bayern nicht die erwartete Sicherheit. Besonders in der Abwehr, wo der verletzte Argentinier Martin Demichelis schmerzlich vermisst wurde, offenbarten Lucio und Daniel van Buyten große Probleme. Nach einer Flanke des Ex-Bayers Trochowski konnte Guerrero völlig ungehindert zum 1:2 einköpfen (25.).

Nach dem Seitenwechsel ging es weiter munter hin und her. Zunächst vergab Podolski für die Hausherren freistehend (49.), dann traf Ivica Olic für die Gäste zum zweiten Mal den Pfosten (50.). Nach einem Zupfer von Christian Lell gegen den Kroaten Olic entschied Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wenig später erneut auf Strafstoß - Trochowski ließ seinem alten Münchner Kumpel Rensing keine Chance und verwandelte sicher zum verdienten 2:2.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren