Terroralarm! DFB-Länderspiel gegen Holland abgesagt

Der Terror ist in Deutschland angekommen: Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover wurde abgesagt. Alle Hintergründe im AZ-Newsblog zum Nachlesen.
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Eine Stunde zuvor hatte die Polizei wegen des Fundes eines verdächtigen Gegenstandes einen Bereich vor dem Stadion abgesperrt. Nach eingehender Kontrolle wurde zu diesem Zeitpunkt noch Entwarnung gegeben.
dpa Eine Stunde zuvor hatte die Polizei wegen des Fundes eines verdächtigen Gegenstandes einen Bereich vor dem Stadion abgesperrt. Nach eingehender Kontrolle wurde zu diesem Zeitpunkt noch Entwarnung gegeben.

Hannover - Nach dem Terror von Paris sollte vom Spiel der Nationalmannschaft gegen die Niederlande ein Symbol für die Freiheit ausgehen.

Doch dann kommt alles ganz anders...

Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover ist abgesagt worden - um 19.20 Uhr, knapp anderthalb Stunden vor dem geplanten Anpfiff.


Sehen Sie hier die aktuellen Bilder aus Hannover
 

23.27 Uhr

+++ Verdächtiges Paket im IC gefunden +++

Entschärfer der Polizei haben am Dienstagabend aus einem IC in Hannover ein verdächtiges Paket geborgen. Ob es sich dabei um eine Sprengstoff-Attrappe oder möglicherweise eine scharfe Bombe gehandelt hat, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen. "Die Attrappe ist so gut, dass es möglicherweise sogar ein echter Sprengsatz gewesen sein könnte. Das wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, es wird untersucht", sagte die Sprecherin der Bundespolizei, Sandra Perlebach. Gefahndet wird nun nach dem Mann, der das Paket dort liegen ließ. Eine Mitreisende haben ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er etwas vergessen habe, als er aufstand und ging. Der Mann habe aber nicht darauf reagiert, sondern den Zug verlassen, sagte die Polizeisprecherin. Daraufhin sei die Polizei alarmiert worden. Nachdem auch ein Sprengstoffsuchhund angeschlagen habe, seien Entschärfer hinzugezogen worden. "Das sah schon verdächtig aus", sagte die Polizeisprecherin. Der betroffene Zug soll auf dem Weg von Bremen nach Oldenburg gewesen sein. Gesperrt sind derzeit die Gleise 11 und 12.


22.49 Uhr

+++ IC wird nach Fund von verdächtigem Gegenstand durchsucht +++

Die Bundespolizei durchsucht zur Stunde einen IC in Hannover, nachdem eine Reisende dort eine verdächtigen Gegenstand gemeldet hatte. Alle Menschen hätten den Zug verlassen, sagte Bundespolizei-Sprecherin Sandra Perlebach. "Der verdächtige Gegenstand wird zur Zeit von Entschärfern untersucht." Gesperrt sind derzeit die Gleise 11 und 12, zeitweilige waren auch noch mehr Gleise dicht. Der Hauptbahnhof könne aber nach wie vor auf einer Ebene durchlaufen werden. Der betroffene Zug soll auf dem Weg von Bremen nach Oldenburg gewesen sein.

 

22.44 Uhr

+++ Helge Schneider sagt Lesung in Hannover ab +++

Komiker und Musiker Helge Schneider (60) hat am Dienstagabend eine Veranstaltung in einer Buchhandlung in Hannover kurzfristig abgesagt. In einem Video auf seinem Facebook-Account sagte Schneider: "Ich musste gerade eine Lesung in Hannover absagen aus Sicherheitsgründen. Jetzt bin ich in meinem Hotel und esse eine Mandarine." Auch Jazzmusiker Maceo Parker hatte ein Konzert in Hannover abgesagt, nachdem das Fußballspiel Deutschland gegen die Niederlande wegen der Gefahr eines islamischen Anschlags gestoppt worden war. Ein Konzert der "Söhne Mannheims" fand dagegen wie geplant in der Tui-Arena neben dem Messegelände in Hannover statt, allerdings unter deutlich verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

 

 

Jetzt in Hannover

Posted by Helge Schneider on Dienstag, 17. November 2015

 

 

22.36 Uhr

+++ Niederländer "schockiert über die Situation in Hannover" +++

Der niederländische Verband KNVB hat mit Bestürzung auf die Absage des Länderspiels gegen Deutschland und die Umstände in Hannover reagiert. "Der KNVB ist schockiert über die Situation in Hannover und bedauert, dass das Spiel nicht stattfinden konnte", hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes. "Wir wollten dieses Spiel spielen, auch weil die Situation am frühen Abend noch sicher war. Als die deutschen Behörden in Folge einer ernsthaften Bedrohung aktiv wurden, hat auch der KNVB Verantwortung übernommen", hieß es weiter. "Es ist sehr traurig, dass unsere Gesellschaft als Folge von 'Paris' und früheren Terroranschlägen so alarmiert sein muss, wie es heute der Fall war", sagte Bert van Oostveen, Direktor Profifußball im KNVB: "Unsere Spieler und unser Team verarbeiten die Geschehnisse dieses Abends. Unser Management steht mit den deutschen Behörden und dem DFB in Kontakt."
 

22.36 Uhr

+++ Rauball: Bundesliga-Spieltag findet statt  +++

Trotz des abgesagten Länderspiels soll in der Bundesliga am Wochenende gespielt werden. "Der Spieltag wird stattfinden", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball. Die Absage der Testpartie der deutschen Weltmeister gegen die Niederlande habe aber Folgewirkungen bei den nun zu klärenden Sicherheitsfragen.

Zuvor hatte Rauball zu der Frage nach den Auwirkungen gesagt:

 

22.13 Uhr

+++ Polizeigewerkschaften loben Absage +++

Die Polizeigewerkschaften haben die Absage des Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande wegen eines möglichen Attentats als richtige Entscheidung gelobt. "Nach den Terroranschlägen von Paris wäre es verantwortungslos, ein Risiko einzugehen, wenn die Sicherheitslage unklar ist", erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, in Berlin. Bei der Abwägung zwischen Spiel und Spaß einerseits und Gesundheit und Leben andererseits könne es keine andere Antwort geben. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, verwies im Sender "Phoenix" auf die Einschätzung der Lage durch den Hannovers Polizeipräsidenten Volker Kluwe. Dieser habe von einer Gefahr gesprochen, die sehr konkret gewesen sein muss.


21.43 Uhr

+++ Nationalelf vermutlich nicht das Ziel +++

Dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft womöglich zur Zielscheibe von Terroristen geworden sei, bezeichnete DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball auf einer Pressekonferenz als Spekulation. "Dafür haben wir keine Anhaltspunkte." Ende März stünden die nächsten zwei Länderspiele gegen England und Italien an. "Was da zu beachten ist, das wird dann mit den Sicherheitsbehörden im Vorfeld zu klären sein."


21.43 Uhr

+++ De Maizière hält sich auf PK bedeckt +++

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat nach der Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden am Dienstagabend in Hannover keine Details zu den Hintergründen genannt. Die Absage sei "aus Gründen des Schutzes der Bevölkerung" erfolgt.Thomas  betonte, eine konkrete Beantwortung vieler Fragen zu den Hintergründen und Gründen der Absage könne er nicht leisten. "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern."

 

21.43 Uhr

+++ Symbol der Solidarität: Englands Fans singen die "Marseilles" +++

Vier Tage nach den Terrorattacken von Paris haben Spieler und Fußball-Fans vor Beginn des Länderspiels zwischen England und Frankreich einträchtig die "Marseilles" gesungen. Viele britische Zuschauer stimmten am Dienstagabend im Londoner Wembley-Stadion mit ein, als die französische Nationalhymne erklang. Auch als das Spiel bereits lief, sangen Fans immer wieder lautstark die Hymne. Auf den Rängen schwenkten sowohl Heim- als auch Gästeanhänger die französische Flagge. Prinz William und zwei Offizielle legten zum Gedenken an die mehr als 120 Terroropfer von Paris Kränze nieder. Die Spieler beider Teams trugen schwarze Armbinden. Im Stadion selbst herrschten während des Spiels strengste Sicherheitsmaßnahmen.
 

21.24 Uhr

+++ Hauptbahnhof: Verdächtiger Gegenstand +++

Im Bereich das Hauptbahnhofes in Hannover ist ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Die Polizei riegelt ab...

 

 

21.20 Uhr

DFB-Interimspräsident Rainer Koch hat bestätigt, dass sich die deutsche Nationalmannschaft nach dem abgesagten Länderspiel in Hannover in Sicherheit befindet. "Reinhard Rauball hat als Delegationsleiter Kontakt zur Mannschaft, sie ist in Sicherheit", sagte Koch und lobte die Polizei Hannover. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden. Wir stellen hier fest, dass die niedersächsische Polizei und auch die Bundespolizei hochprofessionell arbeitet", sagte Koch. Er hatte das Stadion mit Rauball und einigen Ministerinnen der niederländischen Regierung bereits betreten, als die Polizei das Spiel etwa 90 Minuten vor dem geplanten Anpfiff wegen einer konkreten Gefährdungslage absagte. "In solchen Situationen ist immer Besonnenheit angebracht. Wir haben sehr ruhig das Stadion verlassen und sind dann direkt ins Innenministerium gefahren", sagte Koch.
 

21.16 Uhr

+++ Bombe im Rettungswagen? +++

Die Hinweise auf einen mit Sprengstoff beladenen Rettungswagen verdichten sich. Ein N24-Kollege bestätigt, dass diese zuerst von der "Kreiszeitung Syke" verbreitete News unter den Journalisten die Runde macht.

 

 

 

 

21.08 Uhr

+++ Polizei veröffentlicht Fotos eines Attentäters vom Stade de France +++

Französische Ermittler haben das Foto eines noch nicht identifizierten Selbstmordattentäters vom Stade de France veröffentlicht. Sie suchen nach Zeugen, um den bei dem Anschlag gestorbenen Mann zu identifizieren, wie die Polizei am Dienstag auf Twitter mitteilte. Es handele sich um den Attentäter, in dessen Nähe ein syrischer Pass gefunden wurde, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann ist einer der drei Selbstmordattentäter, die sich am Freitagabend in der Umgebung des Stadions in die Luft gesprengt hatten. Per Fingerabdruck war nachgewiesen worden, dass er im Oktober in Griechenland registriert worden war. Allerdings gab es Zweifel, dass es sich bei ihm wirklich um den Syrer handelt, auf dessen Identität der Pass lief. Von den beiden weiteren Selbstmordattentätern am Stade de France ist bislang einer als 20-jähriger Franzose identifiziert worden. Die Identität des dritten Attentäters ist noch nicht geklärt.

 

21.01 Uhr

+++ Niederländische Ministerinnen geschockt über Absage +++

Zwei niederländische Ministerinnen, die zum Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Oranje nach Hannover gereist waren, haben sich über die Absage wegen einer "konkreten Gefährdungslage" geschockt gezeigt. "Wir wissen nicht, was passiert ist, aber das Spiel ist abgesagt worden und wir müssen das Stadion aus Sicherheitsgründen verlassen", sagten Edith Schippers, Gesundheits- und Sportministerin, und Verteidigungsministerin Janine Hennis-Plasschaert, die in einem abgedunkelten Fahrzeug aus dem Stadion gebracht wurden, sichtlich bewegt dem niederländischen Fernsehsender NOS-TV. Hennis-Plasschaert war aus Brüssel eingeflogen worden. Dort hatte sich an der EU-Konferenz teilgenommen.

 

Liebe facebook-Freunde, entgegen anders lautender Informationen in den Medien ist der Verkehr des hannoverschen...

Posted by Polizei Hannover "aktuell" on  Dienstag, 17. November 2015

 

20.58 Uhr

+++ Geplante Pressekonferenz verschoben +++

Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) und sein niedersächsischer Amtskollege Boris Pistorius (SPD) wollen sich um 20.30 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Bund und Land zu den Hintergründen der Absage des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden äußern. Das erklärte ein Sprecher von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dem NDR.
 

20.45 Uhr

+++ Hinweise auf Attentat mit islamistischem Hintergrund +++

Das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande ist wegen eines drohenden Sprengstoffattentats von Islamisten abgesagt worden. Es habe entsprechende Hinweise auf einen Anschlag gegeben, der von islamistischen Gefährdern geplant gewesen sei, erfuhr die dpa am Dienstagabend aus Sicherheitskreisen.

"Wir haben konkrete Hinweise gehabt, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend.

In der ARD sagte der Polizeipräsident, nachdem um 18.45 Uhr die Tore für die Besucher geöffnet worden seien, habe es einen ernstzunehmenden Hinweis gegeben. "Wir haben uns sehr schnell entschlossen, nicht weitere Menschen einzulassen", sagte Kluwe. "Sowohl die Mannschaften befinden sich in Sicherheit als auch die Offiziellen."

Der Polizeichef riet den Menschen, nach Hause zu gehen und sich ruhig zu verhalten. "Es gibt keine konkreten Gefährdungslagen für die Anwohner in der Nähe des Stadions", sagte er. Im U-Bahn-Verkehr kam es zu Einschränkungen. An einigen Haltestellen in der Innenstadt hielten die Bahnen nicht mehr. Dies sei auf Wunsch der Polizei angeordnet worden, sagte der Sprecher der Nahverkehrsbetriebe.
 

20.32 Uhr

+++ Schwer bewaffnete Polizisten sperren HDI-Arena weiträumig ab +++

"Das Spiel ist abgesagt. Die Zuschauer werden gerade gebeten, das Stadion zügig, aber ohne Panik zu verlassen", sagte eine Polizeisprecherin.

Nach der Absage des Länderspiels in Hannover haben schwer bewaffnete Polizisten die HDI-Arena weiträumig abgesperrt. Mehrere Spezialeinsatzkommandos fuhren vor dem Stadion vor. 

Die Evakuierungszone wurde mit Absperrband mit der Aufschrift "Vorsicht Lebensgefahr" kenntlich gemacht. Es gab Hinweise auf einen Sprengstoffanschlag.

Zunächst hieß es lediglich es habe begründete Sicherheitsbedenken gegeben.

 

 

Wie die Deutsche Presse-Agentur meldete, geht die Entscheidung auf einen Hinweis auf ein drohendes Attentat zurück.

Es gebe einen Anschlagshinweis, der ernst genommen werden müsse, erfuhr die dpa am Dienstagabend in Berlin.

"Es war beabsichtigt, einen Sprengsatz im Stadion zu zünden", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe am Dienstagabend im NDR-Fernsehen. Diese Warnung habe man sehr ernst genommen.

"Der entscheidende Hinweis hat uns circa 15 Minuten nach Öffnung der Tore erreicht."

Eine Stunde zuvor hatte die Polizei wegen des Fundes eines verdächtigen Gegenstandes einen Bereich vor dem Stadion abgesperrt.

Nach eingehender Kontrolle wurde zu diesem Zeitpunkt noch Entwarnung gegeben.

Vier Tage nach den Terrorangriffen in Paris während des Länderspiels der DFB-Elf im Stade de France gegen Frankreich am Freitag gilt für die Begegnung gegen den WM-Dritten aus den Niederlanden in Hannover die höchste Sicherheitsstufe.

Unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere hochrangige Politiker hatten ihr Kommen angekündigt.

 

 

Mannschaft war nicht im Stadion

 

Die deutsche Nationalmannschaft war auf dem Weg zur Arena, kehrte dann aber um. Weitere Angaben machte der Deutsche Fußball-Bund zunächst nicht.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw hatte am vergangenen Freitag die Ereignisse in Paris miterlebt. Am Rande des Länderspiels gegen Frankreich hatten Selbstmordattentäter Bomben vor dem Stade de France gezündet.

Das Spiel wurde wegen Sicherheitsbedenken abgesagt, das Stadion evakuiert. Vier Tage zuvor war es während der Begegnung von Deutschland bei EM-Gastgeber Frankreich zu schweren Terroranschlägen vor dem Stadion in Saint-Denis sowie in Paris gekommen. Dabei kamen nach bisherigen Angaben 129 unschuldige Menschen ums Leben.

Die deutsche Mannschaft hatte das Stade de France erst in den frühen Morgenstunden verlassen und war mit Polizeieskorte zum Flughafen gebracht worden.

Zu dem Spiel waren auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Bundesminister erwartet worden.

Zum Zeitpunkt der Absage des Spiels um 19.14 Uhr waren erst wenige Zuschauer im Stadion. Sie wurden per Lautsprecher aufgefordert, den Stadionbereich zu verlassen.

 

"Sicherheit geht immer vor"

 

Die Zuschauer wurden nach der Absage gebeten, das Stadion ruhig, aber zügig zu verlassen. Rund ums Stadion waren überall Blaulicht und Sirenen. Panik entstand nur teilweise, größtenteils verlief die Evakuierung zügig und ruhig.

Rund ums Stadion wurden alle Autos kontrolliert, es bildeten sich kilometerlange Staus, der Verkehr stand teilweise nahezu still. "Sicherheit geht immer vor. Es ist eine Befürchtung, die man immer hat. Ich vertraue der Polizei, dass sie hier die richtige Entscheidung getroffen hat.

Wenn eine Gefährdungslage vorliegt, dann müssen solche Schritte eingeleitet werden", sagte Hannovers Bürgermeister Stefan Schostok dem SID. Nach den Vorfällen von Paris galt für die Begegnung gegen den WM-Dritten aus den Niederlanden in Hannover die höchste Sicherheitsstufe.

Unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere hochrangige Politiker hatten ihr Kommen angekündigt. Manche von ihnen waren zum Zeitpunkt der Absage bereits im Stadion und wurden ebenfalls wieder herausgeführt. Die Mannschaft war zum Zeitpunkt der Absage offenbar noch auf dem Weg ins Stadion.

Nach den Terroranschlägen von Paris, die die Nationalmannschaft durch das zeitgleiche Spiel aus nächster Nähe erlebt hat, war bereits im Vorfeld die Absage des Spiels diskutiert worden. Der DFB hatte sich gemeinsam mit den Niederländern aber entschieden, zu spielen.

Das Spiel

 

Polizeiansage vor dem Stadion zur Spielabsage


"Meine Damen und Herren, meine liebe Fußballfreunde, es tut mir leid, aber das Spiel ist kurzfristig abgesagt worden. Bleiben Sie bitte ruhig! Es ist keine Gefahr im Anmarsch oder sonst irgendwas. Gehen sie einfach ganz normal nach Hause!"

(Lautsprecherdurchsage der Polizei am Dienstagabend zur Absage des Fußballspiels Deutschland gegen Niederlande in Hannover)

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