Löw holt Gomez zurück - Neustart mit 18 Champions

Mario Gomez ist zurück. Nach der "hässlichsten Saison" seiner Karriere, wie der 29 Jahre alte Stürmer selbst geflucht hatte, und der verpassten Fußball-WM als negativem Höhepunkt darf Gomez endlich wieder für Deutschland spielen.
| dpa
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Frankfurt/Main - Mario Gomez wird wieder für den deutschen Kader spielen. "Er wollte unbedingt zurück in die Nationalmannschaft und hat sich seine Nominierung absolut verdient", sagte Weltmeistercoach Joachim Löw vor dem Neustart seiner Titelhelden zu Gomez.

18 seiner Brasilien-Sieger hat der Bundestrainer für das Testspiel am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) in Düsseldorf gegen WM-Finalgegner Argentinien und für den Auftakt der EM-Qualifikation vier Tage später in Dortmund gegen Schottland nominiert. Hinzu kommen die Rückkehrer Gomez und Marco Reus sowie der junge Überraschungsmann Antonio Rüdiger vom VfB Stuttgart.

Löw bescheinigte Gomez "unglaublich hart und diszipliniert" für sein Comeback beim AC Florenz und im Nationaltrikot gearbeitet zu haben: "Wenn er fit ist, wird er uns mit seinen Qualitäten im Sturm verstärken." Sein bisher letztes von 59 Länderspielen absolvierte der ehemalige Münchner, der in Italien in seine zweite Saison geht, im August 2013 beim 3:3 gegen Paraguay. Nach zahlreichen Verletzungsproblemen verpasste er genau wie Reus die Super-WM in Brasilien. Der 25 Jahre alte Dortmunder Offensivspieler hatte sich im letzten Testspiel gegen Armenien einen Tag vor der Abreise nach Südamerika schwer am Fuß verletzt.

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Schneller als erwartet ist Reus wieder mit Borussia Dortmund in den Spielbetrieb eingestiegen. "Für Marco Reus freut es mich riesig, dass er wieder dabei ist und seine Verletzung überwunden hat", betonte Löw, obwohl der BVB-Akteur wie viele andere Nationalspieler noch um seine Form ringt. "Er hat uns in Brasilien gefehlt. Ich bin sicher, dass er noch einige große Turniere spielen und dabei für Furore sorgen wird", ergänzte der Bundestrainer.

Überraschend kehrt der junge Abwehrspieler Rüdiger in den DFB-Kader zurück. Einmal, beim 0:0 gegen Polen vor der WM, hatte Löw den 21-Jährigen getestet - und als geeignet für höhere Aufgaben eingestuft. "Ich hatte damals einen sehr guten Eindruck von ihm. Er kann eine Alternative für die Abwehr sein", meinte Löw, der selbst gegen Argentinien zum 113. Mal das DFB-Team als Chef betreut.

Zum Treffpunkt am Montag in Düsseldorf wird der Freiburger noch einmal seinen kompletten WM-Tross begrüßen. Also auch die aus dem DFB-Team zurückgetretenen Philipp Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker sowie Co-Trainer Hansi Flick. Löws treuer Helfer wechselt auf den Stuhl des DFB-Sportdirektors. Auch der verletzte Bastian Schweinsteiger und der noch nicht fitte Shkodran Mustafi, die in den ersten zwei Länderspielen der Saison nicht zum Einsatz kommen können, sollen anreisen. Vize-Kapitän Schweinsteiger muss wegen einer Knieverletzung noch einige Wochen pausieren. Mustafi steht bei seinem neuen Club FC Valencia erst seit wenigen Tagen wieder im Training.

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Bei einem öffentlichen Training am Montag (17.00 Uhr) in der Düsseldorfer Esprit-Arena soll mit der Verabschiedung von Lahm, Klose und Mertesacker noch einmal eine große Nach-WM-Party gefeiert werden. "Diese Tage bilden für uns gewissermaßen den endgültigen Abschluss der WM in Brasilien, bevor wir uns voll und ganz auf neue große Ziele konzentrieren", erklärte Löw. Mustafi soll nach dem Spiel gegen Argentinien zur weiteren Vorbereitung nach Spanien zu seinem Verein zurückkehren.

Die mit dem kompletten WM-Aufgebot anreisenden Argentinier sind für Löw ein willkommener Gegner beim Neustart. Am 13. Juli hatte Deutschland in Rio de Janeiro in einem mitreißenden Finale die WM-Trophäe durch das Siegtor von Mario Götze gewonnen. "Wir stehen am Beginn der neuen Saison. Aus sportlicher Sicht ist dieses Spiel der willkommene Härtetest, um uns umgehend wieder auf höchstem Niveau zu messen", unterstrich Löw, der seinen neuen Co-Trainer auch am Freitag noch nicht nannte. Ob der Bundestrainer nun am Montag einen Nachfolger für Hansi Flick präsentieren wird, ist ungewiss.

Das deutsche Aufgebot:

 

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