Hummels, Müller, Kroos, Özil: Joachim Löw bastelt in WM-Qualifikation am DFB-Team

Mit Müller, Hummels, Kroos und Co. sind erstmals seit März wieder sieben Rio-Gewinner mit an Bord. „Sie sind das Fundament“, sagt Manager Bierhoff. Die AZ erklärt ihre WM-Perspektiven bei Löw.
| Patrick Strasser
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Mit Müller, Hummels, Kroos und Co. sind erstmals seit März wieder sieben Rio-Gewinner mit an Bord. "Sie sind das Fundament", sagt Manager Bierhoff. Die AZ erklärt ihre WM-Perspektiven bei Löw.

Prag - Nur ein Hüpfer, der Flug von Stuttgart nach Prag, eine gute Stunde. Am Donnerstag um 11 Uhr hebt der Teamcharter ab, in der tschechischen Metropole residiert die Nationalmannschaft im "Marriott Hotel" am Rande der Prager Altstadt. Mit dem Spiel beim Vize-Europameister von 1996 und dem Auswärtstrip zu Überraschungstabellenführer Nordirland (5. Oktober) stehen in diesem Herbst die schwierigsten Hürden auf dem Weg zur WM 2018 in Russland an.

Gut, dass Bundestrainer Joachim Löw nun die pralle Auswahl hat, inklusive seiner noch aktiven Weltmeister, die zum ersten Mal seit dem Doppelspieltag im März berufen wurden. Die Qual der Wahl sei für den 57-Jährigen "ein Geschenk", sagte er Anfang der Woche – verbunden mit der Ansage: "Potenzial, Talent und bislang gezeigte Leistungen sind kein Freifahrtschein." Demzufolge rief Löw den "härtesten Konkurrenzkampf" seiner Amtszeit aus. Im immerhin schon zwölften Jahr.

Die Warnung richtete sich vor allem an seine Weltmeister, die durch die Confed-Cup-Gewinner Druck bekommen. 17 Spieler aus dem Team, das in Russland begeisterte, sind für die Duelle mit Tschechien und am Montag in Stuttgart gegen Norwegen (jeweils 20.45 Uhr, RTL live) dabei. Sieben Weltmeister von 2014 hat Löw dieser Tage um sich. "Sie sind das Fundament, das den Erfolg garantiert", meinte Teammanager Oliver Bierhoff. Doch wie sind die Perspektiven der Glorreichen Sieben von Rio?

Thomas Müller (27 Jahre/85 Länderspiele): Der Bayern-Profi ist das Sorgenkind des DFB-Kaders, weil er seit der Bankverbannung in Bremen Frust schiebt. Beim ersten Training in Stuttgart sprach Löw demonstrativ mit Müller – zehn Minuten lang. "Thomas ist ein unheimlich positiver Faktor in unserem Team, ein Führungsspieler. Ich weiß, was er bei uns immer leistet", sagte Löw. Mit der Betonung auf: ICH weiß... In der Nationalelf gilt Müller als hängender Rechtsaußen gesetzt. "Thomas ist einzigartig", so Bierhoff. "Ich hoffe, dass Bayern bewusst ist, dass er eine Identifikationsfigur des Vereins ist. Ich wünsche mir, dass man sagt, er muss spielen."

Sami Khedira (30/70): Ob der Juventus-Star, der am Mittwoch angeschlagen fehlte, den Druck der Jungen spüre? "Die Mannschaft hat in Russland toll gespielt. Ich schätze die Spieler alle sehr", sagte Khedira in "Bild", "aber das heißt ja nicht, dass sie automatisch einen Platz in der Startelf bekommen." Im Gegenteil: "Der Konkurrenzkampf spornt mich unheimlich an." Emre Can vom FC Liverpool möchte irgendwann Khediras Platz.

Toni Kroos (27/76): Der Passkönig im Mittelfeld ist wie bei Real Madrid auch in der Nationalelf unverzichtbar. Keiner hat mehr Übersicht, verteilt die Bälle besser. Wird schwer für Neu-Bayer Sebastian Rudy, da über Kurzeinsätze hinaus zu kommen.

Mats Hummels (28/57): Der Innenverteidiger gilt ebenso als gesetzt und unantastbar. Um den Platz an seiner Seite kämpfen in Abwesenheit von Jérôme Boateng (Reha-Training) und Benedikt Höwedes (wechselt zu Juventus) Neu-Bayer Niklas Süle und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea – mit Vorteil Rüdiger.

Mesut Özil (28/84): Hängt beim FC Arsenal wie das gesamte Team – wieder mal – durch. Ein ähnlicher Fall wie Müller. Der Spielmacher blüht im Kreise der Nationalelf regelmäßig auf. Auch bei Özil ist Löw loyal.

Julian Draxler (23/35): Als Kapitän der Confed-Cup-Gewinner zeigte er Leaderqualitäten, wurde bester Spieler des Turniers. Bei PSG nach dem Neymar-Import nur noch Minutenjoker. Weil Marco Reus (BVB) bis zur Rückrunde verletzt fehlt, dürfte Draxler auf Linksaußen vorerst eingeplant sein.

Matthias Ginter (23/14): Den WM-Titel gewann er "passiv", ohne Einsatzminute in Brasilien. Beim Confed Cup war der Defensiv-Spezialist aktiv dabei. Wegen seiner Flexibilität kaufte ihn Gladbach den Dortmundern ab. In der Nationalelf ist Ginter Ergänzungsspieler.

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