Geht doch, Timo! Wie Flick Stürmer Werner stark macht

Mit einem sehenswerten Doppelpack kontert Werner seine Kritiker. "Der Knoten ist geplatzt", sagt Bundestrainer Flick.
| Patrick Strasser
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Endlich erfolgreich: DFB-Stürmer Timo Werner trifft wieder.
Endlich erfolgreich: DFB-Stürmer Timo Werner trifft wieder. © picture alliance/dpa

Der Anlauf zum ersten Treffer, artistisch vorgelegt von Thomas Müller, dauerte gefühlt eineinhalb Spiele. Chelsea-Angreifer Timo Werner, der am Freitag beim 2:1 gegen Rumänien als Mittelstürmer sehr unglücklich agiert hatte, scheiterte auch in Nordmazedonien zunächst am Pfosten, haderte mit sich und seiner Torjägerwelt. Doch mit dem Tor zum 2:0 ploppte das Selbstvertrauen aus Werner heraus wie aus einer Ketchup-Flasche, deren Hals zunächst verstopft schien. Seinen zweiten Treffer, das 3:0, erzielte er wie selbstverständlich. War was?

Spott und Häme für Timo Werner

Oh ja - er war scharf kritisiert worden nach seiner unglücklichen Leistung in Hamburg, hatte nicht nur Kritik, sondern auch Spott und Häme im Internet ertragen müssen. Das lasse er nicht an sich heran. "Es muss ja abperlen", sagte Werner nach seinen Länderspieltoren Nummer 20 und 21 und erklärte: "Hätte ich mir jetzt zwei Tage lang einen Kopf gemacht, hätte ich nicht spielen können." Denn auch bei ihm sei "irgendwann das Fass auch voll. Aber man muss sein Spiel machen."

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Machte er. Der Ex-Leipziger, der beim FC Chelsea den belgischen Weltklasse-Stürmer Romelu Lukaku vor sich hat und weniger Einsatzzeiten erhält als erhofft, kommt nun in fünf Partien unter Bundestrainer Hansi Flick auf fünf Treffer. Vertrauen schafft Selbstvertrauen, der Glaube gibt ihm Kraft, der Glaube von Flick an seine Stärken.

Hansi Flick über Timo Werner: "Er hat toll abgeschlossen"

"Das tut mir sehr gut", sagte Werner über Flicks Rückendeckung und erklärte: "Ich habe schon oft gesagt, wenn ein Trainer einen mag und auf einen setzt, dann hilft das jedem Spieler. Gerade ich als Stürmer brauche dieses Vertrauen von außen vielleicht doppelt - und das gibt er mir zu 100 Prozent. Ich versuche, es so gut es geht zurückzuzahlen."

Sein Trainer freute sich über Werners Explosion. "Er hat toll abgeschlossen. Sein zweites Tor war das Schönste. Der Knoten ist in der zweiten Halbzeit bei der Mannschaft und bei Timo geplatzt." Flick weiter: "Die ganze Mannschaft hat sich für einen gefreut, der in der Kritik steht. Das ist enorm wichtig für die Entwicklung eines Teams, das fördern wir als Trainerteam - und finden es natürlich supergut."

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