Erstes Training: Löw zeigt WM-Plan

In einem 30-minütigen Trainingsspiel unterlag das aktuelle A-Team um Kapitän Philipp Lahm der B-Vetretung mit 3:5. Dabei deckte Bundestrainer Joachim Löw seinen Plan für das Auftaktspiel gegen Australien auf.
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Gemeinsam tragen die Nationalspieler während des Trainings ein Tor.
dpa Gemeinsam tragen die Nationalspieler während des Trainings ein Tor.

PRETORIA - In einem 30-minütigen Trainingsspiel unterlag das aktuelle A-Team um Kapitän Philipp Lahm der B-Vetretung mit 3:5. Dabei deckte Bundestrainer Joachim Löw seinen Plan für das Auftaktspiel gegen Australien auf.

Weitgehend unbeobachtet von den südafrikanischen Fußball-Anhängern hat die deutsche Nationalmannschaft den Feinschliff für die Weltmeisterschaft aufgenommen. Beim öffentlichen Training nur zehn Stunden nach der Ankunft am Kap wollte praktisch nur die in Südafrika lebende deutsche Gemeinde Kapitän Philipp Lahm & Co. beim Üben für das Auftaktspiel gegen Australien zusehen – und verpasste damit einen Blick auf die wahrscheinliche Startelf gegen Australien.

Spieler und Betreuer präsentierten sich mit einem weißen Trikot mit der Aufschrift „Yebo“. Das Zulu-Wort bedeutet soviel wie „ja, wir schaffen's“. Gemeint war damit einerseits die erste WM in Afrika und andererseits eine erfolgreiche WM-Mission des DFB-Teams.

In einem 30-minütigen Trainingsspiel unterlag das aktuelle A-Team um Kapitän Philipp Lahm der B-Vetretung mit 3:5. Dabei deckte Bundestrainer Joachim Löw seinen Plan für das Auftaktspiel gegen Australien auf, indem er bis auf Torhüter Manuel Neuer die Mannschaft des 3:1-Sieges gegen Bosnien in der A-Formation aufbot. Miroslav Klose (2) und Mesut Özil trafen für die erste Besetzung, die Tore für die Reservisten-Elf erzielten Thomas Müller (2), Cacau, Marko Marin und Mario Gomez.

Statt der optimistisch angekündigten 20 000 Zuschauer waren am Montagnachmittag bei noch frühlingshaften Temperaturen nur rund 3000 Fußballfans in das Super Stadium von Atteridgeville gekommen. „2000 Freitickets wurden uns von der deutschen Gemeinde aus den Händen gerissen“, berichtete Dieter Haller, der deutsche Botschafter in Südafrika. Die Karten für die Einheimischen sollten über das lokale Organisationskomitee verteilt werden. Immerhin, die deutschen Fans sorgten für Stimmung, bejubelten die acht Tore beim Übungsspiel und bliesen kräftig in die Vuvuzelas, die in Südafrika üblichen Tröten.

„Es ist ganz hervorragend, dass die Mannschaft sich wenige Stunden nach der Landung hier vorstellt“, kommentierte Haller, der auch statt im Anzug in einem Deutschland-Trikot in die Arena gekommen war.

Für weltweite Wahrnehmung des ersten Trainingstages des dreimaligen Weltmeisters Deutschland in Südafrika sorgten über 200 Medienvertreter. Allein mehr als 30 Fernsehteams sendeten Bilder von der Übungseinheit rund um den Globus. Löw ist es wichtig, neben dem sportlichen Erfolg mit der Nationalmannschaft auch ein gutes Bild in Südafrika abzugeben. „Wir werden das Turnier positiv angehen. Und wir werden ein guter Botschafter für unser Land sein mit unserem Auftreten. Das kann ich versprechen“, sagte Löw.

dpa

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