„Ein sehr guter Start“

Bayerns Stars in den Hauptrollen beim Auftaktsieg in Belgien: Schweinsteiger trickst van Buyten aus, Müller trumpft auf, Klose trifft. Und Kapitän Lahm warnt: „Bis zur EM ist es noch ein harter Weg“
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Perfekte Koproduktion: Thomas Müller (l.) und Miro Klose beim 1:0 gegen Belgien.
dpa Perfekte Koproduktion: Thomas Müller (l.) und Miro Klose beim 1:0 gegen Belgien.

BRÜSSEL - Bayerns Stars in den Hauptrollen beim Auftaktsieg in Belgien: Schweinsteiger trickst van Buyten aus, Müller trumpft auf, Klose trifft. Und Kapitän Lahm warnt: „Bis zur EM ist es noch ein harter Weg“

Entschieden haben es wieder einmal die Profis vom FC Bayern. Das Siegtor der deutschen Nationalmannschaft in Belgien? Eine bayerische Co-Produktion – mit Belgiens Verteidiger Daniel van Buyten als Ausgangspunkt.

Dem 32-Jährigen, bei der WM noch Fan der DFB-Auswahl, luchste Bastian Schweinsteiger nämlich den Ball ab, passte auf Thomas Müller, der dann Miroslav Klose dessen Siegtreffer zum 1:0 auflegte.

Insgesamt waren im König Baudouin-Stadion sogar sechs Bayern-Profis aktiv: neben dem Tor-Quartett auch noch Kapitän Philipp Lahm und Joker Toni Kroos. Kein Wunder jedoch, dass sich vor allem Schweinsteiger hinterher diebisch freute – über seinen Coup. Dass er van Buyten quasi auf den Füßen gestanden hat? „Ich kenne ihn eben ein bisschen“, sagte der deutsche Mittelfeldmotor schmunzelnd.

Jedoch fügte er dann – die nächste gemeinsame Trainingseinheit mit dem 1,97-Meter-Mann an der Säbener Straße kommt bestimmt – noch hinzu: „Aber normalerweise passiert ihm das nicht.“ Siegtorschütze Klose und Vorbereiter Thomas Müller wollten sich dann auch gar nicht langemit dem Treffer an sich aufhalten. Der Stürmer betonte vielmehr, wie wichtig der Sieg zum Auftakt der EMQualifikation gewesen sei.

Schließlich sei es nach „nach einerWMimmer schwierig“ – und dafür habe das Team „doch sehr gut gespielt“. Deshalb Kloses Forderung: „Wir müssen so eine Partie am Ende ruhiger runterspielen.“

Was Kapitän Philipp Lahm ganz ähnlich sah, schließlich wurde am Freitagabend gegen Belgien, den 48. der Weltrangliste gespielt. Nachdem sich Lahm mitsamt den Kollegen – Schweinsteiger übrigens oben ohne – in der Fankurve hatte feiern lassen, meinte Lahm: „Jeder Anfang ist schwer – und da ist es sehr, sehr wichtig, dass man auswärts drei Punkte holt.“

Vorsichtig formulierte Kritik gab’s vom Spielführer natürlich auch: „In der Endphase, da müssen wir lernen, dass wir noch ruhiger werden, dass wir weniger Fehler machen. Aber insgesamt können wir zufrieden sein. Wir haben noch 13 Monate bis zur EM vor uns. Das ist ein weiter, ein harter Weg.“

Dem schloss sich Schweinsteiger an. „Das war ein schweres Stück Arbeit“, erklärte er, „und bis zur EM ist es eben noch ein langer Weg.“ Die nächste Etappe führt die DFBElf nun nach Köln, wo man auf die von Ex-Bundestrainer Berti Vogts gecoachten Aserbaidschaner trifft.

Vogts jedenfalls freut sich bereits auf „kostenlose Fortbildung“ für seine Truppe. Und Schweinsteiger ist gewillt, die gewünschte Nachhilfe zu erteilen: „Jetzt müssen wir gegen Aserbaidschan nachlegen, dann war’s ein sehr guter Start.“ Und Thomas Müller sagte: „Um die Höhe des Sieges kümmern wir uns dann, wenn es so weit ist.“ Also am Dienstag.

jos

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