DFB-Elf fehlt noch ein Punkt zur EM

Siebter Sieg im siebten Spiel - auch mit einer "Bubi-Elf" hat Deutschland zum Saisonausklang in Aserbaidschan den Alleingang zur Fußball-EM fortgesetzt.
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Mesut Özil brachte Deutschland gegen Aserbaidschan mit 1:0 in Führung.
dpa Mesut Özil brachte Deutschland gegen Aserbaidschan mit 1:0 in Führung.

Siebter Sieg im siebten Spiel - auch mit einer "Bubi-Elf" hat Deutschland zum Saisonausklang in Aserbaidschan den Alleingang zur Fußball-Europameisterschaft fortgesetzt.

Baku - Nach dem 3:1 (2:0)-Pflichtsieg am Dienstagabend in Baku geht die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw als klarer Tabellenführer in die Sommerferien und hat das Ticket zur Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine praktisch gelöst. Mesut Özil (30. Minute), der erneut erfolgreiche Torjäger Mario Gomez (41.) und Andre Schürrle (90.+3) erzielten vor rund 30 000 Zuschauern im Tofik-Bachramov-Stadion die Tore für die beim Anpfiff im Schnitt nur 23,45 Jahre alte DFB-Auswahl. Murad Hüseynov gelang in der 89. Minute der Anschlusstreffer für den Außenseiter.

Nach dem finalen Kraftakt gegen das Team von Berti Vogts fehlt der DFB-Elf praktisch nur noch ein Punkt aus ihren verbleibenden drei Qualifikationsspielen, um sich die Fahrkarte für die EM 2012 endgültig zu sichern. Nur noch die Türkei könnte mit vier Siegen die DFB-Elf von der Spitze der Gruppe A verdrängen.

Am Ende einer strapaziösen Saison verbreiteten Löws Schützlinge zwar kaum Glanz, landeten aber nach Startschwierigkeiten dank ihrer spielerischen Möglichkeiten einen völlig verdienten Erfolg. Acht Siege stehen damit in zwölf Begegnungen der Nach-WM-Spielzeit zu Buche. Erster Gegner in der EM-Saison ist am 10. August in Stuttgart Brasilien.

Als großer Stabilisator der völlig umgekrempelten Abwehr entpuppte sich Holger Badstuber. Der Münchner agierte mit viel Übersicht und hatte auch gute Aktionen nach vorne. Kapitän Philipp Lahm zeigte in der für ihn ungewohnten Mittelfeldrolle ein paar Anpassungsprobleme, ordnete und organisierte aber dann das Spiel defensiv solide. Nach vorne setzten Thomas Müller mit seinen Dribblings auf rechts und Toni Kroos viele Akzente. Özil tauchte immer wieder mal ab, ließ aber in den entscheidenden Szenen seine große spielerische Klasse aufblitzen.

Und als Torschütze vom Dienst tritt Gomez immer mehr aus dem Schatten von Miroslav Klose. Der Münchner traf in den letzten vier Spielen fünfmal und kommt jetzt schon auf 19 Länderspieltreffer. Das Team des heftig kritisierten Vogts, der ungeachtet der Angriffe auf seine Person den Vertrag in dem Kaukasusland erfüllen will, trat deutlich stärker als beim 1:6 im September in Köln auf. Der Außenseiter überraschte die deutsche Elf mit aggressivem Spiel und kam am Anfang durch Distanzschüsse zu guten Möglichkeiten. In der 6. Minute zischte ein Versuch von Aleksandr Certoganov um Zentimeter am Kasten vorbei, drei Minuten später lenkte Manuel Neuer mit den Fingerspitzen das Geschoss von Vüqar Nadirow an die Latte. Vorausgegangen war ein katastrophaler Fehlpass von Mats Hummels.

Auf dem holprigen Geläuf des Bachramov-Stadions fand die deutsche Elf zunächst überhaupt nicht zu ihrem Rhythmus, vielleicht hatte sie das Ganze auch etwas leicht genommen. Dann wirkte ein Freistoß von Kroos in der 18. Minute an den Pfosten als Initialzündung für das junge Team. Die Gäste gewannen allmählich die Kontrolle über das Spiel, die Angriffe wurden durchdachter vorgetragen. Auffälligster Akteur in dieser Phase war Kroos, der Kamran Agajew erneut auf die Probe stellte (28.).

In seinem ersten Länderspiel von Beginn an leitete Benedikt Höwedes die deutsche Führung ein. Der Schalker setzte sich rechts energisch durch, seine Flanke verwertete Özil mit präzisem Schuss in die lange Ecke zu seinem vierten Tor im DFB-Trikot. Vier Minuten vor der Pause machte Gomez mit dem 2:0 den Sack vorzeitig zu. Ausgangspunkt des Tores war Badstuber mit einem Pass auf Özil, der den Ball mustergültig auf den Schützen querlegte.

Im zweiten Durchgang war der WM-Dritte gegen konditionell abbauende Aserbaidschaner die klar tonangebende Mannschaft, ließ aber bei seinen Angriffen häufig die Zielstrebigkeit vermissen. Angesichts der Führung setzten Gomez und Co. nicht mehr mit letzter Konsequenz nach. Eine hundertprozentige Chance, den Vorsprung auszubauen vergab Özil freistehend in der 75. Minute. Schürrle setzte in der Nachspielzeit noch einen drauf.

 

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