Dämpfer in Grün

Deutschland unterliegt den Franzosen mit 1:2 – und kann auch spielerisch nicht überzeugen. Löw ernüchtert: „Mich ärgert schon, wie wir das Spiel verloren haben“.
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Beim Auftakt ins EM-Jahr unterliegt die deutsche Mannschaft den Franzosen mit 1:2 – und kann auch spielerisch nicht überzeugen. Löw ernüchtert: „Mich ärgert schon, wie wir das Spiel verloren haben“.

BREMEN - Es war ein Stotterstart der deutschen Nationalmannschaft ins EM-Jahr 2012: Das 1:2 gegen Frankreich geriet zur misslungenen Generalprobe. „Das Ergebnis ist nicht wichtig“, hatte Bundestrainer Joachim Löw vor der Partie regelmäßig wiederholt. Doch auch abseits des Zahlenwerks konnte sein Team nicht überzeugen.

„Man ärgert sich schon, wie wir das Spiel verloren haben“, musste Löw nach der Partie dann auch zugeben. „Man darf das Spiel nicht überbewerten, aber wir müssen uns schon fragen, warum wir so leichtfertig gespielt haben.“ Dabei hatte die deutsche Elf, die im Weserstadion in grünen Trikots auflief, einen guten Start erwischt: Über Mesut Özil kombinierte sich das Team immer wieder nach vorne, scheiterte aber am französischen Torhüter Hugo Lloris. Die Équipe Tricolore stand kompakt – und ging in der 21. Minute in Führung: Einen Konter über rechts schloss Olivier Giroud ab.

Wenig auffällig auf Seiten der Franzosen: Franck Ribéry, beim FC Bayern in Bestform. In der Nationalelf fiel er dagegen auch diesmal durch Mittelmaß auf – und durfte nach 45 Minuten vom Feld, nachdem er einen Schlag auf den Oberschenkel erlitten hatte. Sein Einsatz am Wochenende gegen Leverkusen ist aber nicht gefährdet. „Ich glaube, dass Ribéry eher sekundär darüber nachdenkt, es seinen Kollegen vom FC Bayern zu zeigen“, hatte Ex-Bayern-Torhüter Oliver Kahn im ZDF gesagt. „Er ist damit beschäftigt, seinen Landsleuten seinen wahren Charakter zu zeigen nach den Vorkommnissen bei der WM 2010.

Die Franzosen sind diesbezüglich sehr nachtragend.“ Schon kurz vor der Pause war auf deutscher Seite Thomas Müller eingewechselt wurde, weil Andre Schürrle mit einer Nasenverletzung runter musste. Die Pause nutzt Löw zu weiteren Wechseln: Für Miroslav Klose kam Mario Gomez. Holger Badstuber musste für Benedikt Höwedes weichen. In der zweiten Halbzeit drängten beide Mannschaften auf das Tor – und wieder traf Frankreich, wieder über die links. Eine Flanke spitzelte Florent Malouda in der 69. Minute in die Maschen.

Der Anschlusstreffer durch den eingewechsekten Cacau in der Nachspielzeit: Makulatur. „Deckel drauf. Schauen wir, was im Juni passiert“, sagte Müller. Eine verpatzte Generalprobe – doch das hat Tradition: 2006 setzte es vor dem WM ein 1:4 gegen Italien, 2010 vor der EM ein 0:1 gegen Argentinien. Noch hat Trainer Löw 100 Tage bis zum EM-Beginn. Dort droht übrigens ein Duell mit Frankreich – allerdings frühestens im Halbfinale.

 

 

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